12. Januar 2012
Natürlich kann man sich die Nägel auch im Nagelstudio machen lassen. Dies ist aber aufwändig und geht mit der Zeit ins Geld. Dabei bieten Drogerien, Parfümerien und Apotheken qualitativ hochwertige Produkte für den Hausgebrauch an.
Doch einfach Wunschfarbe aussuchen und drauflos lackieren wird auf Dauer nicht funktionieren, da hier die Nägel in Mitleidenschaft gezogen werden. Nägel lackieren bedeutet nämlich immer auch Nagelpflege – schon allein, um ein möglichst brillantes und haltbares Farbergebnis zu gewährleisten.
Zunächst muss der Nagel vorbereitet werden. Zuallererst entfernt man den alten Lack mit einem möglichst schonenden, das heißt vor allem: acetonfreien, Nagellackentferner. Wer die Zeit hat, kann dem "nackten" Nagel jetzt ein pflegendes Ölbad gönnen. Nachdem die Hände getrocknet sind, wird der Nagel, wenn nötig, gekürzt und in Form gefeilt. Eine moderne Glasfeile versiegelt gleichzeitig den Grat und verhindert so das Splittern des Nagels.
Etwaige Rillen auf der Nagelplatte oder auch durch sehr dunkle Lacke hervorgerufene Verfärbungen können mit einem sogenannten "Buffer" abgetragen werden. Dieser besteht aus sehr feinkörnigem Schleifpapier und trägt eine hauchdünne Schicht der Nagelplatte ab. Versiegelt und poliert wird sie mit der gummierten Seite des Buffers.
Wer schon sehr dünne oder brüchige Nägel hat, kann statt der Buffer-Methode auch einen sogenannten Filler auftragen, um die Unebenheiten der Nagelplatte auszugleichen. Auch andere Unterlacke erfüllen diesen Zweck, nähren und pflegen gleichzeitig den Nagel. Zart getönte Unterlacke können einen unschönen Gelbstich ausgleichen und die Fingernägel heller erscheinen lassen, als sie sind. Darüber hinaus verhindert ein Unterlack, dass sich der Nagel durch den Farblack weiter verfärbt. Nicht zuletzt gelingt der Auftrag des Farblackes gleichmäßiger, wenn der Nagel mit einem Unterlack vorbereitet ist.
Den gewählten Farblack trägt man am einfachsten mit der drei-Streifen-Methode auf: Hierbei wird zunächst ein Streifen Lack mittig vom Nagelbett bis zur Nagelspitze gezogen, dann wird der Vorgang auf der jeweils rechten und linken Seite des Nagels wiederholt. Hochwertige Lacke verstreichen sich leicht und können hauchdünn aufgetragen werden. Wer mehr Deckkraft erreichen möchte, wiederholt das Ganze nachdem die erste Lackschicht getrocknet ist.
Für mehr Farbbrillanz und Haltbarkeit kann nun noch ein sogenannter Überlack aufgetragen werden. Dieser ist transparent und schützt den Farblack vor vorschnellem Stumpfwerden. Auch abgestoßene Ecken können durch die Verwendung von Überlack verhindert werden.
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