21. Januar 2009
Von Viola Reinhardt
Leise rieselt der Schnee. Alle Jahre wieder zeigt sich die weiße Pracht und verlockt zu ausgiebigen Rodeltouren, langen Spaziergängen und vielen weiteren Aktivitäten in der freien Natur, die nun mal im Winter und bei Schnee am meisten Spaß machen. Doch die weiße Pracht kann noch wesentlich mehr bewirken: Schneegehen ist eines der besten Mittel um den Abwehrkräften so richtig Dampf zu machen.

Barfuß durch den Schnee
Warme Füße sind etwas tolles, doch manchmal sollte man diese im wahrsten Sinne des Wortes abkühlen, um dadurch zu einem Immunsystem zu kommen, das vor lauter Stärke nur so trotzt. Das Schneegehen ist hierbei ein altbewährtes Mittel, das besonders durch Pfarrer Kneipp eine hohe Popularität erreichen konnte.
Gerade wenn es so richtig schön kalt ist und sich die Schneedecke über die Wiesen verbreitet, ist die passende Zeit, um sich auf natürliche Weise eine gehörige Portion Abwehrkraft gegenüber Erkältungen oder der Grippe zu holen. Schuhe und Socken aus, lautet hierbei das Motto, dass dazu verhilft die Durchblutung anzuregen und der Körperpolizei eine immense Rückenstärkung zu bieten.
Das Schneegehen ist dabei so einfach wie wirkungsvoll. Beachten sollte man lediglich, dass die Füße vor dem Schneegehen warm sind und ein Handtuch, sowie warme Socken parat liegen. Nur wenige Minuten genügen bereits, um durch die Kraft des gefrorenen Wasser eine hervorragende Prävention für die Gesundheit zu erzielen. Ob man bei dem Schneegehen flott dahin schreitet oder auch gemächlich im Storchenschritt geht, bleibt der eigenen Vorliebe überlassen. Als Anfänger empfiehlt es sich allerdings anfangs nur wenige Minuten das Schneegehen zu praktizieren, damit der Körper sich an die ungewohnte Kälte gewöhnen kann und man nicht Gefahr läuft sich zu unterkühlen.
Nach dem Schneegehen sollte man sich die Füße gut abtrocknen, warme Socken überstreifen und sich am besten für zwanzig Minuten zugedeckt ausruhen. Einmal im Schnee gehen ist allerdings nicht ausreichend um den Körper ausreichend zur Abwehr der Krankheitserreger zu aktivieren. Empfehlenswert ist es mindestens zwei bis drei Mal in der Woche die Füße auf den Schnee zu setzen. Hält man seine persönliche Abhärtungstour durch, zeigt sich der Lohn über den ganzen Winter: Erkältungen bleiben fern und eine mögliche Grippe erinnert nur noch an einen Hauch von Gliederschmerzen, Fieber und Co. Gesünder kann eine Prävention fast nicht sein, zumal man gänzlich ohne künstlich hergestellte Abwehrkräftigungsmittel auskommt. Und ist die Zeit des Winters und Schnees vorbei, dann wartet der Frühling mit einer neuen Variante der Immunstärkung auf: Dem Tautreten im Frühling!
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