21. Oktober 2009
Als Dorn-Methode oder Dorn-Therapie bezeichnet man eine einfache Behandlung der Gelenke und Wirbel. Auf diese Weise können Wirbelblockaden gelöst werden.
Ziel und Zweck der Dorn-Methode, die auch Dorn-Therapie genannt wird, ist die Behandlung von bestimmten Beschwerden und organischen Krankheiten durch die Anwendung verschiedener Handgriffe. Dabei wird die Dorn-Therapie oftmals auch mit der Breuß-Massage kombiniert. Die Dorn-Methode ähnelt der Chirotherapie, jedoch bestehen bei der Ausführung der Therapien grundsätzliche Unterschiede. Zudem enthält die Behandlungsmethode Teile der Meridianlehre aus der Traditionellen Chinesischen Medizin.
Entwickelt wurde die Dorn Therapie, die zur Volksmedizin zählt, Mitte der 70er Jahre von dem bayerischen Landwirt Dieter Dorn. Nach Ansicht von Dorn ist das moderne Leben die Ursache von Bewegungsmangel, wodurch Fehlhaltungen und Fehlstellungen des Beckens und der Wirbelsäule entstehen. Daraus wiederum resultieren viele Beschwerden wie zum Beispiel Rückenschmerzen. Aufgrund von Fehlstellungen eines oder mehrerer Beingelenke kommt es zu einem Schiefstand des Beckens, wodurch Folgeschäden wie Wirbelsäulenveränderungen, Verschiebungen von Brust-, Hals- oder Lendenwirbeln und Bandscheibenvorfälle entstehen können. Mit Hilfe der Dorn-Methode sollen Beinlängendifferenzen korrigiert und aus der normalen Position geratene Wirbel ohne mechanischen Druck gerichtet werden. So können große Erleichterungen bei Gelenkschmerzen erreicht werden. Die Mitarbeit des Patienten ist dabei von großer Wichtigkeit.
Die Dorn-Methode gilt auch als grobe Variante der Craniosacraltherapie und kommt überwiegend in Deutschland zur Anwendung. Zum Teil wird sie auch mit der Breuß-Massage nach Rudolf Breuß verbunden. Zudem gibt es Weiterentwicklungen wie die Hock-Methode und die Dynamische Wirbelsäulentherapie. Da die Wirkung der Dorn-Therapie nicht wissenschaftlich erwiesen ist, lehnen die gesetzlichen Krankenkassen die Übernahme der Kosten ab. Die meisten privaten Versicherungen sind hingegen dazu bereit.
Zur Anwendung kommt die Dorn-Methode bei Rückenbeschwerden, Gelenkschmerzen, Hexenschuss, Kniebeschwerden, Kopfschmerzen, Rheuma, Grippe, Husten, Asthma, Bronchitis, Schleimbeutelentzündungen, Herzbeschwerden, Lungenentzündungen, Rippenfellentzündungen, Blasenbeschwerden und sogar bei Hauterkrankungen.
Abgeraten wird von der Dorn-Therapie nach frischen Operationen, bei zerstörten Bandscheiben und bei Krebs-Metastasen an der Wirbelsäule.
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