17. Dezember 2009
Als Schwefelbad bezeichnet man ein spezielles medizinisches Bad. Dabei wird das Badewasser mit Schwefel versetzt, um verschiedene Krankheiten zu behandeln.
Ziel und Zweck eines Schwefelbads ist die Behandlung und Linderung von verschiedenen Krankheiten und Beschwerden durch die Anwendung von Schwefel oder natürlichem Schwefelwasser. So können bestimmte Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Ekzeme oder Schuppenflechte sowie andere Beschwerden wie Allergien, Arthritis oder Rheuma gelindert werden. Darüber hinaus wirkt ein Schwefelbad entspannend auf Körper und Geist.
Schwefelbäder wurden bereits von den alten Römern als Behandlungs- und Entspannungsmethode angewandt. Im 17. Jahrhundert entstanden zahlreiche Kurorte, die die heilende Kraft des Schwefels anboten. Auch in der Gegenwart werden nach wie vor Schwefelbäder für therapeutische Kuranwendungen genutzt.
Da Schwefel ein wichtiger Teilbaustein für den Aufbau von Gelenkknorpeln ist, wendet man Schwefelbäder besonders bei Rheuma-Erkrankungen an, um Gelenkknorpel wieder zu regenerieren. Darüber hinaus wirkt Schwefel schmerzlindernd und entzündungshemmend. Auch Hautkrankheiten lassen sich durch ein Schwefelbad wirkungsvoll behandeln. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Desensibilisierung von Allergien. Darüber hinaus wirkt ein Schwefelbad senkend auf den Blutdruck, durchblutend auf die Haut sowie entlastend auf den Kreislauf. Außerdem wird das Immunsystem gestärkt.
Nicht zur Anwendung kommen sollte ein Schwefelbad jedoch bei schweren Herzerkrankungen, Tuberkulose oder offenen Wunden. Auch Kleinkinder, Babys und schwangere Frauen sollten besser auf ein Schwefelbad verzichten.
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