10. November 2009
Von Viola Reinhardt
Das Klischee von blonden Frauen sieht in etwa so aus: Maße 90-60-90, lange blonde Haare (wahlweise auch kurz, doch das kommt weniger gut an), blaue Augen, eine sexy Ausstrahlung und einfach nur schön blöd. Doch was steckt eigentlich wirklich hinter diesem Gesellschafts- und Männerbild, wie geht die einzelne Frau mit solch einem Denken um und bringt das Blondsein im Leben tatsächlich einen positiven Effekt?
Evolutionär betrachtet ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Männer auf blonde Frauen regelrecht abfahren und das besonders auch dann, wenn sie noch eine tolle Figur aufzuweisen hat. Witzigerweise bevorzugen die meisten Männer für eine Liebelei zwar eine Blondine, doch wenn es um das Heiraten und Familie gründen geht, tendieren sie dann doch eher zu Brünett oder gänzlich dunkelhaarig. Warum das so ist, wurde bislang noch nicht richtig aufgeschlüsselt, allerdings entspricht es den Tatsachen. Blond signalisiert in der Regel bei einer Frau weniger ein Sexappeal, denn mehr die Botschaft "unschuldig, engelhaft und beschützenswert". Männer reagieren hier natürlich zumeist gleich und sofort mit ihrem angeborenen Beschützerinstinkt und weil Frauen dadurch real betrachtet den einen oder anderen Vorteil daraus ziehen können, lassen sie dann großzügiger weise beschützen.
Beruflich ist das Blondsein jedoch eher ein zweischneidiges Schwert. Hier entscheidet dann nicht nur die Haarfarbe, sondern auch die ins gesamte Ausstrahlung und die vorhandene Intelligenz, die zwar einer blonden Frau vielfach abgesprochen, allerdings mehr als zur Genüge vorhanden ist. Denn in den allermeisten Fällen bedeutet Blond auch Köpfchen statt nur viel "Holz vor der Hütte", auch wenn das so manch einer nicht glauben kann. Schuld an diesem "Bild" sind oftmals die Blondinen selbst, denn leider gibt es viele weibliche Wesen die aus Bequemlichkeit oder Berechnung "dumm" spielen, um den Weg des geringsten Widerstandes begehen zu können. Was dann herrlich dazu beiträgt, das Klischee kräftig am Laufen zu halten.
Haben Sie eigentlich schon einmal von dem "Blondinen-Effekt" gehört? Den soll es tatsächlich geben und ist für alle blonde Frauen recht diffamierend, denn bei diesem Effekt wird den Blondinen doch wirklich nachgesagt, dass sie verlernt haben selbst zu denken und zu handeln. Doch wie nett: Alles ist trainierbar, auch das nicht mehr blöd sein und das selbst nach vielen Jahren. Beruhigend? Eigentlich mehr zum Aufregen und man fragt sich ernsthaft ob da jemand bei der Erfindung des Effektes nicht gerade akut schwarzhaarig war. Schwamm drüber, wenden wir uns mal kurz einem anderen Thema zu.
Blond ist beautiful, hilfreich und auffallend. Kombiniert eine Frau das mit ihrer Intelligenz, Wissen und Können, dann hat sie klar einen Vorteil auf ihrer Seite, Klischee hin oder her, denn neben einer größeren Auswahl bei der Partnersuche, steigen auch im Bezug auf die Karriereleiter die Chancen, wenn eine Blondine die richtigen Waffen einsetzt. Und es ist doch sehr berauschend, wenn man im Vorstandsmeeting als blonde Frau milde belächelt wird und dann von 0 auf 100 an den Männern und dunkelhaarigen Frauen auf den Posten der Vorsitzenden vorbeischießt. Blond is beautiful, nicht wahr?
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