Ungleiche Brüste - Möglichkeiten der Brustsymmetrisierung und Brustrekonstruktion

Fotos von Frauen mit kleinen Brüsten

Nach einer Amputation oder bei asymmetrischen Brüsten werden verschiedene Verfahren für ein wohlproportioniertes Gesamtbild eingesetzt

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Bei einer Brustsymmetrisierung handelt es sich um ein operatives Verfahren zur Angleichung von ungleichen Brüsten. Medizinisch ist dieser Eingriff meist nicht notwendig. Eine Brustrekonstruktion wird in der Regel nach einer Brustamputation aufgrund von Brustkrebs durchgeführt. In beiden Fällen gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Brust wieder aufzubauen und für ein symmetrisches Gesamtbild zu sorgen.

Ungleichgroße Brüste

Zahlreiche Frauen leiden unter dem Problem, dass ihre Brüste nicht die gleiche Größe haben. In diesem Fall spricht man von einer Brustasymmetrie. Bei manchen Betroffenen ist die Ungleichheit so stark ausgeprägt, dass sie sich selbst durch Kleidung nur schwer verbergen lässt. Mithilfe einer operativen Brustsymmetrisierung lassen sich asymmetrische Brüste jedoch wieder angleichen.

Ursachen einer Brustasymmetrie

Eine Brustasymmetrie kann bereits angeboren sein, aber auch im Laufe des Lebens entstehen. Zu den möglichen Gründen gehören:

Für die betroffenen Frauen stellt eine Brustasymmetrie meist eine erhebliche psychische Belastung dar. So fühlen sie sich dadurch nicht attraktiv genug, was sich wiederum negativ auf ihr Selbstwertgefühl auswirkt.

Darüber hinaus kommt es bei einer starken Brustasymmetrie zu Problemen bei der Wahl der Kleidung und der Unterwäsche.

Brustsymmetrisierung

Durch eine Brustsymmetrisierung ist es möglich, ungleiche Brüste anzugleichen und dadurch ein symmetrisches Erscheinungsbild zu erreichen. Medizinisch notwendig ist dieses operative Verfahren allerdings nicht, sodass eine Brustsymmetrisierung zu den kosmetischen Operationen gerechnet wird.

Eine Ausnahme besteht nur, wenn starke Rücken- oder Nackenschmerzen durch die Brustasymmetrie entstehen. In den meisten Fällen sind jedoch psychische Probleme ausschlaggebend für einen Eingriff.

Die Brustsymmetrisierung zählt zur plastischen Chirurgie und lässt sich auf verschiedene Weise durchführen. So kann eine größere Brust entweder verkleinert oder eine kleine Brust so vergrößert werden, dass sie das Volumen der anderen Brust erreicht.

Manchmal kombiniert man auch beide Verfahren miteinander. Darüber hinaus können Brustimplantate aus Silikon zum Einsatz kommen.

Durchführung einer Brustsymmetrisierung

Bevor eine operative Brustsymmetrisierung durchgeführt wird, sollte die Patientin sich von einem erfahrenen plastischen Chirurgen beraten lassen und mit diesem ihre Wünsche und Fragen besprechen. Im Vorfeld der Operation wird eine präzise Zeichnung der Brüste angefertigt, die dem Chirurgen als Orientierung dient.

Grundsätzlich legen die Chirurgen großen Wert darauf, dass die Brüste eine natürliche Form erhalten.

  • Zu Beginn des Eingriffs verabreicht man der Patientin eine Vollnarkose.
  • Bei sämtlichen Operationsmethoden wird auf narbensparende Techniken zurückgegriffen. Dabei nimmt der Chirurg Schnitte an der Brustwarze oder an der Hautumschlagfalte vor.
  • Im Anschluss an die Operation muss sich die Patientin zwei Wochen lang körperlich schonen. Außerdem trägt sie für etwa vier Wochen einen speziellen Sport-BH.
Brustsymmetrisierung mit Eigenfett

Eine Alternative zu einer operativen Brustangleichung stellt die Brustsymmetrisierung mit Eigenfett dar. Bei diesem Verfahren wird Eigenfett aus dem Körper in eine zu kleine Brust gespritzt, um diese zu vergrößern.

Die relativ neue Eigenfettmethode eignet sich besonders für Frauen, die sich einen volleren Busen wünschen, aber keine Silikon-Implantate wollen. Voraussetzung ist allerdings, dass an anderen Körperstellen ein Überschuss an Fett besteht.

Risiken und Nebenwirkungen

Wie bei jedem operativen Eingriff, besteht auch bei einer Brustsymmetrisierung die Gefahr, dass es zu Komplikationen oder Nebenwirkungen kommt. Dabei kann es sich um

Als Nebenwirkungen treten meist Schwellungen und Blutergüsse auf. Diese heilen jedoch nach einer gewissen Zeit wieder ab.

Mitunter ist auch eine Nachbehandlung aufgrund von starker Narbenbildung erforderlich.

Manchmal entsteht nach einer Brust-OP Krebs - neue Richtlinien sollen bessere Aufklärung schaffen

Nach Brust-OP sollen schärfere Richtlinien zur Überwachung des Auftretens von ALCL eingeführt werden

Brustoperation - Eingezeichnete Markierungen unter den Brüsten
Marks under breasts for cosmetic surgery © Benko Zsolt - www.fotolia.de

Wer sich die Brüste künstlich vergrößern lässt, geht durch die Operation einige Risiken ein. Darüber wird man in längeren Gesprächen vom behandelnden Arzt eingehend informiert. Viele sind jedoch nicht mit dem Phänomen des ALCL vertraut.

Die besondere Krebsform "ALCL"

ALCL steht für "anaplastisches grosszelliges Lymphom" und beschreibt eine seltene Art von Tumoren. Diese Krebsform steht in Verdacht, besonders häufig nach Brust-OPs aufzutreten. Bislang gibt es aber keine medizinische Richtlinie, die besagt, dass Patientinnen nach einer solchen OP besonders gründlich untersucht werden sollten.

Neue Richtlinien aus den USA sollen dies aber ändern. Um schnell erkennen zu können, ob ein ALCL vorliegt, soll die Betroffene regelmäßig auf Schwellungen hin abgetastet werden. Kleine Flüssigkeitsansammlungen nach dem Einsetzen von Brustimplantaten sind durchaus normal und müssen kein Anlass zur Sorge sein. Sie sollten allerdings im Auge behalten werden, damit der Facharzt erkennt, ab wann das Risiko auf ein Lymphom besteht.

Die neuen Richtlinien sollen sowohl den Patientinnen als auch den Ärzten vor Ort helfen, eine bessere Wahrnehmung für das Problem zu bekommen.

Die Brustrekonstruktion nach der Entfernung der Brust

Gesetzliche Krankenkassen zahlen keine Brustkorrekturen

Holzstempel mit Schriftzug "Krankenversicherung" wird benutzt
Krankenversicherung Stempel © bilderbox - www.fotolia.de

Gesetzliche Krankenkassen müssen auch dann nicht für chirurgische Brustkorrekturen aufkommen, wenn die Frauen unter ihren zu großen oder zu kleinen Brüsten leiden, berichtet das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau.

Das hat das Bundessozialgericht Kassel in mehreren Urteilen entschieden. (z.B. Aktenzeichen B 1KR9 / 04R)

Die Ursache für die operative Entfernung der Brust ist meist ein bösartiger Tumor in der Brust. Je nach Größe und Ausmaß dieses Tumors muss der operierende Arzt einen Teil oder sogar die gesamte Brust amputieren. Aus kosmetischen Gründen wird die Brust in diesem Fall rekonstruiert und somit eine neue Brust geformt.

Die Frau kann dann auch wieder eng anliegende Kleidungsstücke tragen, ohne dass Außenstehende etwas von der Brustamputation bemerken.

Bei einer Brustrekonstruktion wird die Brust entweder mit körpereigenem Gewebe wieder aufgebaut oder es wird ein Silikonimplantat eingesetzt. Eine Alternative zur Brustrekonstruktion ist das Tragen einer Prothese.

Musste der behandelnde Arzt einen bösartigen Tumor in der Brust seiner Patientin feststellen, so wird dieser operativ entfernt. Soweit dies möglich ist, operiert der Arzt brusterhaltend, das heißt es wird nur so viel von der Brust entfernt, wie unbedingt notwendig ist.

Sowohl nach einer brusterhaltenden Operation als auch nach einer kompletten Amputation ist eine Brustrekonstruktion in den meisten Fällen notwendig. Der Arzt muss bei der Rekonstruktion der operierten Brust darauf achten, dass sie optisch wieder wie die andere Brust aussieht.

In einigen Fällen wird auch ein Implantat in die gesunde Brust gesetzt, so dass sich beide Brüste ähnlicher sind.

Füllungsmaterialien und Ablauf der Rekonstruktion

Welche Füllung das Implantat erhält, ist unterschiedlich. Ein Implantat kann zum Beispiel mit Silikon und/oder Kochsalzlösung gefüllt sein. Der Arzt setzt vor dem Einsetzen des Implantates einen Schnitt, der meist im Bereich der Brustwarze nach unten verläuft. Teilweise geht der Schnitt auch bis zur Achselhöhle.

Das Implantat der Wahl wird hinter bzw. vor den Brustmuskel platziert, weshalb es von entscheidender Bedeutung ist, dass dieser erhalten werden konnte.

Teilweise müssen die Ärzte vor der eigentlichen Brustrekonstruktion einen so genannten Expander in die Brust einsetzen, um das Gewebe zu dehnen. Über einen Zeitraum von etlichen Wochen wird dieser Beutel immer mehr mit Flüssigkeit gefüllt, so dass sich das Brustgewebe langsam und schonend dehnen kann, bis das eigentliche Brustimplantat hineinpasst.

Nach etwa einem halben Jahr kann dann die eigentliche Operation erfolgen und der Arzt das Implantat auf den Brustmuskel setzen.

Meist muss der plastische Chirurg auch eine neue Brustwarze formen. Dazu wird meist körpereigenes Gewebe verwendet und in der Farbe der anderen Brustwarze in mehreren Sitzungen tätowiert.

Die Brustimplantate müssen in der Regel nach etwa zehn bis fünfzehn Jahren gewechselt werden.

Mit biodynamischer Brustanalyse vor OP Implantate testen

Krankenschwester in weißem Kittel hält zwei unterschiedliche Brustimplantate in den Händen
Silicone breast impalnts © branislavp - www.fotolia.de

Eine Brust-OP ist eine schmerzhafte Angelegenheit und nicht immer ganz risikolos. Da wäre es doch schön, vorher zu wissen, wie das fertige Ergebnis aussieht, beziehungsweise sich anfühlt, und ob man damit leben möchte. Britische Schönheitsspezialisten von der "Hospital Group" haben dies jetzt möglich gemacht. Sie erfanden eine spezielle Testweste, die Frauen anziehen, und dann ihre Traumbrüste in gewünschter Form und Größe in spezielle Taschen einlegen können.

"Damit ist es zum ersten Mal möglich, dass Frauen, sehen und fühlen können, wie es nach einer Operation aussehen wird", so Mario Russo, plastischer Chirurg bei der Hospital Group. Frauen, die sich noch unsicher sind, ob sie den Schritt wirklich wagen wollen, können so vollkommen risikolos und ohne Operation das Ergebnis nachvollziehen. Das Verfahren nennt sich "Biodynamische Brustanalyse" und wird mit den sogenannten Natrelle-Imitaten durchgeführt. Die Kandidatinnen können je nach Geschmack ein Leben mit Körbchengröße A-F testen.

Nach einer Brustoperation besser Brustimplantate

Es wurde jetzt eine Langzeitstudie durchgeführt, die eine Verträglichkeit von Brustimplantaten bei Frauen, denen die Brustdrüse wegen Krebs entfernt wurde, analysiert.

Es wurden dafür 4.000 Frauen unter 65 Jahren untersucht. Das überraschende Ergebnis war, dass 19,7 Prozent der Frauen ohne und nur 12,4 Prozent mit einem Implantat verstarben. Frauen mit einem Implantat sind meistens jünger und weißhäutig.

Vielleicht spielt auch ein sozioökonomischer Faktor, oder auch Selbstbewusstsein, eine bessere gesundheitliche Überwachung der Implantat-Trägerinnen und dadurch einen Stimulierung des Immunsystems eine Rolle.

Fehlerhafte Brustimplantate: Ärzte müssen nach dem Eingriff nicht haften

Chirurgin mit Schutzhandschuhen hält drei unterschiedlich große Brustimplantate in den Händen
Silicone breast impalnts © branislavp - www.fotolia.de

Die französische Firma PIP war 2010 in allen Medien gelandet, als bekannt wurde, dass sie minderwertige Implantate hergestellt hatte. Diese Kissen waren dann bei Frauen als Brustimplantate eingesetzt worden und in mehreren Fällen im Körper der Patientinnen defekt geworden. Aus Angst vor weiteren Notfällen hatten sich viele Betroffene die Implantate wieder entfernen lassen.

Nun stand die Frage im Raum, wer für den gesamten Schaden zu haften hat. Bereits 2007 hatte zwei Frauen geklagt, die ein ähnliches Schicksal gehabt hatten. Sie wollten Schadensersatz von der Klinik bekommen, die die Kissen bei ihnen eingesetzt hatte. Das Landgericht Karlsruhe hatte ihre Klagen auf Schadensersatz allerdings abgewiesen. Die damalige Begründung: Es habe keinen Anhaltspunkt dafür gegeben, dass der Hersteller wirklich Ware von minderwertiger Qualität verschickt hätte. Daher kann den Ärzten auch kein Vorwurf gemacht werden.

Die "Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen" (DGPRÄC) unterstützt diesen Urteil. Man könne den Ärzten keinen Vorwurf machen, solange sie nach besten Wissen die Operation durchführen. Es ist Pflicht des Herstellers, die Ware in einem ordentlichen Zustand zu den Ärzten zu schicken. Diese können nur für Fehler zur Verantwortung gezogen werden, die sie selbst beim Eingriff machen.

Sinnvoll, so der Präsident der DGPRÄC, sei es daher, endlich für mehr Transparenz bei Medizinprodukten zu sorgen. Es ist eindeutig ein Mangel, wenn sich Ärzte und Patienten blind darauf verlassen müssen, dass alle Medizinprodukte gut sind, die eine Zulassung bekommen haben. Auf der anderen Seite müsste man zudem die Regeln für genau diese Zulassung strenger gestalten, solange noch solche Fälle vorkommen.

Die Brustrekonstruktion mit körpereigenem Gewebe

Entscheidet sich die Patientin für eine Brustrekonstruktion mit körpereigenem Gewebe, so ist dieser Eingriff zu jedem Zeitpunkt möglich - entweder während der ersten Tumoroperation oder auch erst einige Monate später, wenn die Chemo- und/oder Strahlentherapie abgeschlossen ist.

Bei einem Brustaufbau mit eigenem Gewebe verwenden die Ärzte zum Beispiel die körpereigenen Muskeln oder das Fett, um eine natürlich Brust zu formen. Dieses Gewebe entfernen die Ärzte aus anderen Stellen des Körpers und modellieren daraus eine Brust bzw. den zuvor entfernten Teil der Brust.

Durchführung

Hat sich die Patientin zusammen mit ihrem Arzt für eine Brustrekonstruktion mit Eigenfett bzw. Eigengewebe entschieden, so wird dies oft bereits im Rahmen der Krebsoperation durchgeführt.

Dazu entnimmt der operierende Arzt Gewebe und Muskeln aus anderen Stellen des Körpers und formt daraus eine Brust, die der gesunden Brust in Größe und Form möglichst ähnlich sehen soll. Oft wird dazu ein Teil des Rückenmuskels verwendet.

Durch die Entnahme des Muskels entsteht zwar am Rücken eine Narbe, diese wird jedoch durch den BH verdeckt.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, einen Muskel aus dem Bauchbereich zusammen mit Bauchgewebe zu verwenden und daraus eine Brust zu formen.

Busen-OP keine außergewöhnliche Belastung - Schönheitsoperation nicht steuerlich absetzbar

Lediglich bei Beschwerden mit Krankheitswert ist eine Berücksichtigung der Behandlungskosten möglich

Frau hält ihre Brüste, die nach einer Brustoperation bandagiert sind
close up picture of big boobs in bandage after surgery © iordani - www.fotolia.de

Reine Schönheitsoperationen sind steuerlich nicht absetzbar. Dies hat jetzt das Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschieden (Az.: 5 K 1753/13). Der für die Behandlung aufgewendete Betrag zählt somit zu den steuerlich nicht abzugsfähigen Kosten der Lebenshaltung. Lediglich bei Beschwerden mit Krankheitswert ist eine Berücksichtigung der Behandlungskosten möglich.

Mutter möchte Operationskosten ihrer Tochter absetzen

Im konkreten Fall wollte eine Mutter Operationskosten in Höhe von 4600 Euro für eine Bruststraffung und Brustverkleinerung bei ihrer damals 20-jährigen Tochter als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer absetzen. Eine Frauenärztin hatte attestiert, dass bei der Tochter durch die deutliche Ungleichheit der Brüste psychische Probleme entstanden sein.

Die Krankenkasse hatte jedoch ein Gutachten des Medizinischen Dienstes (MDK) eingeholt, dass die Beeinträchtigungen keinen Krankheitswert besäßen, der eine Kostenübernahme zulasse. Das Finanzamt lehnte daher die steuerliche Absetzbarkeit der OP-Kosten ab. Gegen diese Entscheidung hatte die Frau geklagt.

Zuletzt formt der plastische Chirurg noch eine Brustwarze aus Körpergewebe, die anschließend farblich so tätowiert wird, dass sie ähnlich aussieht wie die Brustwarze der gesunden Brust.

Vor- und Nachteile

Viele Frauen empfinden es als angenehmer, wenn die Brust mit Eigengewebe aufgebaut wird. Dies hat auch den Vorteil, dass kein Risiko bezüglich einer Abstoßungsreaktion besteht, so wie dies bei einem Brustimplantat der Fall sein kann. Zudem müssen Implantate etwa alle zehn bis fünfzehn Jahre gewechselt oder korrigiert werden, was sich die Patientin mit einer Brustrekonstruktion aus Eigenfett ersparen kann.

Der Brustaufbau mit Eigengewebe kann in der Regel nicht die gleiche Form wie vor der Operation bewirken, so dass sich einige Patientinnen für eine Kombination aus dieser Methode und dem Einsetzen eines Implantates entscheiden.

Der Nachteil dieser Form der Brustrekonstruktion besteht darin, dass der Eingriff zum einen sehr aufwändig ist und zum anderen dadurch weitere Narben entstehen.

Die Brustrekonstruktion mit einem Silikonimplantat

Erfolgt die Brustrekonstruktion mit einem Silikonimplantat, so erfolgt dieses in vielen Fällen direkt während der ersten Tumoroperation, so dass die Patientin nach dem Ausleiten der Vollnarkose trotz Amputation wieder mit zwei Brüsten aufwachen kann.

Da oftmals auch die Brustwarze im Rahmen der Krebsoperation entfernt werden muss, rekonstruieren die Ärzte beim Brustaufbau auch eine neue Brustwarze. Dazu wird zum Beispiel ein Stück der gesunden Brustwarze verwendet und daraus eine Brustwarze für die amputierte Brust geformt.

Die Brustwarze kann auch auf die Haut tätowiert werden, so dass ein natürliches und symmetrisches Aussehen entsteht.

Brustkrebspatientinnen: Höhere Überlebenschancen nach brusterhaltender OP

Viele Frauen, bei denen Brustkrebs diagnostiziert wird, stehen vor der schweren Entscheidung Mastektomie oder brusterhaltende OP. Soweit medizinisch sinnvoll, raten Ärzte meistens zu einer brusterhaltenden OP in Kombination mit einer Strahlentherapie und einer medikamentösen Behandlung. Eine Mastektomie, bei der die Brust oder beide Brüste komplett entfernt werden müssen, wird heute immer seltener durchgeführt.

Damit entscheiden sich Mediziner und Patientinnen auch für die Behandlungsmethode mit den besseren Überlebenschancen, stellten amerikanische Forscher nun fest. Sie untersuchten insgesamt 112.154 Brustkrebsfälle in den USA über einen Zeitraum von 14 Jahren zwischen 1990 und 2004. Dabei stellten sie fest, dass die brusterhaltende OP bessere Überlebensraten aufwies.

Das Alter der Frau und die konkrete Brustkrebsform spielte dabei keine Rolle, denn in allen Bereichen wies diese Behandlungsmethode einen Überlebensvorteil auf. Besonders deutlich war er jedoch bei Frauen über 50 Jahren mit hormonsensitiven Tumoren. Bei ihnen reduzierte sich das Sterberisiko um ganze 14 Prozent.

Grundinformationen zu Brustoperationen

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: Photographs of breasts © microimages - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Young woman before plastic surgery. © Piotr Marcinski - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Examining breasts. © gstockstudio - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Young woman before breast surgery. © Piotr Marcinski - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Breast augmentation and abdominal cosmetic surgeries © Benko Zsolt - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema