Empfindlich oder verfärbt - Zahnpastasorten für spezielle Bedürfnisse

Für die tägliche Zahnreinigung darf eine Zahnpasta nicht fehlen. Dieser erhöht die Reinigungswirkung und sorgt für frischen Atem und starke Zähne. Welche Zahnpasta für wen geeignet ist, lässt sich einfach feststellen. Zu beachten sind neben den Inhaltsstoffen auch der Zustand der Zähne und des Zahnfleisches.

Für Kinder und Erwachsene gibt es zahlreiche verschiedene Zahnpastasorten, die individuelle Einsatzgebiete abdecken

Wichtige Bestandteile von Zahnpasta

Aufschluss über die Bestandteile der Zahncreme gibt die Inhaltsangabe auf der Tube oder Verpackung. Eine gute Zahnpasta sollte mindestens folgende Bestandteile enthalten:

  • Fluoride sorgen für eine Stärkung des Zahnschmelzes. Durch Fluorid können Bakterien weniger durch den Zahnschmelz dringen und Karies verursachen.

    In einer Zahncreme für Erwachsene sollte etwa 1000 bis 1500 ppm Fluorid enthalten sein. Besonders Amin- und Natriumfluoride sind empfehlenswert.

  • Ein optimales Entfernen von Belägen wird durch Putzkörper erreicht. Der Abrieb wird durch das Kürzel RDA auf der Tube angegeben. Dieser Wert sollte bei einer herkömmlichen Zahnpasta zwischen 40 und 70 liegen.

  • Sogenannte Tenside verbessern die Reinigungswirkung der Zahncreme, da auch schlecht erreichbare Stellen im Mund gesäubert werden. Am häufigsten ist das sogenannte Natriumlaurylsulfat zu finden.

Empfindliche Zähne

Wer unter empfindlichen Zähnen leidet, dem ist es meist unmöglich eine herkömmliche Zahncreme zu verwenden. Die Putzkörper können die Zähne angreifen und Schmerzen verursachen. Für empfindliche Zähne gibt es spezielle Zahncremes. Wirkstoffe wie Kaliumverbindungen oder Hydroxylapatit lindern bei regelmäßiger Anwendung die Beschwerden und können gegebenenfalls die offenliegenden Nervenkanäle wieder verschließen.

Bei der Auswahl der Zahnpasta sollte darauf geachtet werden, dass der RDA-Wert maximal zwischen 20 und 40 liegt.

Symptome für empfindliche Zähne

Empfindliche Zähne entstehen meist durch Vernachlässigen der Mundhygiene. Zahnstein, Plaque und Karies entstehen. Auch eine falsche Putztechnik mit einer zu harten Zahnbürste kann eine Ursache für empfindliche Zähne sein.

Durch den freiliegenden Zahnhals mit einer dünneren Schmelzschicht werden Hitze oder Kälte direkt an den Zahnnerv weitergeleitet und bereiten die typischen Schmerzen empfindlicher Zähne. Dadurch entsteht ein unangenehmer, ziehender Zahnschmerz.

Zahnpasta für empfindliche Zähne

Bei der Auswahl einer Zahncreme für empfindliche Zähne sollte darauf geachtet werden, dass diese keine aggressiven Putzkörper oder aufhellende Wirkstoffe enthält.

Es gibt verschiedene Produkte, welche bei empfindlichen Zähnen helfen können. Zahnpasten für empfindliche Zähne enthalten Wirkstoffe, die sensible Zahnhälse bei regelmäßiger Anwendung unempfindlicher machen können. Die Inhaltsstoffe Kaliumnitrat oder Strontiumchlorid verringern die Übermittlung von Reizen an den Zahnnerv und lindern so den Schmerz.

Die enthaltenen Fluorsalze härten den Zahnschmelz und machen diesen wieder widerstandsfähiger. Teils können die freiliegenden Kanälchen an den Zahnhälsen durch die Verwendung von Zahnpasta für empfindliche Zähne sogar langsam wieder verschlossen werden.

Zusätzlich zur Zahnpasta für empfindliche Zähne sollte auf eine Zahnbürste mit weichem Härtegrad zurückgegriffen und das Zahnfleisch nach dem Putzen mit dem Finger leicht massiert werden.

Auch ergänzende Mundspülungen sind zur Zahnpasta erhältlich und durchaus empfehlenswert.

Fluorid-Lack und Kunststoff

Ein Besuch beim Zahnarzt sollte bei empfindlichen Zähnen auf jeden Fall stattfinden. Durch eine spezielle Behandlung der Zahnhälse mit einem Fluorid-Lack oder Kunststoff können die Folgen empfindlicher Zähne dauerhaft behandelt werden.

Diese neue Isolierschicht schützt den Zahnnerv vor Reizüberflutung durch zu heiße oder zu kalte Speisen und Getränke.

Zähne mit Verfärbungen

Durch Nikotin, Kaffee oder Tee können Zahnverfärbungen auftreten. Um diese äußeren Verfärbungen wieder zu entfernen gibt es Zahncreme, welche die Zähne wieder aufhellen soll.

Der RDA-Wert der Weißmacher-Zahnpasten ist höher, als bei herkömmlicher Zahncreme und liegt bei etwa 100. Um den Zahnschmelz durch den hohen Abrieb nicht zu schädigen, sollte die Zahncreme gegen Verfärbungen nicht ständig angewendet werden. Manche Weißmacher-Zahnpasten enthalten zusätzlich chemische Aufheller.

So entstehen Zahnverfärbungen

Zahnverfärbungen entstehen nicht nur durch mangelnde Mundhygiene. Zuallererst stehen die Zusammensetzung und die Struktur des Zahnes im Vordergrund. Zahnschmelz, Zahnmark und Zahnbein beeinflussen die Farbe des Zahnes von weiß bis gelblich.

Die sogenannten inneren Zahnverfärbungen treten meist durch den Alterungsprozess auf. Die Struktur des Gewebes verändert sich und lässt die Zähne verfärbt erscheinen. Diese interne Verfärbung kann kaum beeinflusst werden.

Viele Menschen leiden unter äußeren Zahnverfärbungen. Diese entstehen durch Ablagerungen von Nahrungsbestandteilen auf der Zahnoberfläche. Besonders Kaffee, Nikotin und Tee verfärben die Zähne dauerhaft. Äußere Zahnverfärbungen lassen sich allerdings durch Putzen der Zähne mit speziellen Zahncremes wieder entfernen.

Zahncreme gegen Verfärbungen

Die Putzkörper der Zahnpasta reiben den Zahnschmelz stark ab. Es sollte also abwechselnd eine normale Zahnpasta verwendet werden um den Zahnschmelz nicht zu schwächen und für Kariesbakterien angreifbar zu machen.

Zahncremes wirken allgemein durch die chemischen Substanzen Verfärbungen durch das Härten und Stärken des Zahnschmelzes entgegen. Der Inhaltsstoff Fluorid sorgt dafür, dass dich Verfärbungen nur schwer bilden können. Jede Zahncreme verfügt über einen gewissen Anteil von Putzkörpern, auch Abrasivität genannt, um den Zahnbelag optimal zu entfernen. Bei Zahncremes gegen Verfärbungen ist dieser Anteil höher.

Durch die Reibung der Putzkörper beim Zähneputzen wird etwas vom Zahnschmelz abgetragen und somit oberflächliche Verfärbungen langsam entfernt. Zusätzlich enthalten viele Zahnpasten gegen Verfärbungen auch Bleichmittel, um diesen Prozess zu beschleunigen. Diese Weißmacher können zum einen chemischer Natur sein oder aus dem natürlichen Natriumbikarbonat bestehen.

Der Wirkstoff Xylitol sorgt für einen angebrachten pH-Wert im Mund und trägt so zur Beseitigung von Verfärbungen bei.

Beim Kauf einer Zahnpasta gegen Verfärbungen sollte darauf geachtet werden, dass die Abrasivität, das heißt die Rauheit der Paste, zwischen 40 und 70 liegt. Dieser Wert muss auf jeder Verpackung vermerkt sein. Um die Zähne nicht zu schädigen, sollte eine Weißmacher-Zahnpasta nur bei gesunden Zähnen und Zahnfleisch angewandt werden.

Andere Möglichkeiten gegen Verfärbungen

Wer seine Zähne professionell von Verfärbungen befreien möchte, kann auf das sogenannte Bleaching zurückgreifen. Die Zähne werden vom Zahnarzt oder auch zu Hause mit Chemikalien behandelt, welche die Zähne wieder aufhellen und Verfärbungen entfernen. Dies ist besonders bei inneren Verfärbungen eine angewandte Methode.

Alternativ zur Weißmacher-Zahnpasta hilft meist auch schon eine professionelle Zahnreinigung um einen Großteil der Verfärbungen wieder los zu werden.

Zahnpasta für Kinder

Kinderzähne brauchen besondere Pflege, welche durch spezielle Kinderzahnpasta erreicht werden kann. Die tägliche Zahnpflege ist für viele Kinder ein Graus. Der Geschmack von Minze oder Menthol ist für Kinder äußert unangenehm. Dem kann mit speziellen Zusätzen in der Zahnpaste entgegen gewirkt werden.

Zahncreme für kindliche Bedürfnisse

Beachtet werden muss ein kindgerechter Fluoridanteil. Fluoride schützen die Zähne vor Kariesbefall und sollten in jeder guten Zahncreme vorhanden sein. In Kinderzahncremes ist die Konzentration jedoch weit geringer als bei Zahnpflegemitteln für Erwachsene.

Der Fluoridgehalt einer guten Kinderzahncreme sollte nicht über 500 ppm liegen. Trotz des geringen Fluoridgehalts sollte die Zahncreme sparsam verwendet werden. Eine etwa erbsengroße Portion ist für die Zahnpflege ausreichend.

Kinderzahncremes werden häufig in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten. Frucht- oder Bonbongeschmack ist hier sehr beliebt. Es muss allerdings beachtet werden, dass zu süße Zahnpasten das Kind zum Herunterschlucken verleiten oder es sogar davon nascht.

Dies kann schädlich für Magen und Darm sein. Die Kinderzahnpasta sollte daher milder sein als eine Zahncreme für Erwachsene und nur wenig süß schmecken.

Ab wann auf normale Zahncreme umsteigen?

Ab dem 7. Lebensjahr kann für die Zahnpflege von Kindern auch eine Zahncreme für Erwachsene verwendet werden. Das Kind kann ab diesem Alter die Zähne bewusster putzen und verschluckt nicht mehr so viel von der Zahncreme.

Es sollte beachtet werden, dass sich das Kind an die neue Zahncreme gewöhnen muss und zu Beginn eine eher milde Variante gewählt wird.

Da das Kind den Sinn des Zähneputzens besser versteht, kann auch eine Zahncreme mit fruchtigem Geschmack gewählt werden. Die Schärfe und der Fluoridgehalt können dann mit der Zeit bis auf 1500 ppm gesteigert werden.

Konsistenz und Geschmackssorten

Die Wahl der richtigen Zahnpasta hängt auch bei Erwachsenen vom eigenen Befinden ab. Erhältlich sind Zahncremes in verschiedenen Zusammensetzungen, welche auch Einfluss auf die Konsistenz haben. Am häufigsten ist die Paste doch auch Gels oder Schaum sind häufig im Angebot.

Bei der Vielzahl an verschiedenen Geschmacksrichtungen ist für jeden Geschmack etwas dabei. Von Minze, über Fruchtgeschmack bis hin zu einer neutralen Paste hat man die freie Auswahl.

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