2. November 2009
Unter Schneegehen versteht man eine naturheilkundliche Behandlungsmethode nach Sebastian Kneipp. Dabei läuft man barfuß im Schnee, um auf diese Weise das Immunsystem zu stärken.
Ziel und Zweck des Schneegehens ist die Stärkung des Immunsystems und die Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten. Das Gehen im Schnee ist eine winterliche Variante des als gesund geltenden Barfußlaufens. Beim Schneegehen entsteht zwar ein starker Kältereiz, doch wegen seines hohen Luftanteils entzieht der Schnee dem menschlichen Körper weniger Wärme als kaltes Wasser. Als optimal für das Barfußlaufen im Schnee gilt frisch gefallener Neuschnee, während festgefrorener Schnee für diese Anwendung eher ungeeignet ist. Bei einem kurzen Schneegehen, bei Temperaturen um 0 Grad Celsius, besteht zudem keine Erfrierungsgefahr.
Das Schneegehen gehört zu den naturheilkundlichen Behandlungsmethoden des berühmten Pfarrers Sebastian Kneipp (1821-1897), der im 19. Jahrhundert durch seine Wasserkuren und seine Kneipp-Medizin bekannt wurde. Durch das Schneegehen soll das Immunsystem aktiviert und dadurch Erkältungskrankheiten vorgebeugt werden. Bei regelmäßiger Anwendung kommt es zu einer verbesserten Durchblutung der Beine. Besonders für Menschen, die leicht frieren oder unter kalten Füßen und innerer Kälte leiden, ist das Schneegehen zur Abhärtung empfehlenswert. Allerdings sollten Menschen, die von Nierenkrankheiten betroffen sind, sich vorher mit ihrem Arzt beraten.
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