14. Juni 2008
(dgk) Noch schnell einen Biss ins Brötchen, einen Schluck Kaffee und dann schleunigst ins Büro. Hektik und Termindruck stehen im Berufsleben heutzutage auf der Tagesordnung und bestimmen zunehmend unser tägliches Leben. Da kommt häufig nicht nur das Frühstück zu kurz, auch die Zahnpflege bleibt oft auf der Strecke. Und das kann nachhaltige Folgen haben.
Eine regelmäßige und effektive Zahnpflege – zweimal täglich mindestens zwei bis drei Minuten lang – senkt das Risiko von Zahn- und Munderkrankungen deutlich. Zwar hat sich die Mundgesundheit der Bevölkerung in Deutschland dank erfolgreicher Karies-Prävention generell verbessert. Dennoch ist Karies immer noch weit verbreitet, und eine andere schwerwiegende Erkrankung, die Parodontitis, nimmt zu. Etwa 70 Prozent der 35- bis 50-Jährigen und über 80 Prozent der Senioren leiden in Deutschland an einer Entzündung des Zahnhalteapparates an mindestens einem Zahn. Nach dem 45. Lebensjahr ist die Erkrankung die häufigste Ursache für Zahnverlust. Außerdem birgt die Erkrankung zum Teil gravierende Risiken für die Allgemeingesundheit. Sie gilt als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Atemwegserkrankungen und kann zu Komplikationen in der Schwangerschaft führen.
"Auslöser von Karies und Parodontitis sind bakterielle Zahnbeläge. Diese müssen auf allen Flächen der Zähne regelmäßig und gründlich entfernt werden, vor allem in den Zahnzwischenräumen und am Zahnfleischrand", erklärt Professor Joachim Klimek, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde und Präventive Zahnheilkunde der Universität Gießen.
Wichtig beim Zähneputzen ist die Einhaltung einer bestimmten Reihenfolge, beispielsweise zuerst die Kauflächen, dann die Außen- und zum Schluss die Innenflächen (KAI-Schema), damit auch wirklich jeder Zahn gereinigt wird. Außerdem sollten einmal am Tag die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten gesäubert werden. Alle drei bis vier Monate ist überdies das Auswechseln der Zahnbürste oder des Bürstenkopfes elektrischer Zahnbürsten ratsam, denn abgenutzte Borsten reinigen weniger effizient als neue.
Als Alternative zu Handzahnbürsten werden seit einigen Jahren elektrische Zahnbürsten zunehmend beliebter. Sie führen die richtigen Putzbewegungen am Zahn automatisch aus und erleichtern so die Zahnpflege. Studien haben gezeigt, dass die meisten modernen elektrischen Zahnbürsten mit oszillierend-rotierenden Bewegungen der Bürsten insbesondere an Problemstellen bessere Putzergebnisse erzielen als herkömmliche Handzahnbürsten. Außerdem verfügen einige Modelle über Funktionen, die helfen, die empfohlene Putzzeit einzuhalten sowie Schäden an Zähnen und Zahnfleisch etwa durch zu starken Putzdruck zu vermeiden. In der Zeitkontrolle liegt ein wesentlicher Vorteil der modernen elektrischen Mundpflege, denn diese fördert häufig die Motivation zum ausreichend langen Zähneputzen – besonders hilfreich für Menschen mit engem Zeitplan. "Ausreichend Zeit für tägliche Zahnpflege zu investieren, lohnt sich und trägt wesentlich dazu bei, nicht nur Zahn- und Munderkrankungen, sondern auch Allgemeinerkrankungen vorzubeugen", sagt Klimek. Und nicht zuletzt ist ein strahlendes, makelloses Lachen ein entscheidender Erfolgsfaktor im beruflichen wie auch im sozialen Leben.
Im Terminkalender sollten außerdem die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt vermerkt sein, am besten zweimal im Jahr. In Kombination mit einer sorgfältigen Zahn- und Mundhygiene zu Hause bilden sie die Basis für gesunde Zähne und Zahnfleisch. Eine individuelle Prophylaxe-Beratung geben der Zahnarzt und sein Team.
Weitere Informationen auf www.rundum-zahngesund.de
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