Stringbody und Leotard: Arten und Abwandlungen von Bodys

Nahaufnahme zwei Füße in Ballettschuhen auf den Spitzen

Den Body gibt es in speziellen Varianten und Abwandlungen, wobei sie sich in der Tatsache gleichen, dass sie ein Einteiler sind

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  • von Paradisi-Redaktion

Bodys werden als Unterwäschestück sowohl von Damen und Herren als auch von Kindern getragen. Generell sind im Handel verschiedene Arten von Bodys erhältlich, die sich vor allem hinsichtlich des Schnitts und der Passform unterscheiden. Was für ein Kleidungsstück ein Stringbody ist, das wissen wohl die meisten. Mit dem Leotard hingegen sieht das ein kleines bisschen anders aus, obwohl wir auch den alle schon einmal gesehen haben.

Die Vielseitigkeit des Bodys

Der Body ist als Kleidungsstück für Damen, Herren und Kinder bereits seit Jahrzehnten nicht mehr aus dem Unterwäscheangebot weg zu denken. Insbesondere in den 80er Jahren war der Body, der vollständig eigentlich Bodysuit, zu Deutsch Körperanzug, heißt, stark im Kommen. Dieser Trend hat zwar in den letzten Jahren abgenommen, aber dennoch wird dieses sehr praktische Unterwäschestück auch heute noch von vielen gerne getragen.

Den Body gibt es generell in verschiedenen Varianten, wobei sich alle in der Tatsache gleichen, dass sie ein Einteiler sind. Unterschiede sind vor allem in Hinblick auf den Schnitt zu erkennen. Die am weitesten verbreiteten und beliebtesten Modelle sind ähnlich wie ein herkömmlicher Badeanzug geschnitten und haben daher

  1. einen Rundhalsausschnitt,
  2. breitere Schulterträger sowie
  3. kein Bein.

Neben den einem Badeanzug ähnelnden Bodys gibt es jedoch auch zahlreiche andere Arten. Dazu zählen unter anderem die Modelle, die zusätzlich Teile des Beins bedecken und entweder über oder unter dem Knie enden können.

  • Diesbezüglich gibt es verschiedene Längen, die je nach Geschmack den gesamten Oberschenkel bedecken oder eine teilweise Sicht auf eben diesen gewähren.

  • Ebenso kann man sich jedoch auch für einen Body entscheiden, der unten die Form eines Strings annimmt oder sich am Hosenteil mit Hilfe von Druckknöpfen öffnen lässt.

  • Zudem ist auch der obere Abschluss in Form eines Rundhalsausschnitts mit Schulterträgern nicht zwingend, denn erhältlich sind auch Body-Arten, die mit kurzen, halblangen oder gar langen Ärmeln versehen sind, sowie hochgeschlossene oder mit einem V-Ausschnitt designte Varianten.

Der Stringbody

Der Stringbody ist, im Vergleich zu anderen Modellen, meist sehr sexy gearbeitet. Doch auch ihn gibt es in ganz unterschiedlichen Varianten, sodass er recht vielseitig kombiniert werden kann.

Besondere Merkmale des Stringbodys

Der Stringbody unterscheidet sich im Wesentlichen nur durch ein Merkmal von herkömmlichen Bodys. Auch beim Stringbody handelt es sich um eine Kombination aus BH und Slip, die miteinander verbunden sind.

Normalerweise ist der Po bei einem Body (wie bei einem herkömmlichen Slip) bedeckt. Bei einem Stringbody ist das hingegen nicht der Fall. Bei ihm bleiben die Pobacken unbedeckt. Aus diesem Grund findet man den Stringbody zumeist auch im Bereich der Reizwäsche.

Doch so reizend dieser besondere Body auch sein kann, der Stringbody kann durchaus auch stilvoll und elegant sein.

Arten von Stringbodys

Die durch den Stringbody nur spärlich bedeckte Kehrseite macht es den Wäscheherstellern natürlich einfach, aus diesen Bodys ganz besonders erotische Dessous zu machen. Und so wird bei einem Stringbody nicht nur im Bereich der Pobacken auf lästigen Stoff verzichtet, auch beim Rest geizen die Designer oftmals mit dem Stoff.

Erotisch

So kann der "Body" also der Part, der String und BH verbindet, zum Beispiel aus einem feinen, durchsichtigen Netzstoff sein. Die formgebende Funktion, die andere Bodys in diesem Bereich häufig haben, geht damit allerdings verloren.

Einige Modelle sind auch vollständig aus edler Spitze gearbeitet. Doch es geht durchaus noch freizügiger. Denn wenn schon im Bereich des Höschens nur mit "Strings", also Schnüren, gearbeitet wird, dann kann dieses Konzept auch gut für den gesamten Body verwendet werden. Und so verbinden bei einigen Modellen lediglich kunstvoll geschlungene Schnüre den String oder Tanga mit dem BH.

Das Anziehen solcher Stringbodys ist freilich ein wenig beschwerlich und erfordert sicherlich ein wenig Übung, dafür wirken die Bodys angezogen unheimlich sexy.

Figurformend

Neben den besonders erotischen Modellen ist der Stringbody natürlich auch in klassischeren und alltagstauglicheren Varianten erhältlich. So gibt es den Body unter anderem auch mit figurformenden Eigenschaften. Diese beschränken sich bei den Stringbodys aus bekannten Gründen natürlich auf den Bauch und den Busen.

Bekleidung

Bei den bereits genannten Modellen des Stringbodys handelt es sich um Unterwäsche. Doch es gibt den Stringbody auch in Varianten, die als Oberteil, zum Beispiel unter einem Blazer oder einfach zu einer Jeans, getragen werden können. Diese Bodys sind im Oberteil meist sehr schlicht gehalten.

Sie sind als Tank-Body (mit Trägern), mit halbem und langem Arm erhältlich.

Wie werden Stringbodys getragen?

Wenn es sich bei einem Stringbody um Unterwäsche handelt, dann ist es natürlich ratsam, diesen auch nur unter der normalen Kleidung zu tragen. Die besonders erotischen Modelle, an denen kaum Stoff zu finden ist, werden normalerweise selten außerhalb des Schlafzimmers getragen und werden meist nur zur Verführung des Partners angezogen.

Alle anderen Bodys können wie ganz normale Unterwäsche unter der Kleidung getragen werden. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der Body nicht mit aufwändigen Stickereien oder einem üppigen Perlen- oder Paillettenbesatz ausgestattet ist. Denn diese Verzierungen können sich unter enger Kleidung unschön abzeichnen.

Was sich bei einem Stringbody allerdings niemals unter der Kleidung abzeichnet sind lästige "Panty Lines". Das sind die hässlichen Wäscheabdrücke, die sich zum Beispiel unter engen Hosen oder Röcke abzeichnen.

Aus diesem Grund sind vor allem figurformende Stringbodys sehr gut als Unterwäsche unter figurnaher Kleidung geeignet. So kann der eigentlich sehr erotische Stringbody sogar unter Business-Outfits, wie Hosenanzügen oder Kostümen getragen werden.

Wenn der obere Bereich relativ schlicht gearbeitet wurde, dann kann sogar auf das Tragen einer Bluse unter dem Blazer verzichtet werden, ohne dass das Outfit unseriös wirkt.

Der Leotard

Was für ein Kleidungsstück ein Body ist, das wissen wohl die meisten. Selbst Männer können mit dem Body durchaus etwas anfangen. Mit dem Leotard hingegen sieht das ein kleines bisschen anders aus, obwohl wir auch den alle schon einmal gesehen haben.

Gestatten: Léotard, Jules Léotard

Jules Léotard war ein Franzose, der zwischen den Jahren 1838 und 1870 gelebt hat. Dieser recht jung verstorbene Mann verdingte sich als Artist und Akrobat. Zu seinen Vorführungen trug er stets einen hautengen Einteiler, der einem Badeanzug der damaligen Zeit sehr ähnlich war.

Getragen wurden diese engen Sporttrikots in der Zeit des späten 19. Jahrhunderts und im frühen 20. Jahrhundert vor allem von Artisten oder Künstlern während ihrer Darbietungen auf der Bühne.

Allerdings wurden die Trikots zu Lebzeiten von Jules Léotard in Frankreich noch "Maillot" genannt, was so viel wie "Trikot" bedeutet. Erst viele Jahre nach dem Tod des Artisten benannte man das enge Sporttrikot nach dem Franzosen, der den Einteiler einst berühmt gemacht hatte. Erstmalig nachweislich erwähnt wurde der Leotard in England im Jahr 1886.

Besonderheiten des Leotards

Der Leotard und der Body sind sich sehr ähnlich. Dennoch gibt es einen großen Unterschied. Denn während Bodys in der Regel wie ein Pullover über den Kopf hinweg angezogen werden, und mit Druckknöpfen im Schritt verschlossen werden, steigt man in den Leotard von oben hinein.

Damit man den (meist) elastischen Dress auf diese Weise anziehen kann, verfügt der Leotard über eine weite Öffnung im oberen Bereich. Meist sind Leotards deswegen am Rücken auch sehr tief ausgeschnitten.

Abgesehen von diesen klassischen Modellen, gibt es auch Varianten, die hochgeschlossen sind. Bei diesen Modellen befindet sich dann entweder eine kurze Knopfleiste oder ein Reißverschluss zum Öffnen im Nackenbereich.

Den Leotard gibt es in verschiedenen Ausführungen. So gibt es ihn mit langen und kurzen Ärmeln. Er ist aber auch (ähnlich wie ein Badeanzug) ohne Ärmel erhältlich.

Hier wird der Leotard getragen

Der Leotard ist auch heute noch anzutreffen. Zwar ist er nach der abgeflauten Aerobic-Welle der 80er Jahre kaum noch in den Fitness-Clubs anzutreffen, dennoch wird er auch heute noch im Sport getragen.

Vor allem Kunstturner, Tänzer und Eiskunstläufer tragen den Leotard. Je nach Sportart, wird der Dress auf unterschiedliche Weise getragen. Von den Turnerinnen wird er meist "pur" getragen.

Das heißt, dass weder Unterwäsche noch Strumpfhosen darunter getragen werden. Bei den Kunstturnern kann es sich bei Wettkämpfen sogar negativ auf die Bewertung auswirken, wenn sich Unterwäsche unter dem Sportdress abzeichnet.

Damit sich aber auch nichts anderes darunter abzeichnen kann, sind die Leotards im Schritt und im Bereich des Busens verstärkt.

  • Bei den Tänzerinnen, vor allem den klassischen Balletttänzerinnen, wird meist eine Strumpfhose unter dem Leotard getragen. Auch ein leichtes Röckchen wird häufig darüber getragen.

  • Ähnlich ist das bei den Eiskunstläuferinnen. Auch sie tragen unter ihrem Leotard eine Strumpfhose. Außerdem ist eigentlich immer ein Rock fest mit dem Dress verbunden. Der Leotard wird so zu einem kunstvollen Kostüm, das einen großen Teil der Show ausmacht.

  • Das gleiche gilt bei den Gymnastinnen. Auch bei ihnen ist der Leotard Teil ihrer kunstvollen Darbietungen. Damit sie sich von allen anderen Gymnastinnen nicht nur durch ihre Leistung unterscheiden, gibt es die Leotards in vielen modischen Farben und Designs. Selbst kleine Raffinessen, wie ein geteilter Träger oder Netzeinsätze, sind erlaubt.

Grundinformationen und Tipps rund um Bodys

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: scarpette rosa © pullo - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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