Angesagte Bartfrisuren und wem sie stehen

Moderne Bartfrisuren von Sechstagebart über Chin Strap, Chin Puff und Ziegenbart bis hin zu Schifferkrause und Backenbart

Schaut man sich in den Trendmetropolen um, fällt auf: Der urbane junge Mann von heute trägt wieder Bart. Ja, unter den Hipstern wuchern sogar Vollbärte, wie man sie von den Hippies der Siebzigerjahre kennt. Modischer wird es allerdings mit angesagten Bartfrisuren wie etwa dem Soul Patch oder dem Rap Industry Standard. Diese sind zugegebenermaßen pflegeintensiver und bedürfen einiger Übung, aber diese macht ja bekanntlich den Meister. Ein Überblick über verschiedene beliebte Barttrends.

Mann beim Rasieren, weißer Hintergrund

Nichts wirkt lächerlicher als eine halbgare Bartfrisur, die den Träger nach gut gemeint, aber nicht gut gemacht, aussehen lässt. Ein schöner Bart bedeutet daher einiges an Mehraufwand im Badezimmer – kann dann aber auch souverän zur Schau gestellt werden.

Immerhin geben in Umfragen die meisten Frauen an, bei einem verwegenen Bart schwach zu werden – und das gilt nicht nur für den berüchtigten Drei- bis Sechstagebart, mit dem sich die sexy Avantgarde der Hollywoodschauspieler und Rockstars so gern schmückt.

Nicht ohne Grund wussten schon die Ärzte in ihrem Song "Dreitagebart" zu singen: "Die glatte Haut dort im Gesicht, nein, darauf steh'n die Frauen nicht", denn dem Helden im Song fehlt "ein sauber geshavter Dreitagebart" – und damit treffen die Berliner Punk-Rocker ins Schwarze. Denn wer Bart trägt, muss ihn pflegen. Der Edelpenner-Look, den Brad Pitt für kurze Zeit kultivierte, reißt außer bei dem Schauspieler keine Frau vom Hocker.

Für jeden Mann das passende Statement

Jede Bartfrom hat eine Aussage
Eine Bartform ist auch ein Statement

Ein Bart ist immer auch ein Statement. Mit umso mehr Bedacht sollte seine Form gewählt werden. Viele Bartträger umweht ein Hauch von Freiheit, ja Freibeuterei. Sie stehen im Großstadtdschungel unbeugsam ihren Mann und nehmen sich, was sie wollen. Ein Bart steht für Abenteurertum und wirkt auf das andere Geschlecht zumeist unwiderstehlich.

Darüber hinaus haben die verschiedenen Bartfrisuren aber unterschiedliche Botschaften:

  • Wollen Sie dynamisch und ein bisschen machohaft rüberkommen?
  • Hochmodisch und in Sachen Style up-to-date?
  • Oder ist Ihnen Traditionsverbundenheit wichtig, der Sie mit einer klassischen Barttracht Ausdruck verleihen möchten?

Was auch immer man bevorzugt - für jeden Typ Mann gibt es den richtigen Bart.

Die Bartform sollte zum Typ passen

Die meisten Bartfrisuren lassen sich individuell mit nur kleinen Rasurtricks an fast jede Gesichtsform anpassen. Sollte man allerdings einen eher kümmerlichen Bartwuchs haben und beispielsweise einen vollen Backenbart tragen wollen, sieht dies zumeist recht traurig aus.

Dann sollte von dieser Idee lieber Abstand genommen werden. Wie wäre es als Alternative mit

Anpassung an den Arbeitsplatz

Selbst in den meisten Büros, wo er lange Zeit als undenkbar galt, ist der Bart wieder gern gesehen. Solange der Bartwuchs gepflegt ist, sollte er in den meisten Branchen willkommen sein.

Wer sich allerdings in einer sehr konservativen Branche oder in einem repräsentativen Berufszweig – beispielsweise als Kellner in einem Luxusrestaurant – bewegt, oder einen etwas konservativ eingestellt Chef hat, sollte vielleicht nicht gleich mit einem Fu Manchu oder gar einem geflochtenen Ziegenbart ins Haus fallen. Hier ist es besser, vorsichtig mit einem etwas unauffälligeren Bart, etwa einem dezenten Schnurrbart, auszutesten, wie gern der Bart am Arbeitsplatz gesehen ist.

Obwohl man(n) also wieder Bart trägt, tragen darf und tragen soll, gibt es immer noch Bartformen, die bedenklich sind. Beispielsweise der Schnauzbart à la Tom Selleck, der von bösen Zungen auch als "Pornobart" bezeichnet wird.

Solch ein Bart verleiht seinem Träger einen zwielichtigen Anschein und wird auch in nächster Zeit voraussichtlich nicht wieder in Mode kommen. Welche Bartfrisuren dagegen absolut angesagt sind, erfahren Sie hier.

Sechstagebart und Schnurrbart

Sechstagebart

Sechstagebart im Vergleich mit einem Dreitagebart
Der Sechstagebart lohnt sich

Früher ging gerade einmal der Dreitagebart als legitim durch, obwohl Mann sich auch da von Chef oder Schwiegervater schon mal Kommentare wie "Na? Rasieren vergessen?" anhören musste. Heute gehört der Dreitagebart hingegen auf den Ponyhof der Bartfrisuren. Ein richtiger Kerl trägt Sechstagebart, denn er kennt dessen Vorteile.

Sexy und gleichzeitig weich

So garantiert der Sechstagebart beispielsweise, dass das lästige Pieken beim Küssen wegfällt, was besonders die Frauen freuen wird. Denn auch wenn diese auf die Optik des Dreitagebarts stehen, kann er beim Schmusen die zarte weibliche Gesichtshaut reizen - und das finden die meisten Damen dann weniger cool.

Beim Sechstagebart hingegen sind die Barthaare länger und pieksen daher weniger bis gar nicht. Diese Bartform vereint daher die Sexyness des Dreitagebarts mit einem weicheren Gefühl – und ist dabei absolut trendy.

Obendrein kann der Sechstagebart allzu harte Konturen des Gesichts ausgleichen, die beim Dreitagebart noch sichtbar wären. Er verleiht dem sehr maskulinen Mann einen etwas weicheren, romantischeren Anschein.

Ideal für Männer mit nicht ganz so viel Bartwuchs

Der Sechstagebart eignet sich auch ideal für Männer, die auf die maskuline Wirkung eines Bartes nicht verzichten möchten, deren natürlicher Bartwuchs aber zu spärlich für einen Voll- oder Backenbart ist.

Einfache Pflege

Nicht zuletzt ist es von Vorteil, dass der Sechstagebart, wie der Name schon sagt, nur alle sechs Tage in Form gebracht werden muss und nicht alle drei. Auch die Pflege des Sechstagebartes ist vergleichsweise unaufwändig, benötigt man dazu doch lediglich einen guten Barttrimmer, der die Gesichtsbehaarung auf die gewünschte Länge bringt.

Schnurrbart

Dank der aktuellen Retro-Welle auch wieder voll im Trend ist der Schnurrbart, der heute allerdings nicht mehr wie eine sehr dicke, sehr haarige Raupe einfach über der Oberlippe klebt, sondern penibel geformt daherkommt. Ansonsten wirkt er nämlich schnell spießig. Außerdem wird der Schnurrbart heute gern mit weiteren Bartformen, beispielsweise dem Soul Patch am Kinn, kombiniert und damit trendy aufgemöbelt.

Berühmte Schnurrbart-Träger und Schnurrbart-Variationen

Genau genommen war der Schnurrbart oder Moustache aber nie wirklich out, denn schon Salvador Dalí, passionierter Schnurrbartträger, wusste, dass man(n) ohne Schnurrbart einfach nicht richtig angezogen ist. Schnurrbartträger würden sich "oben ohne" schlicht nackt fühlen. Allerdings trug der Maler einen mehrere Zentimeter langen, an den Enden gezwirbelten Schnurrbart – diese exzentrische Form dürfte heutzutage nur noch in einschlägigen Bartliebhaber-Clubs zu finden sein.

Der kurz rasierte, moderne Schnurrbart hingegen wird mit einem guten Schuss Ironie getragen, kann seinem Träger aber auch den künstlerisch-versponnenen, geheimnisumwitterten Charme des scheuen Literaten verleihen. Er steht so gut wie jedem Mann.

Besonders stylish wirkt der Schnurrbart übrigens, wenn er das sogenannte Philtrum, die kleine, senkrechte Rinne zwischen Oberlippe und Nase, ausspart und rechts und links davon abgeht. Frauenheld Clark Gable etwa trug seinen Schnurrbart zumeist auf diese Weise, die bis heute den Flair der Dreißigerjahre verströmt.

Soul Patch und Chin Puff

Raffiniert und dezent und deshalb auch für Männer mit weniger Gesichtsbehaarung geeignet sind der Soul Patch und der Chin Puff. Dabei sind sie praktischerweise auch noch sooo stylisch!

Soul Patch

Als Soul Patch bezeichnet man einen schmalen, gut geformten Schnurrbart, zu dem ein ebenso schmaler Unterlippenbart oder ein sich nach unten hin verjüngendes Bartdreieck am Kinn getragen wird. Manche bezeichnen auch nur das Dreieck am oberen Kinn, welches in einigen Fällen nur ein kleiner Haarfleck (daher der Name "Patch") ist, als den eigentlichen Soul Patch.

Alles in allem erinnert der Soul Patch in seiner Erscheinung an die Barttracht des Musketiers D'Artagnan, wie er filmisch beispielsweise von Gabriel Byrne verkörpert wurde.

Nicht jeder kann oder sollte einen Soul Patch tragen

Der Soul Patch setzt eine gewisse Persönlichkeit des Trägers voraus, denn so schick er auch ist - wird er von einem möchtegerncoolen Typen getragen, sieht diese Barttracht schnell affektiert aus. Darüber hinaus neigt das Gegenüber dazu, dem Träger vom Soul Patch zwar Klugheit, aber auch emotionale Kälte und Berechnung zu unterstellen. Nicht umsonst werden im Film

  • viele Bösewichte,
  • eiskalte Killer sowie
  • Psychopathen

von der Requisite mit dieser Bartfrisur ausgestattet.

Auch nicht unbedingt optimal ist es, wenn der Träger des Soul Patch zusätzlich Brillenträger ist. In Kombination damit und einem schwarzen Anzug verleiht der Soul Patch seinem Träger im Handumdrehen die Optik der Blues Brothers.

Wem der Soul Patch steht

Der Soul Patch steht vor allem Männern mit ovalen Gesichtern.

Eine runde Gesichtsform wird durch den Oberlippenbart optisch zusätzlich verbreitert, der Unterlippenbart hingegen hat keinen Einfluss auf die Form des Gesichtes. Wer also von Natur aus eher rundgesichtig ist, kann den Soul Patch ohne Oberlippenbart probieren – der wird dann allerdings zum sogenannten Chin Puff.

Chin Puff

Der Name Chin Puff bedeutet nichts anderes als "Kinnbausch" und bezeichnet eine Bartfrisur, die mal als schmaler Streifen, mal etwas breiter, jedoch immer von der Unterlippe bis über das Kinn hinaus getragen wird.

Wer einen Chin Puff trägt, muss ihn täglich trimmen, da er länger getragen sehr schnell unseriös und aggressiv wirkt – dies gilt insbesondere für die breitere Variante. Dass der extrem schmal getragene Chin Puff, der kaum mehr als ein bleistiftdünner, senkrechter Strich am Kinn ist, extrem sorgfältig getrimmt werden muss, versteht sich von selbst, denn er wirkt sonst schnell ungepflegt.

Was der Chin Puff bewirkt

Durch seine vertikale Optik verlängert der Chin Puff optisch das Gesicht. Auch ist er dazu geeignet, breite Gesichter länger und dadurch schmaler wirken zu lassen.

Allerdings muss man wissen, dass er optisch auch die Nasenlinie verlängert – Männer mit ausgeprägt langen Nasen sollten deshalb lieber die Finger vom Chin Puff lassen.

Solo getragen kann der Chin Puff zudem die Blicke vom Rest des Gesichts ablenken und aufdringlich wirken. Um dies abzumildern, empfiehlt sich die Kombination des Chin Puff mit einem Dreitagebart.

Ziegenbart und Fu Manchu

Ziegenbart

Der Ziegenbart ist wohl eine der ersten Bartfrisuren, denen es gelang, den Bart unter jungen Männern wieder salonfähig und vor allem "irgendwie cool" zu machen. Schon seit Grunge Mitte der Neunziger Furore machte, eroberten die Ziegenbartträger allmählich das Straßenbild.

Der Kinnbart, der auch liebevoll als Goatee (von eng. goat = Ziege) bezeichnet wird, war also der Bart der jungen Männer der sogenannten Generation X – und erfreut sich bis heute ungebrochener Popularität. Spätestens als Schauspieler und Schriftsteller Ethan Hawke im Kultfilm "Reality Bites" den ziegenbärtigen Troy Dyer gab, wurde der Ziegenbart zum Insignium einer ganzen Generation.

Nicht jedem steht ein Ziegenbart

Da dem Ziegenbart ein markant männliches Image anhaftet, wurde und wird er allerdings auch gern von sehr jungen Männern getragen, die mit seiner Hilfe männlicher wirken wollen. Gerade, wenn ihnen erst ein zarter Bartflaum sprießt, kann sich die Wirkung des Ziegenbartes aber in ihr Gegenteil verkehren und die jungen Männer eher lächerlich erscheinen lassen. Aus diesem Grunde sollte für das Tragen des Ziegenbarts ein mindestens normal ausgeprägter Bartwuchs Voraussetzung sein.

Auch bei extrem hellhaarigen Männern wie beispielsweise rotblonden kann der Ziegenbart schnell spärlich und fusselig wirken, der potentielle Träger sollte über seine Bartform-Wahl also gut nachdenken.

Auch der Ziegenbart sollte gepflegt aussehen

Dass der Ziegenbart einen guten Bartwuchs voraussetzt, ist allerdings kein Freibrief, den Bart munter wachsen zu lassen – Auswüchse wie der geflochtene, perlenverzierte Ziegenbart könnten getrost unter dem Stichwort Jugendsünde abgehakt werden. Denn mit einem zu langen Ziegenbart wirkt man(n) schnell ungepflegt. Bei dichten Bartwuchs und kurz gehaltenem Ziegenbart hingegen geht eine temperamentvolle, männlich-markante Wirkung von dieser Bartform aus.

Der Ziegenbart streckt das Gesicht optisch, sodass sich runde Gesichter hierdurch ovaler schummeln lassen. Auch kann ein Ziegenbart ein fliehendes Kinn kaschieren.

Fu Manchu

Auch der Fu Manchu reicht über das Kinn hinaus, er hat aber ansonsten mit dem Ziegenbart wenig gemein. Seinen Nmane geprägt hat die Romanfigur Dr. Fu Manchu des englischen Krimiautors Sax Rohmer Pate. Dr. Fu Manchu versuchte in einer dreizehn-teiligen Romanreihe die Weltherrschaft an sich zu reißen – ein Unterfangen, welches jedes Mal von seinem Gegenspieler Inspektor Nayland Smith zu vereiteln gewusst wurde.

In den zahlreichen Verfilmungen des Romans spielte unter anderem Christopher Lee den Fu Manchu. Dieser fällt auch durch seine ausgefallene Barttracht auf, die an alte Darstellungen Dschingis Khans angelehnt ist. Kein Wunder, dass der verwegen wirkende Fu Manchu auch als Mongolenbart bezeichnet wird!

So sieht der Fu Manchu aus

Er ist eine Kombination aus Oberlippen- und seitlichem Kinnbart, wobei der Oberlippenbart rechts und links vom Philtrum ausgehend zu einem akuraten, schmalen Streifen gestutzt wird. Ebenso akurat und schmal verläuft vom jeweils äußeren Ende des Schnurrbartes ein Haarstreifen seitlich des Kinns das Gesicht hinab.

So wirkt der Fu Manchu

Optisch zieht dieser Bart das Gesicht in die Länge, weshalb er runde Gesichter verschmälern kann, aber auch großflächigen, eckigen Gesichtern steht. Leider genießt der Fu Manchu, obgleich er sich in kreativen Kreisen wieder äußerster Beliebtheit erfreut, kein gutes Image: Böse Zungen bezeichnen ihn auch als Zuhälterbart.

Kinnbart als Chin Strap und Rap Industry Standard

Kinnbart als Chin Strap

Der Kinnbart wurde schon im Kapitel "Ziegenbart" ausführlich behandelt – dabei ist Letzterer lediglich eine Variante des Kinnbarts. Heute wird unter Kinnbart aber vor allem der sogenannten Chin Strap verstanden, die wohl trendigste Variante des Kinnbarts.

So sieht der ChinStrap aus

Der Chin Strap bildet gewissermaßen eine hauchdünne, den Kiefer umrundende Kontur. Von manchen wird er auch als "Edelversion der Schifferkrause" bezeichnet, denn wie diese zieht er sich von der Wange zum Kinn und wieder hinauf zur anderen Wange. Im Gegensatz zur traditionellen Schifferkrause ist der Chin Strap aber millimeterdünn getrimmt.

Der Kinnbart im Sinne des Chin Strap ist auch Teil des Rap Industry Standard und setzt eine präzise Schnittführung voraus. Allein getragen findet sich der dünne Kinnbart eher selten, meist wird er mit einem Chin Puff kombiniert.

So wirkt der Chin Strap

Der Kinnbart ist in der Lage, eckige Gesichter weicher zu zeichnen und kann von Menschen mit diesen gut getragen werden. Bei ovalen Gesichtern unterstreicht er die vorhandenen Konturen.

Damit der Kinnbart wirken kann, muss man(n) über eine dunkle Gesichtsbehaarung verfügen – und über viel Geduld und Zeit beim Trimmen. Dann aber belohnt der moderne Kinnbart seinen Träger mit einer sanften und romantischen, aber dennoch individuellen Wirkung.

Rap Industry Standard

Manche Bartfrisuren verleihen ihren Trägern eine erotische Wirkung. Was in den späten Achtziger-Jahren der Dreitagebart à la Don Johnson gewesen ist, war in den Neunzigern der Rap Industry Standard, der zunächst an Soul- und HipHop-Sängern gesichtet wurde.

So sieht der Rap Industry Standard aus

Hauptmerkmal des Rap Industry Standards, der eine Kombination verschiedener Bärte ist, sind die extrem präzisen Schnittlinien, die lediglich sehr dünne Haarstreifen stehenlassen. Diese wirken wie mit der Schablone gezogen.

Beispielsweise kann solch ein Rap Industry Standard eine Kombination aus

  • einem dünnen Schnurrbart mit
  • punktgenau getrimmten Koteletten und
  • einer sich von dort über Wangen und Kinn ziehenden Linie sowie
  • einem Unterlippe und Kinn verbindenden Chin Strap

sein.

Popsänger Prince trug diesen Stil auf dem Cover seines Albums "Rave un2 the Joy Fantastic" ebenso wie NuSoul-Sänger D'Angelo und Rap-Bad Boy Kanye West - nur, um einige zu nennen, denn der "Standard" im Namen verrät es schon: Kaum ein Künstler der genannten Genres kam und kommt ohne den Rap Industry Standard aus.

Der Aufwand zahlt sich aus

Die Frauen lieben die fein rasierten Konturen, die ihnen verraten, dass der Träger des Rap Industry Standard feinsinnig ist und zudem sensibel und romantisch. Die dünnen Haarstreifen lassen diese Bartfrisur sehr gepflegt wirken, allerdings ist der Zeitaufwand für den Rap Industry Standard enorm, denn jede der präzisen Linien muss täglich exakt getrimmt werden.

Wem der Rap Industry Standard steht

Da der Rap Industry Standard alle Konturen miteinander verbindet, steht er ovalen Gesichtern ebenso wie runden.

Schifferkrause und Backenbart

Schifferkrause und Backenbart sind traditionelle Bartfrisuren, werden aber unter modebewussten jungen Männern gerade wieder hip. Wer sie heute schon trägt, arbeitet entweder in der Kreativ-Szene oder gehört zur Avantgarde der Bartträger.

Schifferkrause oder Lincoln

Verschiedene Namen der Schifferkrause
Die Schifferkrause hat viele Namen

Die Schifferkrause wird, nach ihrem populären Träger Abraham Lincoln, auch Lincoln oder, ganz modern, Chin Curtain genannt.

Genau dies stellt sie im Prinzip auch dar: Eine Art Vorhang (= Curtain), der sich um das Kinn zieht. Hier wachsen die Koteletten mit der Behaarung des Kinns zusammen, sodass eine den Kiefer umrahmende Kontur entsteht.

Im Gegensatz zum Chin Strap wird das Barthaar bei der Schifferkrause länger belassen, das Kinn ist zumeist vollständig bedeckt. Da bei vielen niederländischen Darstellungen des Klabautermanns dieser mit einer Schifferkrause gezeigt wird, sagt man im Niederländischen auch "Kabouterbaard" zu dieser Barttracht.

Was die Schifferkrause bewirkt

Abraham Lincoln nutze diese Bartform ursprünglich dazu, seinem schmalen Gesicht mehr Fülle und somit mehr Macht zu verleihen. Auch heute sorgt die Schifferkrause für mehr Volumen und somit mehr Männlichkeit im Gesicht.

Allerdings nimmt sie einen Großteil des Gesichts ein und verdeckt auch einiges an Mimik. Aus diesem Grunde sollte ihr Träger über ein gutes Selbstbewusstsein verfügen.

Regelmäßiges Trimmen sollte sein

Lässt man die Schifferkrause unten am Kinn spitz auslaufen, kann sie schnell à la König Drosselbart herrisch wirken. Aus diesem Grunde sollte sie regelmäßig in Form gebracht werden.

Backenbart

Der Backenbart legt den Fokus auf die Koteletten. Ursprünglich dem Biedermeier entstammend, ist die moderne Form des Backenbartes weitaus moderater. Politiker Cem Özdemir beispielsweise ist ein Träger des modernen Backenbartes. Dieser geht von Höhe der Ohren nahtlos in das Haupthaar über.

Özdemir trägt den Backenbart solo, er kann aber auch mit verschiedenen anderen Bartfrisuren, wie beispielsweise dem Sechstagebart, kombiniert werden.

Varianten des Backenbartes und wie sie wirken

In jedem Fall ist der Backenbart nur in Form gepflegter und gestutzter Koteletten trendy. Um diesem seitlichen Haarstreifen eine präzise Kontur zu verleihen, muss er sorgfältig getrimmt werden, denn wuchernde Koteletten à la Elvis sind out. Wie weit der Backenbart jedoch ins Gesicht hineinragt, obliegt dem Geschmack und der Gesichtsform des Trägers.

Die Anfängervariante des Backenbarts reicht an der Außenseite der Wange herab, Modemutigere lassen sie bis zum Kinn stehen. Je mehr sie ins Gesicht hineinragen, desto mehr wird dies optisch verschmälert.

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  • Bildnachweis: A mature man shaving his beard © Yuri Arcurs - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Hand hält Schild © purplequeue - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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