21. Dezember 2009
Massagen gehören zu den ältesten Behandlungsmethoden der Menschheit. Sie sind aber nicht nur für Menschen hilfreich und wohltuend, sondern auch für Tiere.
Bei Massagen denkt man in erster Linie an die Behandlung von Menschen, für die es zahllose unterschiedliche Massageformen gibt. Doch Massagen sind nicht nur für Zweibeiner wohltuend und hilfreich, sondern auch für Vierbeiner. Vor allem bei Hunden, Katzen und Pferden werden häufig Massagen zu therapeutischen Zwecken durchgeführt. Genau wie die Menschen, können auch die Tiere unter Verspannungen leiden, denen man mit einer Massage entgegenwirken kann. Ausgeführt werden Tiermassagen in der Regel von speziell ausgebildeten Tiermasseuren.
Zweck einer Tiermassage ist, ähnlich wie bei einer Massage bei Menschen, die Lockerung und Kräftigung von verspannten und verkrampften Muskeln, die Förderung der Durchblutung, die Anregung des Stoffwechsels, der Abtransport von schädlichen Schlacken aus dem Körper, die Stimulation von Nerven sowie die Steigerung des Wohlbefindens und der Leistungsfähigkeit des Tieres. Darüber hinaus kann eine Tiermassage auch schmerzlindernd und tonusregulierend wirken. Oftmals werden die Tiermassagen auch mit speziellen Bewegungsübungen verbunden, wodurch eine noch bessere Wirkung erzielt wird.
Vor allem Hunde und Pferde sind häufig von Beschwerden betroffen. So können Hunde, genau wie Menschen, unter Muskelkater oder Verspannungen leiden. Aber auch bei zahlreichen anderen Problemen wie Hüftgelenksdysplasie (HD), Arthrosen im Ellenbogen- und Kniegelenk, Spondylose, Halswirbelsäulenprobleme, Bandscheibenbeschwerden, Rückenschmerzen sowie vor oder nach operativen Eingriffen, kann eine Massage für Hunde sehr hilfreich sein. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die unterstützende Vorbereitung und Begleitung bei Wettkämpfen.
Auch bei Pferden werden häufig Massagen durchgeführt. Zu den Indikationen für eine Massage gehören Biegeprobleme, Rückenschmerzen, sekundäre Probleme durch Spat, Schwierigkeiten beim Reiten, Kissing spines, Nachschleifen von Gliedmaßen sowie Probleme mit den Hinterfüßen oder Sprunggelenken. Darüber hinaus werden Massagen auch zur Vorbereitung auf Turniere angewandt.
Vor der Durchführung der Tiermassage erstellt der Masseur einen Befund der Muskulatur. Dann wird das Tier behutsam an die Massagebewegungen gewöhnt. Nach dem Erstellen eines Therapieplans, der sich nach den jeweiligen Beschwerden des Tieres richtet, kann mit einer individuellen Massage begonnen werden. Ergänzend können dazu auch spezielle Bewegungsübungen erfolgen.
Die Kosten für eine Tiermassage liegen in der Regel bei ca. 25 Euro für Hunde und Katzen und etwa 45 Euro für ein Pferd.
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