16. November 2009
Unter Thermalwasser versteht man Wasser, das aus einer Thermalquelle austritt. Dieses Heilwasser kann sowohl zur Entspannung als auch zu therapeutischen Zwecken genutzt werden.
Thermalwasser, das heißen oder warmen Quellen entstammt, wird oftmals zu therapeutischen Zwecken benutzt und auch als Heilwasser bezeichnet. Die warmen Quellen, die zu den hydrothermalen Quellen gehören, enthalten mehr gelöste Mineralien als kalte Quellen. Schon vor mehr als 10.000 Jahren nutzten die Indianer Thermalquellen und ihr Wasser als Heilstätten.
Als Thermalwasser bezeichnet man Wasser, welches einer Thermalquelle entspringt. Dieses Thermalwasser ist normalerweise deutlich höher temperiert als gewöhnliches Grundwasser. In dem Wasser sind zahlreiche Salze wie Kochsalz, Kohlensäure, schwefelhaltige Verbindungen und manchmal auch radioaktive Bestandteile enthalten. Durch diese Bestandteile und die hohen Temperaturen wirkt sich das Thermalwasser positiv auf den Organismus aus. Thermalwasser wird sowohl für therapeutische Zwecke in Form von Bädern oder Trinkkuren als auch für Wellness-Anwendungen genutzt.
Thermalwasser und seine heilende Wirkung war bereits den alten Römern bekannt, die zahlreiche Thermen erbauten. Im Mittelalter waren Heilquellen wie Karlsbad oder Gastein oftmals Ziele von Badefahrten. Im 19. Jahrhundert erlebte auch der Bäderfremdenverkehr seinen Aufschwung. Zu den ersten Metropolen des Kurtourismus gehörte Bad Ischl in Österreich mit seinen Sole-Schwefel-Bädern, die sich positiv auf Hautkrankheiten und Rheuma auswirkten. Im Laufe der Zeit entstanden immer mehr Thermalbäder, die auch als Thermen bezeichnet werden. Die größten und bekanntesten deutschen Thermalquellen sind die Aachener Thermalquellen.
Der Unterschied zwischen Thermalwasser und normalen Quellwasser sind die Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Kohlensäure, Schwefel oder Radon. Die besonderen Reize des Thermalwassers lösen an der Körperoberfläche physikalische und chemische Reaktionen aus. Daher nutzt man Thermalwasser für die Behandlung von zahlreichen Krankheiten und Beschwerden wie Herz-Kreislaufbeschwerden, Rheuma, Hautkrankheiten, Verspannungen der Muskeln oder Erkrankungen des Bewegungsapparates. Menschen, die unter Kreislaufproblemen oder Krampfadern leiden, sollten jedoch Vorsicht walten lassen und die vorgeschriebene Maximaldauer eines Badeganges beachten.
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