13. Mai 2009
Von Viola Reinhardt
Es ist ja schon merkwürdig: Normalerweise sollte man davon ausgehen, dass sich die Haut nach der Pubertätszeit strahlend schön und rein zeigt. Immerhin sollten sich die Hormone wieder beruhigt haben und keinerlei Kapriolen schlagen. Stimmt auch irgendwie, denn zwischen zwanzig und vierzig Jahren zeigt sich die weibliche Haut in der Regel gesund und rosig. Doch wie so oft bestätigen Ausnahmen diese Regel und so kann es durchaus sein, dass die Haut sich von ihrer negativen Seite zeigt. Warum das so ist und welche Auslöser dafür verantwortlich sein können, soll nun hier geklärt werden.

Auch Frauen im besten Alter haben manchmal mit unreiner Haut zu kämpfen
Einer der Auslöser findet sich sehr oft in der Ernährungsweise. Zucker, Fast Food und viele tierische Fette hinterlassen tatsächlich ihre Spuren mit Pickeln, Mitessern und trockener, fahler Haut. Stellt man solch eine unreine Haut fest, dann lohnt es sich für mindestens drei Monate auf "ungesunde Nahrung" zu verzichten und dagegen lieber zu viel frischem Obst, Gemüse, Fisch und Geflügel zu greifen. Schokolade und Co lassen nämlich vermehrt Talg bilden, der wiederum die Poren verstopft und die Unreinheiten regelrecht provoziert.
Als einer der häufigsten Auslöser ist zudem der Stress zu nennen. Hat man nur ab und zu stressige Zeiten, kann der Organismus das wunderbar selber regulieren. Doch zeigt sich ein Dauerstress, werden die männlichen Hormone verstärkt produziert, das Immunsystem geschwächt und bringt die Haut in Aufruhr. Beide gerade genannten Aspekte begünstigen deshalb die Entstehung von Akne bzw. lassen vorhandene Pickel wesentlich langsamer abheilen. Entspannungsübungen, warme abendliche Vollbäder, ausreichend Schlaf und das Delegieren von einem Zuviel an Arbeit, wirken schon fast wahre Wunder in Sachen schöner Haut.
Auch ein Zuviel an Pflege schadet der Haut mehr als das sie ihr gut tut. Greift man zu falschen Produkten, wie etwa zu fetthaltigen Cremes und belegt diese noch mit einem Make-up, dann kann man davon ausgehen, dass die Bakterien sich in den Talgdrüsenfollikeln äußerst wohl fühlen. Besser ist es einmal eine Art "Creme-Diät" einzulegen und statt fette Pflegeprodukte eine zeitlang leichte Varianten zu benutzen. Eine milde Reinigung am Morgen und Abend, viel frische Luft und eventuell eine Pflege für Erwachsenenakne, gibt der Haut die Chance sich zu regenerieren und tief durchzuatmen.
Manchmal finden sich die Hautprobleme auch deshalb, weil man sich schon in den Anfängen der Wechseljahre befindet. In dieser Zeit werden vermehrt männliche Androgene (Hormone) hergestellt, die wiederum dafür verantwortlich sind, dass sich die Haut unschön verändert. Hier kann ein Besuch beim Gynäkologen Aufschluss über den Hormonstatus geben, der bei einem Ungleichgewicht mittels Phytohormone recht gut eingestellt werden kann.
Ebenfalls gut wirken alte Hausmittel im Kampf gegen die Pickel und Mitesser. Zitronensaft desinfiziert die entzündeten Talgdrüsen und wirkt gleichzeitig keimtötend. Als erste Hilfe kann es helfen, einige Tropfen des Saftes auf die betroffene Stelle zu tröpfeln. Auch die Gerbstoffe im Schwarzen Tee sind sehr gut geeignet. Hierzu brüht man den Tee auf, lässt ihn abkühlen und taucht dann eine Kompresse ein, die man auf die Pickel legt und nach fünf bis zehn Minuten wieder abnimmt.
Achtung: Das angeblich tolle Hausmittel Zahnpasta sollte man keinesfalls verwenden, denn Zahncremes enthalten in der Regel Fluor, das die Entzündungen der Haut noch verschlimmert!
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