Mit Akupressur zur Wunschfigur

Männerhand wird von Frauenhänden massiert

Abnehmen mit Akupressur

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  • von Paradisi-Redaktion

Massagen und bestimmte Massagetechniken werden in den meisten Fällen in den Bereich der Entspannung oder auch der Medizin eingeordnet. Schmerzen und Beschwerden lindern oder auch nur den Körper fallen und die Seele baumeln lassen sind hierbei die ausschlaggebenden Aspekte. Dabei kann man die Fingerfertigkeit der Asiaten oder auch der ausgebildeten westlichen Masseure auf den Weg zur neuen Figur für sich zu Nutze machen und durchaus selber effektiv anwenden. Lesen Sie, wie Sie dank Akupressur zur Wunschfigur gelangen können.

Die Akupressur kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken, denn diese Form der Therapie mit Fingerdruck existiert seit etwa 5.000 Jahren. Zumeist wird die Akupressur im Bereich der Medizin eingesetzt, da man mit dieser speziellen Technik Spannungen und Blockaden im Körper sehr gut lösen kann und somit eine ergänzende Therapieform für zahlreiche Beschwerden zur Hand hat. Doch auch im Wellnessbereich, und hier ganz besonders beim Wohlfühlfaktor Gewicht, kann man mit nur zwei Akupressurpunkten die Diät unterstützen und das an jedem Ort und zu jeder Zeit.

Das Prinzip der Akupressur

Einer der Akupressurpunkte gegen Heißhunger sitzt am Rand des Handballens
Einer der Akupressurpunkte gegen Heißhunger sitzt am Rand des Handballens

Wie bei vielen Massagen und Therapieformen, die auf der Grundlage der Traditionellen Chinesischen Medizin basieren, werden auch bei der Akupressur (der Schwester der Akupunktur) die Meridiane angesprochen und zur Aktivität angeregt. Meridiane sind als so genannte Energiebahnen unter anderem für den ungehinderten Fluss der Lebensenergie verantwortlich. Da man ähnlich wie bei der Akupunktur bestimmte Körperpunkte gezielt beeinflussen kann, besteht nun die Möglichkeit Hungerattacken regelrecht zu unterdrücken und damit auch das Abnehmen zu unterstützen.

Sanfter Druck auf die Hungerpunkte

Überkommt einen nun plötzlich die Lust zum Essen, dann kann es sehr hilfreich sein, einen der beiden Hungerpunkte für ein bis zwei Minuten gedrückt zu halten.

Der erste Punkt sitzt genau zwischen der Nase und der Oberlippe. Nicht grobes Drücken ist hierbei angesagt, sondern ein sanfter Druck. Viele Frauen und Männer bemerken innerhalb kürzester Zeit das Nachlassen der Gelüste.

Der zweite Akupressurpunkt gegen Heißhunger befindet sich genau in der Mitte am oberen Rand des Handballens. Auch hier hält man für wenige Minuten den Punkt gegen den Hunger, und kann dabei ähnliche Effekte verspüren, wie bei dem oberhalb der Lippe.

Besonders praktisch ist diese Akupressur auch und gerade während dem Einkaufen, im Bus oder in der Bahn oder auch in einer Warteschlange, denn für andere ist es nicht ersichtlich, dass man seine Gelüste regelrecht bearbeitet. Doch der Erfolg kann sich auf Dauer mit dieser relativ simplen Methode sichtbar auf der Waage zeigen.

Grafische Darstellung der Meridiane für eine Handakupressur-Massage, mit Beschriftung
Grafische Darstellung der Meridiane für eine Handakupressur-Massage, mit Beschriftung

Weitere hilfreiche Punkte

Ein weiterer Punkt befindet sich in der Mitte des Oberarms zwischen Schulter und Ellbogen. Er trägt den Namen "Auslöschender See" und sollte eine halbe Minute lang gedrückt werden; dadurch wird das Sättigungsgefühl aktiviert.

Des Weiteren lässt sich die Leber bei ihrer Entgiftungsarbeit unterstützen; gleichzeitig wird der Fettabbau gefördert. Die beiden Punkte - "Dekorierte Pforte" - befinden sich an den Stellen, an denen der Körper von den Ellbogen berührt wird; man drückt also einfach die Arme an den Körper. Bestenfalls stimuliert man die Punkte drei Minuten lang.

Gegen Völlegefühl und zur Verdauungsförderung übt man Druck auf die Punkte "Himmelsachse" aus. Diese liegen links und rechts neben dem Bauchnabel; der Abstand zu diesem beträgt je drei Querfinger.

Gegen Süßpunkt sollte man den Punkt "Vereinte Täler" behandeln. Er befindet sich zwischen Zeigefinger und Daumen, in der Vertiefung am Faltenende.

Drückt man ihn für vier Minuten, wird der Süßhunger gemindert; außerdem kann man dadurch den Stoffwechsel anregen.

Zur Entwässerung des Körpers hilft Druck auf dem Punkt "Tauender Bach". Dieser liegt im Bereich des Übergangs von Bein zum Fuß. Eine Stimulierung von drei Minuten auf beiden Seiten hilft dabei, überschüssiges Wasser aus dem Körper zu leiten.

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Durch die Anwendung von Akupressur soll es möglich sein, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Durch Druck auf die verschiedenen Energiepunkte, die so genannten Meridiane, können zahlreiche Beschwerden gelindert werden.

Dabei sind die verschiedenen Handgriffe dieser Massagetechnik einfach anzuwenden und bedürfen keinerlei weiterer Hilfsmittel. Von den Energiepunkten gibt es 12, die den 12 Organen unseres Körpers zugeordnet werden. Werden sie stimuliert, können dort fest sitzende Blockaden gelöst werden.

Mögliche Anwendungsgebiete

Die Akupressur ist ein Teil der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und wird schon seit über 2000 Jahren angewandt. Generell lässt sich dieser Massagetechnik eine gute Wirkung zur Stärkung des Immunsystems, Gesundheitsvorsorge und dem Lösen von zahlreichen Verspannungen zuschreiben.

Beschwerden, die durch Stress entstehen, seien sie körperlicher oder psychischer Natur, können durch die Akupressur deutlich gelindert werden. Im Gesicht angewandt kann sie helfen, die Haut zu durchbluten und zu straffen; auch die Muskulatur wird dadurch gestärkt – auf lange Sicht hin sorgt man somit für einen frischen Teint, eine junge Ausstrahlung und weniger Falten.

Hierzu einige Beispiele:

Für die Entspannung der Augen und der Minderung von Stirnfalten werden die Stellen oberhalb der Augenbrauen leicht und kreisend gedrückt. Auch kleine Fältchen im Mundbereich können gemildert werden, hierfür massiert man unterhalb der Pupillen in Höhe der Nasenlöcher. Dies hat auch auf eingefallene Wangenpartien einen positiven Effekt. Ebenfalls gegen Stirnfalten, aber auch bei Kopfschmerzen, hilft ein sanfter Druck auf die Hautstelle zwischen den Brauen. Um gegen ein Doppelkinn anzugehen, hilft die Massage der Vertiefung direkt am Kiefergelenk.

Die Massagegriffe sollten zunächst für eine Woche lang jeden Tag etwa 15 Minuten lang durchgeführt werden. Danach reicht eine Anwendung drei Mal pro Woche.

Frauen, die den Brustkrebs besiegt haben, müssen im Alltag häufig dennoch mit Einschränkungen leben. Viele entwickeln bei der Therapie eine Fatigue, also eine dauerhafte Abgeschlagenheit. Zudem verändert die Konfrontation mit der Verwundbarkeit ihres Lebens die Psyche. Einige entwickeln Angststörungen und/oder Depressionen.

Eine aktuellen Studie hat untersucht, ob man diesen Patientinnen mit der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) helfen kann. Dabei konzentrierten sich die Forscher auf die Akupressur.

Die Studie

Die traditionelle chinesische Medizin kennt zwei verschiedene Formen der Akupressur: die beruhigende und die stimulierende Behandlung. Erstere hilft beispielsweise bei Ängsten und erleichtert das Einschlafen. Die zweite Form kann neuen Antrieb geben, sowohl körperlich als auch mental.

Für die Studie wurden 288 Frauen ausgewählt, die zuvor an Brustkrebs erkrankt waren und diesen mittels Chemo, Bestrahlung oder OP besiegt hatten. Sie litten jedoch alle an Fatigue. Sie wurden von einem Therapeuten in den Techniken der Akupressur unterwiesen und sollten diese dann Zuhause allein durchführen. Eine Gruppe lernte dabei die beruhigenden und die andere die stimulierenden Techniken. Zudem wurden ehemalige Brustkrebspatientinnen mit Fatigue als Kontrollgruppe hinzugezogen.

Das Ergebnis

Angststörungen und Depressionen gingen durch die Akupunktur bei 41,5 Prozent der Frauen zurück, wenn sie die beruhigende Akupressur gelernt hatten. Bei jenen, die stimulierende Akupressur nutzten, besserten sich die Beschwerden um immerhin 25 Prozent. In der Kontrollgruppe ging es nur 7,7 Prozent der Frauen mit der Zeit besser.

Am deutlichsten waren die Akupressur-Erfolge circa sechs Wochen nach Beginn der Studie. Die Patientinnen nahmen offenbar die Übungen zuhause ernst und führten sie regelmäßig durch. Nach zehn Wochen war die Wirkung zwar weiterhin messbar, allerdings schwächer. Vermutlich waren viele Frauen nicht mehr so stark motiviert, die Akupressur täglich anzuwenden.

Die Forscher sehen die Akupressur in Eigenregie dennoch als wirksam an und möchten nun eine App entwickeln, um Patientinnen dauerhaft zu motivieren. Eine konsequente Anwendung ist wichtig, für eine anhaltende Besserung der Beschwerden, so ihr Fazit.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Handmassage © Swifter - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Acupressure. Therapist doing healing treatment treatment on woman's hand . Alternative medicine, pain relief concept © glisic_albina - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Handakupressur-Massage, Meridiane © Henrie - www.fotolia.de

Autor:

Viola Reinhardt - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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