Ohrenschützer - Funktion, Einsatzgebiete und Anforderungen

Kleines Mädchen mit Wollmütze lacht in Kamera

Verschiedene Ohrenschützer-Arten - Bügelform, Mützen, Earbags

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  • von Paradisi-Redaktion

Ohrenschützer haben die Aufgabe, den Gehörgang des Trägers vor übermäßigen Lärmeinflüssen oder vor starken Witterungseinflüssen zu schützen. Je nach Einsatzgebiet kommen unterschiedliche Ohrenschützer-Arten zum Einsatz. Dabei wird unterschieden nach Ohrenschützern, welche die Ohrmuschel umschließen und solchen, die ganz oder teilweise in den Gehörgang eingeführt werden. Lesen Sie alles Wissenswerte über Ohrenschützer.

Ohrenschützer - Funktion und Einsatzgebiete

Ohrenschützer können Teil einer Schutzausrüstung oder wärmendes Bekleidungsstück sein. Man unterscheidet sie nach Gehörschützern und Ohrenwärmern. Bei der Herstellung werden unterschiedliche Materialien verwendet, die je nach Einsatzgebiet funktionelle, teilweise auch modische Aspekte erfüllen sollen.

Funktion als Gehörschutz

Dämmende Eigenschaften sollen Ohrenschützer besitzen, die in der Umgebung von hohen Schallpegeln getragen werden. Dies ist an vielen Arbeitsplätzen der Fall. Genaue Auskunft über die Vorschriften zur zulässigen Lautstärke, die übrigens auch für Musikveranstaltungen gilt, gibt die EU-Richtlinie DIN 15905-5.

Arbeitgeber und Veranstalter sind gehalten, sich an diese Regelungen zu halten, letztlich sollte es dennoch Sache jedes Einzelnen sein, seine Ohren präventiv vor Schädigungen zu schützen. Ohrenschützer, die zur Dämmung von Lärmpegeln beitragen, werden als Gehörschutz bezeichnet.

Gehörschützer können das gesamte Ohr wie eine Kapsel umschließen beziehungsweise ganz oder teilweise in den Gehörgang eingeführt werden. Eine besondere Bedeutung kommt zwischenzeitlich Otoplastiken zu, die vom Hörgeräteakustiker individuell gefertigt und gegebenenfalls mit Filtern oder schmückenden Dekoren versehen werden können.

Modisch gestaltete Ohrenschützer kommen besonders auf öffentlichen Veranstaltungen zum Einsatz. Nicht nur Hersteller, auch Mediziner, setzen auf eine hohe Akzeptanz dieser Modelle.

Situationen, die einen Lärmschutz notwendig machen

Jeder kennt das Bedürfnis, sich die Ohren zuhalten zu wollen, geradezu zu müssen. Der Anlass dafür kann das andauernde Fluggeräusch mehrerer Düsenflugzeuge sein, das Rotorgeräusch von Hubschraubern, oder das schrille Pfeifen einer Lokomotive. Ganz allgemein gilt, dass ein hoher bis überhoher Schallpegel, gemessen in Dezibel, sowohl im Beruf als auch in der Freizeit gehörschädigend sein kann.

Bei einem plötzlichen Knall, dem Überschall kann das Trommelfell platzen. Während derartige Schalldruckpegel bei Konzerten, in Diskos oder bei Paraden gerne in Kauf genommen werden, gibt es im Beruf strenge Vorgaben für den notwendigen Gehörschutz, der gesetzlich vorgeschrieben ist.

Vor dem Hintergrund dieses Wissens wird ein Gehörschutz wie Ohrenstöpsel vermehrt auch im privaten Umfeld verwendet. Ohrenstöpsel werden in den Gehörgang des Ohres eingeführt und reduzieren dadurch den hörbaren, den Schalldruckpegel. Das sind die Geräusche, die auditiv, also akustisch wahrgenommen werden.

Arbeiter mit rotem Gehörschutz mit zwei Auszubildenden mit gelbem Gehörschutz an einer Maschine
Arbeiter mit rotem Gehörschutz mit zwei Auszubildenden mit gelbem Gehörschutz an einer Maschine
Merkmale und Formen

Ohrenstöpsel sind sowohl ein Gebrauchs- als auch ein Verbrauchsgegenstand. Aus Schaumstoff oder aus Watte sind sie nach dem einmaligen Einführen in das Ohr unbrauchbar, sozusagen aufgebraucht. Mit einem Material aus Kunststoff können sie mehr- bis vielfach gebraucht werden. Sie sind dann eine Anschaffung für längere Zeit.

Ferner wird in vorgeformte und individuell formbare Ohrenstöpsel unterschieden. Ihr Material ist wahlweise aus

  • Wachs
  • Watte
  • Wolle
  • Schaum- oder Weichkunststoff.

Formell gesehen sind Ohrenstöpsel maschinell vorgefertigte Gehörschutzstöpsel. Die gesetzliche Unfallversicherung macht dazu nähere qualitative Vorgaben und unterscheidet in die Bügelstöpsel, in die vorgeformten sowie in die individuell formbaren unter ihnen.

Für die Wirksamkeit von Ohrenstöpseln ist maßgeblich mitentscheidend, wie tief und genau sie in den Gehörgang eingeführt werden. Damit ist ein hohes Maß an Hygiene verbunden, um eine Entzündung im Ohr zu verhindern. Vorgeformte und mehr- oder vielfach nutzbare Ohrenstöpsel müssen daher nach Gebrauch gereinigt, besser noch sterilisiert, also vollständig entkeimt werden.

Das erübrigt sich bei einmalig verwendbaren Ohrenstöpseln. Ihre Konsistenz ist meistens wachsgetränkte Wolle oder Silikon. Diese angenehm weichen Ohrenstöpsel lassen sich bedarfsgerecht kneten und formen, so dass sie nach kurzem Üben problemlos in das Ohr eingeführt werden können.

Eine trockene Haut kann zu leichten Reizungen im Gehörgang führen. Wenn auf die Ohrstöpsel nicht verzichtet werden kann oder möchte, dann sollte die Hauttrockenheit mit einer passenden Salbe behandelt werden.

Für diesen Fall gilt der Ratschlag: Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Denn nur deswegen braucht nicht auf die ansonsten hilfreichen und liebgewonnenen Ohrenstöpsel verzichtet zu werden.

EarBikers für Motorradfahrer

Motorradfahrer haben durch den eng sitzenden Helm oft das Problem, einen passenden Ohrschützer zu finden. Mitterweile finden sich mit den so genannten EarBikers Modelle auf dem Markt, die mit weichen und lediglich zwei Lamellen, und einem kurzen Stiel gegen dieses Problem vorgehen.

Durch den Verzicht auf eine Lamelle kann für einen guten Sitz gesorgt werden. Zudem wird eine Überdämmung verhindert, sodass Motorradfahrer auch noch die Signale im Straßenverkehr wahrnehmen können.

Funktion als Ohrenwärmer

Ohrenschützer können aber auch wärmende Eigenschaften besitzen. Sie schützen die Ohrmuschel vor Unterkühlungen und den Gehörgang vor starken Winden. In diesem Sinne dienen auch sie der Vorbeugung von Krankheiten.

Wie stark die wärmende Wirkung ist, hängt vom Material der Ohrenschützer und von ihrer Passgenauigkeit ab. Hersteller legen ihr Augenmerk sowohl auf die schützenden, als auch auf die modischen Eigenschaften der Materialien.

Im Winter gelten Ohrenschützer als modisches Beiwerk, das vielen Menschen eine willkommene Alternative zum Tragen von Mützen ist. Letztere können zum einen der Frisur schaden, zum anderen verrutschen sie leicht, so dass die Ohren dennoch frieren. Genau dies war der Grund für die Erfindung der Ohrenschützer überhaupt.

Dem damals erst 15-jährigen Chester Greenwood soll das ständige Verrutschen des um den Kopf gebundenen Schals hinderlich geworden sein, so dass er Drahtstreifen formte, die er an den Enden mit Fell umnähen ließ. Diese Art Bügel-Ohrenschützer ist auch heute noch sehr beliebt, wenngleich sich auch andere Arten zwischenzeitlich durchsetzten.

Unterschiedliche Arten von Ohrenschützern

Im Handel sind verschiedene Arten von Ohrenschützern erhältlich. Im Folgenden geben wir einen entsprechenden Überblick.

Bügelform

Die ersten Ohrenschützer bestanden aus Metallbügeln, die an den Enden mit einem Fell besetzt waren. Ähnliche Modelle sind auch heute noch aktuell. Dabei setzen einige hauptsächlich auf den wärmenden Effekt.

Sie besitzen kaum sichtbare Bügel und Ohrteile, deren Außenmaterialien aus Wollfilz oder Polyester-Fleece in dezenten Farben bestehen. Teilweise können diese gefüttert sein. Bei anderen Bügel-Ohrenschützern wird der wärmende Effekt durch

  • Kunstfell-
  • Fell- oder
  • dicke Polyesterpolsterungen

hervorgehoben.

Earmuffs

Mit besonders flauschigen Kunstfellpolsterungen besetzte Modelle werden unter der Bezeichnung Earmuffs angeboten. Das Design kann die unterschiedlichsten Farbgebungen aufweisen, so dass die Ohrenschützer auf die jeweilige Kleidung abgestimmt werden können. Die Bügelform ist übrigens auch beim Gehörschutz gebräuchlich.

Earbags

Bei anderen Modellen werden die Ohrteile nicht durch Bügel zusammengehalten. Die Fixierung erfolgt lediglich durch das Überziehen über die Ohrmuscheln.

Sie sind als Earbags bekannt. Earbags können aus unterschiedlichen Materialien bestehen. In der Regel ist es Fleece, da dieses Gewebe leicht dehnbar ist.

Damit starke Winde das Material nicht durchdringen können, besitzen die meisten Earbags ein Innenfutter. Auch im Arbeitsschutz gibt es Ohrenschützer, bei denen die Ohrteile nicht miteinander verbunden sind.

Sie werden allerdings ganz oder teilweise in den Gehörgang eingeführt. Man spricht von Gehörschutzstöpseln.

Earbands

Eine Kombination aus Earbag und Bügel-Ohrenschützer trägt die Bezeichnung Earband. Hierbei hält ein auf Bügel gespanntes Band beide Ohrteile zusammen. Es wird im Bereich des Nackens getragen.

Mütze

Auch Mützen können mit Ohrenschützern ausgestattet sein. Zu unterscheiden sind Modelle, bei denen die Ohrteile bei Bedarf aus der Innenseite geklappt werden können und solche, bei denen die Fixierung auf der Außenseite der Mützen gelöst wird. Sie klappen dann über die Ohren.

Bekannt sind Letztere auch unter den Bezeichnungen Fliegermützen oder Tschapkas. Diese erlebten Mitte des 21. Jahrhunderts ein modisches Comeback. Auch an gestrickten Mützen können Ohrteile vorhanden sein.

Tipps zur Auswahl

Bei der Wahl des Ohrschützer gilt es zu unterscheiden. Handelt es sich um Ohrschützer, die als Ohrwärmer zum Einsatz kommen sollen, sollten diese vor allen Dingen gut sitzen, das heißt die Ohren ganz umschließen und nirgends drücken. Auch der modische Aspekt spielt hierbei eine Rolle - erlaubt ist, was gefällt - der Handel hält Modelle für jeden Geschmack und Look bereit.

Ist der Ohrenschützer für den Lärmschutz vorgesehen, müssen weit mehr Aspekte bedacht werden. An einem Modell für ein Konzert soll dies im Folgenden verdeutlicht werden.

Geshörschutz im musikalischen Bereich weist ein Filtersystem auf, durch welches bestimmte Aufgaben erfüllt werden müssen. Zum einen wäre dies die Belüftung, um die Bildung von zu viel Feuchtigkeit im Ohr zu verringern.

Des Weiteren ist der Klangausgleich sehr wichtig. Mit einem Schaumstoffstöpsel würde der Klang der Musik deutlich dumpfer hervorgebracht werden.

Und schließlich gilt es, eine Verschlusswirkung zu verhindern. Durch die besondere Arbeitsweise des Filters ist es nicht nötig, das Ohr akustisch komplett zu verschließen, da der Schall kontrolliert in das Ohr geführt wird.

Ansonsten sollte der Träger auf möglichst weiche Lamellen achten, sodass auch ein mehrstündiges Tragen kein Problem darstellt. Als praktisch erweist sich ein Etui, das schnell in der Hosentasche verschwinden kann. Nach dem Tragen sollte der Schützer gereinigt werden.

Generell sollte bei einem Ohrschützer zum Lärmschutz darauf geachtet werden, dass dieser gut sitzt. Besonders Frauen mit kleineren Gehörgängen finden diesen Aspekt häufig problematisch. Als guter Tipp erweist es sich hier, einen Gehörschutz für Kinder auszuprobieren.

Ohren richtig schützen

Junge Frau mit rotem Lockenkopf und Sommersprossen hält sich genervt die Ohren zu
Zu laut © Robert Kneschke - www.fotolia.de

Eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsschutz ergab, dass oft der vorhandene Gehörschutz am Arbeitsplatz nicht ordnungsgemäß verwendet wird, so dass dadurch die Wirkung nicht effektiv ist, wie es der Hersteller vorschreibt.

So werden die Ohr-Stöpsel beispielsweise nicht genügend tief in das Ohr gesteckt und auch bei dem Ohren-Schutz, der wie ein Kopfhörer aussieht, sind manchmal die Schaumstoffdichtungen alt oder defekt. Schwerhörigkeit kann die Folge sein, wenn jemand permanent einem Lärmpegel von über 85 Dezibel ausgesetzt ist.

Den besten Gehör-Schutz bietet ein individueller Stöpsel, der regelmäßig kontrolliert werden muss, die sogenannten Otoplastiken. Meistens wird aber der Kapselgehörschutz verwendet, der auch den Vorteil hat, dass man diese leicht abnehmen kann, oder auch können kleine Lautsprecher eingebaut werden, so dass der Träger Anweisungen von anderen über Funk erhalten kann.

Zusätzlich kann dieser auch an Schutzhelmen montiert werden. Aber grundsätzlich muss immer der Träger auf den korrekten Sitz der Ohr-Schützer achten.

Techniker Krankenkasse warnt vor Hörschäden durch Laubgebläse

Die Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern warnt vor dauerhaften Hörschäden durch Laubgebläse. Diese Geräte erreichten bis zu 100 Dezibel. Dauerhafte Hörschäden seien aber bereits ab 85 Dezibel möglich, so Christian Bredl, ein Sprecher der bayerischen Landesvertretung der TK. Außerdem, so Bredl, könne Lärm das Herz-Kreislauf-Risiko erhöhen.

Wer also so ein Laubgebläse verwendet oder verwenden muss, sollte unbedingt einen Hörschutz tragen, so Bredl. Er verweist auf das postive Vorbild der Stadt Zürich. Dort betreibe man die Laubbläser nun mit Batterien und nicht mehr mit Benzin. Dadurch würden die Geräte viel leiser. Bredl appeliert an die bayerischen Kommunen es den Schweizern nachzutun.

Im privaten Bereich, wo es nur um eher kleine Laubhaufen ginge, solle man auf die umstrittenen Laubbläser ganz verzichten und das Laub lieber mit Rechen und Besen zusammenkehren, so Bredl.

Ohrenschützer im Schießsport

Schüsse beim Sportschießen können eine Lautstärke von bis zu 150 Dezibel erreichen und das Gehör dauerhaft schädigen. Aus diesem Grund sind Ohrenschützer, die es in verschiedenen Ausführungen gibt, für die Schützen unverzichtbar.

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Ohren beim Schießsport vor Lärm zu schützen: Zum einen gibt es Ohrenschützer, die schädigende Geräusche dämpfen, unschädliche Geräusche aber durchlassen – dies ist zum Beispiel bei Jägern von Vorteil, die die Umgebungsgeräusche noch wahrnehmen müssen, um Tiere im Unterholz ausfindig machen zu können. Zum anderen gibt es Ohrenschützer, die die Ohren vollständig abdecken und so gut wie keinen Schall durchlassen.

Neben der Dämpfungsstärke ist auch die Schwere der Ohrenschützer von Bedeutung. Gerade beim Sportschießen spielt es oft eine große Rolle, dass der Gehörschutz leicht ist und beim Schießen nicht stört. So gibt es beispielsweise Schützer, die aus Gummi und Kunststoff bestehen, sehr leicht auf dem Kopf sitzen und nicht auf die Ohren drücken. Große Ohrenschützer, die Kopfhörern ähneln, sind zwar schallundurchlässiger, aber auch relativ schwer. Sie sind zum Beispiel für Tontaubenschützen geeignet, da diese keine schnellen Bewegungen machen müssen und einen starken Gehörschutz brauchen.

Ohrenschützer für Kampfsportler

Wer einen Kampfsport wie beispielsweise Ringen, Kickboxen oder Boxen betreibt, der sollte während des Trainings zum Schutz seines Kopfes und insbesondere zum Schutz seiner Ohren Ohrenschützer tragen. Es werden spezielle Ohrenschützer für Kampfsportler auf dem Markt angeboten, welche aus einem besonders stark schützenden Material gefertigt sind und zugleich einen hohen Tragekomfort bieten, sodass die Ohrenschützer während des Trainings oder auch bei einem Sparringskampf nicht rutschen.

Beim Kickboxen als auch beim Boxen herrscht bei Wettkämpfen allgemein bereits die Pflicht einen Kopfschutz zu tragen, welcher den Kopf vor starken Schlägen und Tritten schützt. In speziellen Fällen oder auch bei anderen Kampfsportarten wie beispielsweise Ringen ist es jedoch empfehlenswert zusätzlich zu oder statt dem klassischen Kopfschutz einen Ohrenschützer zu tragen. Bei den genannten Kampfsportarten kann es schnell zu Ohrenverletzungen kommen, entweder durch harte Schläge und Tritte oder auch durch Griffe und den allgemeinen Druck, welcher beispielsweise beim Ringen auf dem Boden auf die Ohren ausgeübt wird.

Ohrenschützer für Kampfsportler wirken sich in den genannten Fällen vorbeugend auf Verletzungen aus, wobei es für einen Kampfsportler natürlich alles andere als erstrebenswert ist, wenn er sich im Rahmen des Trainings - beispielsweise bei einem Sparringskampf verletzt. Insbesondere hier sollte Sicherheit an erster Stelle stehen, weshalb das Tragen von Ohrenschützern generell sehr zu empfehlen ist.

Sportler, welche ohnehin schon des Öfteren Probleme mit ihren Ohren haben, sollten natürlich unter keinen Umständen auf das Tragen von modernen Ohrenschützern verzichten.

Die Auswahl der richtigen Ohrstöpsel gegen Lärm

Wer gute Ohren hat, kann sich freuen. Manchmal hört man allerdings mehr als man möchte. Baulärm, ein schnarchender Partner oder allzu laute Gespräche: mit dem passenden Ohrstöpsel lassen sich die unterwünschten Geräusche dämpfen.

Am teuersten und zugleich besten sind individuell gefertigte Modelle aus Silikon. Dafür vermisst der Hörgeräteakustiker den Gehörgang und lässt nach diesem Abdruck ein persönliches Ohrstück fertigen. Je nach Wunsch bietet das Labor unterschiedliche Filterstärken.

Deutlich günstiger sind fertige Ohrstöpsel aus Wachs, Kunststoff oder flexiblem Schaum. Der niedrigere Preis macht sich jedoch bei der Passgenauigkeit und Klangqualität bemerkbar. Für die gelegentliche Nutzung ist das vertretbar, als Dauerlösung empfehlen Ärzte die maßgefertigten Stöpsel.

Für extremen Lärm reichen alle diese Modelle nicht aus. Dann müssen Ohrstöpsel mit 25-Dezibel-Filter her. Oder man entscheidet sich für die professionelle Lösung mit Kopfbügeln und Schutzkapseln über den Ohren.

Kinder und Lärm - wie viel vertragen sie wirklich?

Jeder weiß, dass Lärm schädlich sein kann und Kinderohren sehr empfindlich sind. Doch wie viel Lärm vertragen sie wirklich? Kinderohren unterscheiden sich eigentlich gar nicht viel von den Ohren Erwachsener. Selbst Schwangere können beruhigt sein, Gebärmutter und Fruchtwasser schützen das Ungeborene vor Schall und Lärm.

Es kommt immer darauf an, wie lange man dem Lärm ausgesetzt ist. Erst nach vielen Stunden wird Lärm wirklich ein Problem für das Gehör. Wer längere Zeit mehr als 90 Dezibel ausgesetzt ist, der muss mit einer Schädigung des Gehörs rechnen. Über Lärm in Kitas, Kindergärten und Schulen müssen sich Eltern keine Sorgen machen.

In der Disko allerdings schon, der Lärm dröhnt mit 110 Dezibel aus den Lautsprechern und das über Stunden. So kann ein unangenehmes Piepen im Gehör entstehen, das auch über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben kann.

Es gibt zirkumanuikulären Gehörschutz, vor allem für Kinder geeignet. Kinderspielzeug kann auch ein Verursacher für ein Lärmtrauma sein. Eltern können am Verhalten der Kinder erkennen, ob diese Gehörschädigungen erlitten haben. Im schlimmsten Fall muss ein Hörgerät her.

Zu viel Lärm kann krank machen - Flughäfen und Straßenverkehr sind Hauptursachen

Dass Lärm eine Belastung für den menschlichen Körper darstellt, ist bekannt und jeder hat dies schon einmal gespürt. Werden wir jedoch einer dauerhaften Lärmbelastung ausgesetzt, so kann dies auch richtig krank machen. Als erstes wird das Gehör durch eine dauerhafte und zu hohe Lärmbelastung geschädigt. Die meisten Deutschen fühlen sich durch Straßenverkehrslärm belästigt.

Diese Belastung nimmt aufgrund des gestiegenen Verkehrsaufkommens auch immer mehr zu. Lärmschutzmaßnahmen wie zum Beispiel entsprechende schallisolierte Fenster werden erst bei einem gewissen Lärmpegel bezuschusst. Genauere Auskunft über die jeweils bei Tag und bei Nacht geltenden Werte liefert das Imissionsschutzgesetz. Auch Fluglärm bei Tag und besonders in der Nacht stellt für viele Menschen eine große Belastung dar.

Erstattungen für Lärmschutzmaßnahmen bekommen Anwohner eines Fluggebietes dann, wenn die Lärmbelastung bei über 65 Dezibel liegt. Aus diesem Grunde gilt auch an den meisten Flughäfen ein Flugverbot zwischen 22 und 6 Uhr oder zumindest eine verminderte Start- und Landeerlaubnis.

Grundinformationen und Hinweise zu Ohrenschützern

  • Ohrenschützer - Funktion, Einsatzgebiete und Anforderungen

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