Eingewachsene Haare (z.B. nach der Rasur) - Ursachen, Entfernung und Vorbeugung

Zu eingewachsenen Haaren kommt es in den meisten Fällen nach der Haarentfernung, so etwa nach dem Rasieren oder Epilieren. Sobald das Haar beginnt, unter der Hautoberfläche weiter zu wachsen, kann dies zu Entzündungen führen. Eingewachsene Haare lassen sich auf unterschiedliche Art und Weise entfernen. Noch wichtiger ist es, dem Einwachsen vorzubeugen. Lesen Sie alles Wissenswerte über eingewachsene Haare, wie diese entstehen und wie man ihnen vorbeugen kann.

Gracia Sacher
Von Gracia Sacher

Eingewachsene Haare - Merkmale und Ursachen

Viele Frauen, die sich ihre Körperhaare entfernen, leiden unter eingewachsenen Haaren. Auch Männer sind, etwa nach der Bartrasur, oftmals davon betroffen.

Nach dem Epilieren oder Rasieren passiert es oft, dass sich das nachwachsende Haar verhakt oder verdreht und dann einrollt. Dadurch bleibt es unter der Hautoberfläche und wächst dort immer weiter. Das Resultat ist eine entzündete Pore, aus der eine Art schmerzender Pickel entsteht.

Eingewachsenes Haar an Beinen und Co.: Wo kann es zu eingewachsenen Haaren kommen?

Eingewachsene Haare können an jeglichen Körperbereichen, die regelmäßig epiliert oder rasiert werden, entstehen. Typische Bereiche sind somit

  • die Beine
  • die Achseln
  • die Brust
  • das Gesicht sowie
  • Bikinizone und Intimbereich.

Eingewachsenes Haar nach Haarentfernung und durch verstopfte Haarwurzel

Die Haarentfernung gilt als häufigste Ursache für das Einwachsen des Haares. Wird dieses beispielsweise abgeschnitten, zeigt sich an diesem eine scharfe Kante.

Es ist möglich, dass sich dieses Haar beim Erreichen der Hautoberfläche kringelt und aufgrund der scharfen Kante in die Haut zurück und unter dieser weiter wachsen kann. Besonders Menschen mit lockigen oder krausen Haaren sind somit häufig von eingewachsenen Haaren betroffen.

Ebenso kann es durch Verstopfung der Haarwurzel aufgrund von abgestorbenen Hautzellen zu eingewachsenen Haaren kommen. Ein gerades Herauswachsen aus der Wurzel ist unmöglich, sodass das Haar zur Seite hin ausweichen muss.

Eingewachsene Barthaare

Auch die Männerwelt bleibt von eingewachsenen Haaren nicht verschont. Besonders diejenigen, die einen lockigen Bart haben, haben öfters mit einem eingewachsenen Haar zu kämpfen.

Eingewachsene Haare in Bikinizone und Intimbereich

Wie bereits erwähnt, sind Menschen mit besonders lockigen Haaren öfter von eingewachsenen Haaren betroffen. Dies bringt mit sich, dass der Intimbereich bzw. die Bikinizone öfter zu den betroffenen Hautbereichen zählt, da die Haare hier einen entsprechenden Typ aufweisen.

Eingewachsene Haare: Risikofaktor Sexualhormonüberschuss

Ein Überschuss an Sexualhormonen kann das Risiko eingewachsener Haare erhöhen. In diesem Fall werden insgesamt mehr Haare vom Körper gebildet, sodass es eher mal zum Einwachsen kommen kann.

Folge: Entzündung durch eingewachsenes Haar

Sobald das Haar unter der Haut weiterwächst, sind Entzündungen vorprogrammiert. Sie zeigen sich in Form von eitrigen Hautstellen und kleinen Pickeln.

Oft tendiert man dazu, diese aufzukratzen oder auszudrücken, oder das Haar mit einer Nadel herauszuziehen, was jedoch zu weiteren Entzündungen führen kann. Auch sind

  • Farbveränderungen
  • Narben und sogar
  • blutende Wunden

möglich.

Eingewachsene Haare entfernen

Für die Entfernung von eingewachsenen Haaren gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Zunächst empfiehlt sich der Versuch, eingewachsene Haare selbst zu beseitigen.

Man sollte aktiv werden, sobald man das eingewachsene Haar entdeckt. Je länger man wartet, desto weiter wächst es unter der Haut entlang und sorgt für die besagten folgen.

Es ist stets abzuwägen, ob man das Haar alleine entfernen kann, je nach Körperstelle ist es sinnvoll, sich helfen zu lassen. Immer gilt es, vorsichtig vorzugehen und hygienisch zu arbeiten, sprich: Händewaschen und Pinzette/Nadel sterilisieren.

Entfernung von eingewachsenen Haaren durch ein Peeling

Ist das Haar noch nicht besonders weit unter der Haut vorgedrungen, lässt es sich möglicherweise schon durch ein Peeling hervorholen. Anschließend kann man es mit einer Pinzette herausziehen.

Feuchtigkeit und Wärme: Entfernung von eingewachsenen Haaren mit feuchtem Waschlappen

Zu diesem Zweck nimmt man einen Waschlappen und tränkt diesen in warmem Wasser. Anschließend legt man ihn auf die entsprechende Hautstelle.

Durch die Wärme und Feuchtigkeit sollten sich die Poren öffnen. Dann empfiehlt sich der Versuch, das Haar mit einer Pinzette oder einer Nadel (sterilisiert!) aus der Haut bzw. in die richtige Richtung zu ziehen.

Sofern dies nicht klappt, ist es sinnvoll, einen Hautarzt zu konsultieren. Dieser wird notfalls das Haar durch Aufschneiden der Haut entfernen.

Creme: Entfernung von eingewachsenen Haaren mit Salben

Im Handel findet man mittlerweile spezielle Salben, mit denen man gegen die eingewachsenen Haare angehen kann. Die Wirkstoffe pflegen, desinfizieren und haben einen antibakteriellen Effekt. So können Entzündungen gelindert werden, was das anschließende Entfernen des Haars - notfalls durch den Dermatologen - erleichtert.

Nach der Entfernung des eingewachsenen Haars

Hat man es geschafft, das Haar zu entfernen, sollte man die Hautstelle anschließend gründlich säubern. Bevor man an dieser Stelle erneut Haare entfernt, sollte man die Haut vollständig abheilen lassen.

Eingewachsenen Haaren vorbeugen

Am besten ist es, wenn es erst gar nicht zu eingewachsenen Haaren kommt.

Peeling zur Vorbeugung von eingewachsenen Haaren

Vorbeugen kann man beispielsweise durch ein regelmäßiges Peeling der Haut. Auf diese Weise lassen sich verstopfte Poren öffnen.

Wichtig ist zudem die regelmäßige Anwendung von Feuchtigkeitslotion, damit man die Haut glatt hält. So sorgt man dafür, dass die Haare ungehindert durch die Haut dringen können.

Lotion zur Vorbeugung von eingewachsenen Haaren

Seit einiger Zeit sind spezielle Lotionen auf dem Markt, die ein Einwachsen der Haare nach der Haarentfernung verhindern. Die Produkte spenden einerseits Feuchtigkeit und erhalten die Haut weich und geschmeidig. Andererseits haben sie Peelingfunktion.

Sie enthalten Stoffe, welche die Oberfläche der Haut zunächst aufweichen, so dass dann feinste Putzkörperchen die Hautporen bis auf den Grund reinigen und tote Hautzellen abtransportieren können. Zusätzlich sind desinfizierende Substanzen wie beispielsweise Alkohol oder Teebaumöl enthalten, die einer Entzündung entgegenwirken. Pflegende und heilende Wirkstoffe sorgen für ein rasches Abheilen eventuell vorhandener Wunden.

Das Mittel wird regelmäßig morgens und abends auf die Haut aufgetragen und dort sanft verteilt. Auch unmittelbar nach dem Epilieren oder Rasieren kann es benutzt werden.

Pre Shave: Eingewachsene Barthaare verhindern

Männer sollten ihre Gesichtshaut vor der Rasur auf diese vorbereiten. Dazu sollte die Haut unter dem Bart gründlich gewaschen werden. Einmal pro Woche empfiehlt sich zudem ein Peeling.

Bartöl gegen eingewachsene Barthaare

Des Weiteren kann die Anwendung eines Bartöls das Einwachsen von Haaren verhindern. Durch das Einmassieren weicht man die Haare auf; zudem lassen sie sich besser aufstellen; die Vorbereitung einer schonenden Rasur ohne Einwachsen von Haaren kann dadurch ermöglicht werden. Ein weiterer Vorteil: Rasurbrand wird vorgebeugt.

Weitere Tipps, um eingewachsene Haare zu verhindern

Eingewachsene Haare lassen sich des Weiteren mit folgenden Tipps vermeiden:

  • die Haare wachsen lassen und auf eine Haarentfernung verzichten
  • die Haare immer in Wuchsrichtung entfernten
  • die Haut nach der Haarentfernung desinfizieren
  • für eine ausreichende Hautpflege mit Eincremen sorgen
  • bei Rasur: für die Körperstellen konzipierte Rasierer nutzen und zusätzlich ein Gel oder Schaum nutzen
  • Rasierklingen regelmäßig wechseln und sauber halten
  • die Haut nach der Rasur mit Aloe Vera Gel pflegen und kühlen

Sugaring gegen eingewachsene Haare

Wer bei der Haarentfernung auf schonende Methoden zurückgreift, kann ebenfalls dem Einwachsen von Haaren vorbeugen. Es gilt stets, die für den jeweiligen Körperbereich passende Haarentfernungsform zu wählen. Sensible bereiche wie Achseln und Bikinizone bzw. Intimbereich lassen sich beispielsweise durch Sugaring - hier detailliert erklärt - behandeln.