5. März 2010
Um intime Zonen zu schmücken oder zu sexueller Stimulanz beizutragen, kann ein Intimpiercing durchgeführt werden. Dafür kommen verschiedene Varianten in Frage.
Bei Intimpiercings unterscheidet man zwischen verschiedenen Varianten. Bei Frauen werden vor allem das Christina-Piercing, das Schamlippenpiercing sowie das Klitorisvorhautpiercing durchgeführt. Das Christina-Piercing ist ein Oberflächenpiercing und wird auf dem rasierten Venushügel angebracht. Beim Schamlippenpiercing unterscheidet man zwischen einem Piercing der äußeren Schamlippen und der inneren Schamlippen. Die äußeren Schamlippen benötigen dabei mehr Zeit für den Heilungsprozess. Bei einem Klitorisvorhautpiercing wird die Klitorisvorhaut entweder vertikal oder horizontal durchstochen. Als sehr schmerzhaft und riskant gilt das Klitorispiercing, bei dem ein Schmuckstück entweder vertikal oder horizontal durch die Klitoris gestochen wird. Eine weitere Variante ist das so genannte Prinzessin-Albertina-Piercing. Dabei verläuft das Piercing von der Harnröhrenöffnung bis zur Vaginalöffnung.
Zu den beliebtesten Intimpiercings bei Männern gehört das Prinz-Albert-Piercing, das von der Harnröhre zur unteren Peniswand verläuft. Bei dem so genannten Ampallang, einer weiteren beliebten Methode, wird das Schmuckstück quer durch die Eichel gestochen und verläuft horizontal. Eine andere Variante ist das Apadravya, das vertikal durch die Eichel des Penis gestochen wird. Beide Varianten können auch miteinander kombiniert werden, was man Magic Cross nennt. Als unkompliziertes Intimpiercing gilt das Fernulumpiercing, das durch das Vorhautbändchen verläuft. Vor allem das Weiten des Piercings lässt sich dabei problemlos durchführen. Als Scrotal oder Hafada bezeichnet man Piercings am vorderen Bereich des Hodensacks. Heilung und Pflege dieser Varianten gelten als unkompliziert.
Die Dauer der Heilung nach einem Intimpiercing ist sehr unterschiedlich. Im Durchschnitt liegt sie bei ein bis sechs Monaten. Bei einem Kontakt mit Eigenurin heilt die durchstochene Stelle schneller ab, da der Urin desinfizierende Stoffe enthält. Wichtig ist vor allem ein hohes Maß an Hygiene, damit es nicht zu einer schmerzhaften Entzündung kommt. In diesem Fall muss das Intimpiercing wieder entfernt werden.
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