Intimrasur - Rasierer, Nutzen und praktische Tipps

Intimrasur gehört heutzutage für viele Menschen zur Körperpflege einfach dazu. Sowohl Damen als auch Herren lieben es, lästige Haare zu entfernen und sich stylische "Frisuren" zu zaubern. Doch dafür benötigt man den richtigen Rasierer, ansonsten kann es schnell zu Hautreizungen und eingewachsenen Haaren kommen. Wer schon einmal Rasierbrand, oder eingewachsene Härchen im Intimbereich hatte, der weiß außerdem, warum es sich lohnt, bei der Rasur in dieser empfindlichen Region besonders viel Wert auf Hautschutz zu legen. Informieren Sie sich über die Entwicklung der Intimrasur und holen Sie sich praktische Tipps zur richtigen Durchführung.

Durchführung, Hautschutz, Haltbarkeit und die Geschichte der Intimrasur

Über die Gründe der Intimrasur

Schamhaare werden meist aus ästhetischen Gründen entfernt. Viele Menschen mögen eine behaarte Intimregion schlicht und einfach nicht und entfernen sich deshalb alle oder zumindest einen Teil der Schamhaare.

Dieser Trend erfreut sich bei Frauen als auch bei Männern gleichgroßer Beliebtheit. Man(n) fühlt sich attraktiver und auch der hygienische Aspekt spielt eine Rolle.

Was spricht für Schamhaare und gegen deren Rasur?

Doch tatsächlich lässt sich die Hygiene in diesem Zusammenhang nicht als überzeugendes Argument hervorbringen, im Gegenteil. Tatsächlich bieten Schamhaare einen Schutz dem Eindringen von Schmutz.

Außerdem sorgen sie dafür, dass Schweiß aufgesaugt wird und dass sich Pilze und Bakterien nicht vermehren können. Hinzu kommt die Tatsache, dass es durch das Rasieren zu Hautreizungen kommen kann, die sich wieder entzünden und außerdem beim Sex zur Übertragung von Viren führen können.

Auch sollte man die biologische Funktion der Schamhaare nicht außer Acht lassen. An den Schamhaaren setzen sich die Sexuallockstoffe fest, was für die Signalisierung der Paarungsbereitschaft steht.

Nicht selten kommt es beim Rasieren zu Irritationen. Diese sind nicht nur unschön anzusehen, sondern können auch ein unangenehmes Brennen verursachen.

Hinzu kommt die Tatsache, dass die Haare nach der Rasur einwachsen können. Schlimmstenfalls führt dies zu schmerzhaften Entzündungen.

Unterschiedliche Motive bei der Intimrasur mit Schablone

Sich den Intimbereich zu rasieren, bedeutet für viele Menschen auch, mit dem Trend zu gehen. So gibt es Jahr für Jahr angesagte Motive, die man sich in diesem Bereich rasiert.

Dabei kann man sich auch spezielle Schablonen zur Hilfe nehmen. Hier haben wir einige beliebte Varianten für Sie zusammengestellt.

Der richtige Rasierer zur Intimrasur

Heuten sollte man auf jeden Fall einen scharfen Rasierer verwenden, da es sonst zu Verletzungen kommen kann. Mit stumpfen Rasierern schneidet man sich wesentlich häufiger als mit scharfen Rasierern.

Nassrasur im Intimbereich

Am besten verwendet man einen Nassrasierer in Verbindung mit Rasierschaum oder Rasiergel. Diese Produkte weichen das Schamhaar bis zu einem gewissen Grad auf, sodass es anschließend besser wegrasiert werden kann.

Bei der Auswahl der Klinge lohnt es sich darauf zu achten, eine zu verwenden, bei der mehrere Klingen miteinander kombiniert sind. Dadurch erreicht man eine gründlichere Rasur, mit weniger Rasierzügen. Da bei der Rasur auch immer die oberste Hautschicht angegriffen wird, vermeidet man so unnötige Reizungen.

Rasierer speziell für den Intimbereich

Heutzutage gibt es in Drogerien auch schon spezielle Rasierer für die Intimregion. Hierbei handelt es sich um besonders schmale Modelle, die verschiedene "Frisuren" wie beispielsweise den Landing Strip zaubern können.

Wo herkömmliche Rasierer zu breit sind, um feine Muster zu machen, sind die speziellen Intim-Rasierer genau richtig. Für größere Flächen - wenn man beispielsweise das gesamte Schamhaar entfernen möchte - können aber handelsübliche Nassrasierer ebenso gut verwendet werden.

Hilfreiche Hinweise und Tipps zur Intimrasur

Bei der Intimrasur gilt es, einige Tipps zu beachten.

Rasieren für Anfänger: die erste Intimrasur

Beim Rasieren ist darauf zu achten, dass die Haut immer mit einer Hand straff gezogen wird, damit man sich nicht so leicht schneidet. Kleine Schnitte können sich nämlich schnell entzünden und schmerzen. Wer Rasierschaum oder Rasiergel verwendet, verringert die Gefahr von Verletzungen, da die Haut auf die nachfolgende Rasur vorbereitet und das Haar aufgeweicht wird.

Wer sich zum ersten Mal die Haare im Intimbereich rasiert, sollte sich nicht gleich dem gesamten Bereich widmen. Besser ist es, sich langsam heran zu tasten, auch, um zu sehen, ob es einem überhaupt gefällt. Und so kann man auch die Haut langsam an die Rasur gewöhnen.

Es ist zu empfehlen, die Rasur nach einem warmen Bad oder nach dem Duschen durchzuführen, da die Haare dann am weichesten sind. Wichtig ist eine gute Beleuchtung; hilfreich ist zudem ein Handspiegel.

Natürlich ist auch eine frische und scharfe Klinge notwendig. Als Anfänger sollte man die Haare in Wuchsrichtung rasieren. Hat man etwas Übung, kann man die gründlichere Variante der Rasur gegen die Wuchsrichtung ausprobieren.

Während der Rasierzüge sollte die Klinge regelmäßig von Haaren befreit werden; dies gelingt ganz leicht unter fließendem Wasser. Nach der Rasur muss die Klinge natürlich gründlich gesäubert werden.

Vor der Intimrasur

Wer seine Haare im Intimbereich kürzen oder ganz entfernen möchte, der sollte dabei so sanft und vorsichtig wie möglich vorgehen. Denn vor allem hier kommt es leicht zu unangenehmen Schnittverletzungen.

Wer sich das erste Mal im Intimbereich rasiert, sollte lange Schambehaarung eventuell mit einer Schere kürzen, um beim eigentlichen Rasieren gründlicher und schneller vorgehen zu können. Denn zu lange Haare lagern sich zwischen den Klingen des Rasierapparates ab und behindern so die Rasur.

Vor der Rasur des Intimbereichs Rasierschaum oder -gel auftragen

Damit der Rasierer gut auf der Haut gleitet, empfiehlt sich die Verwendung eines Rasierschaumes oder eines Rasiergels. Das Rasiergel bietet dem Anwender den Vorteil, dass es einen dichteren Schaum hat, dafür wird allerdings die Sicht ein wenig behindert.

Bei der Auswahl eines geeigneten Produktes sollte man unbedingt darauf achten, eines zu kaufen, das für sensible Haut konzipiert ist. Dadurch können Hautreizungen durch Inhaltsstoffe der Rasiermittel verhindert werden.

Besonders wichtig ist dies bei der Rasur des weiblichen Schoßes, denn hier passiert es leicht das etwas vom Rasierschaum auf die Schleimhäute der Scheide gerät. Vor allem herkömmliche Produkte können dann zu einem unangenehmen Brennen führen und sogar das Scheidenmilieu negativ beeinflussen.

Wie geht man bei der Intimrasur vor?

Bei Männern und Frauen gleichermaßen gilt, dass der Rasierer immer mit der Haarwuchsrichtung bewegt wird.

Zwar verschafft das Rasieren gegen den Strich, kurzfristig ein sehr glattes Ergebnis, dafür kann es aber unangenehme Folgen haben. Denn die Haare werden ein Stück unterhalb der Haut abgeschnitten, was dazu führen kann das sie einwachsen. Durch eingewachsene Haare können sich Entzündungen und Pickel bilden.

Die Intimrasur wird am besten in der Dusche oder Badewanne durchgeführt. So lassen sich die Haare leicht entfernen und man kann die Intimzone nach der Rasur kurz abduschen, um sie von Rasierschaumresten zu befreien.

Beim Abtrocknen sollte man die rasierten Bereiche nicht abrubbeln, sondern sanft trocken tupfen. So kann man ganz leicht einer mechanischen Reizung vorbeugen.

  • Bei Männern ist es besonders wichtig, den Penis bei der Rasur mit einer Hand fest zu halten. Dann wird rund um die Peniswurzel rasiert. Bei den Hoden ist die Rasur etwas schwieriger, da diese sehr weich sind und die Haut sich schlecht spannen lässt. Deshalb ist hier besondere Vorsicht geboten.

  • Frauen entfernen zunächst die Haare von der Vulva, viele Frauen lassen in der Mitte der Scham einen kleinen Streifen oder ein winziges Dreieck stehen. Das ist jedoch vom Geschmack und den jeweiligen Bedürfnissen abhängig. An den Schamlippen ist besondere Vorsicht geboten. Denn hier ist die Haut, schwierig zu spannen.

Olivenöl zur Intimrasur?

Olivenöl ist unter anderem auch für seine pflegenden Eigenschaften bekannt. In der Hautpflege kommt es in diversen Bereichen bereits seit Langem zum Einsatz.

Viele Frauen schwören dabei auch auf die Verwendung bei der Rasur. Doch ist dies wirklich sinnvoll? Jein - für die Intimrasur ist Olivenöl nicht zu empfehlen.

Während die Rasur mit Olivenöl an den Beinen bedenkenklos durchgeführt werden kann, haben Studien gezeigt, dass das Öl im empfindlichen Intimbereich das Risiko für eine Pilzinfektion erhöhen kann. Zudem können durch das Öl die Poren verstopfen.

Die richtige Hautpflege nach der Intimrasur

Auch nach der Rasur kann man etwas aktiv etwas für den Hautschutz tun. Nach der Rasur sollten beide Geschlechter einen milden Aftershave-Balsam anwenden. Es sollte unbedingt eines gewählt werden, das für sensitive Haut geeignet ist, damit unnötige Hautreizungen vermieden werden.

Wie lange die Haut glatt bleibt, hängt davon ab, wie schnell das individuelle Haarwachstum ist. In der Regel hält eine Intimrasur zwischen zwei und drei Tage, bevor sie erneuert werden muss.

Zudem gibt es auch auch speziell für den Intimbereich konzipierte Pflegeprodukte. Diese enthalten neben Feuchtigkeit auch hautpflegende Substanzen wie etwa Phantenol und Vitamin E. So wird die Haut nach der Rasur perfekt gepflegt und Hautreizungen wird wirksam vorgebeugt.

Babypuder nach der Intimrasur

Tipp: Nach der Rasur empfiehlt es sich Babypuder aufzutragen. Dies beruhigt die Haut und saugt eventuell vorhandene Flüssigkeit (zum Beispiel Blut, das durch Mikroverletzungen in der Haut dringt) auf.

Rasierpickel nach der Intimrasur vermeiden

Häufig kommt es nach der Rasur des Intimbereichs zu Hautreizungen und Pickeln. Diese lassen sich mit ein paar Tipps behandeln; besser ist es jedoch, diesen von Beginn an vorzubeugen.

Hilfreich ist beispielsweise die regelmäßige Anwendung eines Peelings. Auf diese Weise lassen sich eingewachsene Haare vermeiden, was wiederum das Risiko für die Entstehung von kleinen Pickelchen minimiert.

Besonders wichtig ist Hygiene und frische Klingen. Sind sie zudem ausreichend scharf, vermeidet man unnötige Reibung. Nach der Anwendung sollte der Rasierer so gelaert werden, dass er gründlich trocknen kann, auch dies verhindert das Ansiedeln von Bakterien.

Eine reichhaltige Pflege nach der Rasur hilft ebenfalls. Man sollte dabei auf beruhigende und kühlende Inhaltsstoffe setzen; zu empfehlen sind beispielsweise Aloe Vera und Jojoba.

Hilfreich ist es auch, auf enge Unterwäsche erst einmal zu verzichten. Auf diese Weise kann man unnötiger Reibung vorbeugen.

Intimrasur ohne Stoppeln?

Die Rasur des Intimbereichs gilt als einfachste und schnellste Methode, die unerwünschten Haare loszuwerden. Das Problem ist jedoch, dass die Haare schnell wieder nachwachsen, sodass schon bald, nach etwa 14 Stunden, mit Stoppeln gerechnet werden muss.

Eine Intimrasur kommt ohne Stoppelbildung somit nicht aus. Wer diese verhindern möchte, muss auf eine andere Methode der Haarentfernung im Intimbereich zurückgreifen. Hier haben wir weitere Tipps für Sie.

Die Geschichte der Intimrasur

Wer denkt, dass Intimrasur erst in der Neuzeit entstanden und nur bei jungen Leuten angesagt ist, der irrt sich. Fakt ist, dass es die Intimrasur schon weit länger gibt und sie von vielen verschiedenen Völkern weltweit praktiziert wurde und noch immer wird.

Intimrasur im Orient

Ursprünglich kommt die Intimrasur aus dem Orient. Dort hat sie bereits eine über tausendjährige Tradition und wurde aus hygienischen Gründen eingeführt, da sich im Intimbereich - vor allem bei mangelnder Sauberkeit - leicht Bakterien und Keime ansiedeln können.

Früher enthaarte man die Schamgegend mit verschiedenen Pflanzenextrakten und Harzen oder aber mit geschliffenen Muscheln und Steinen.

Intimrasur in Ägypten

Auch in Ägypten galt eine haarlose Scham als Schönheitsideal, weshalb sich ägyptische Frauen schon vor Jahrhunderten im Intimbereich rasierten. In gewissen Kulturen gelten Körperhaare bis heute als barbarisch, deshalb ist es klar, dass auch die Schambehaarung entfernt wurde.

Intimrasur in Rom

Intimrasur fand auch in den antiken Badeanlagen in Rom statt. Vor allem Frauen entledigten sich gerne ihrer Schambehaarung. Prostituierte konnten höhere Preise verlangen, wenn sie eine nackte Scham hatten.

Besonders interessant ist, dass es früher bei vielen moslemischen Herrschern an der Tagesordnung stand, dass ein speziell ausgebildeter Eunuch den Haremsdamen täglich den Körper und somit auch den Intimbereich rasierte. Dies mutet in der heutigen Zeit etwas komisch an, da die Intimrasur doch etwas sehr Intimes ist - wie der Name schon sagt.

Intimrasur im arabischen Raum

Und auch im arabischen Raum war die Entfernung er Schambehaarung bereits vor langer Zeit Pflicht. Am Tag vor der Hochzeit wurden alle Körperhaare (bis auf die Kopfhaare) entfernt.

Bereits im 12. und 13. Jahrhundert - als die Badekultur nach Europa zurückkam - war es "in" sich als Dame die Intimgegend zu rasieren. Die Vorreiterinnen waren Damen aus der gehobenen Schicht, einfachere Frauen nahmen sich ein Beispiel daran und machten es ihnen nach.

Wie man sieht ist die Intimrasur bereits seit vielen Jahrhunderten und vor allem bei vielen verschiedenen Völkern der Erde weit verbreitet. Heutzutage sind vor allem Muster sehr angesagt. Aber auch der so genannte Hollywood Cut, bei dem das Schamhaar vollständig entfernt wird, entspricht den Vorstellungen moderner Damen und Herren.

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  • Gel à raser © richard villalon - www.fotolia.de

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