Natürliche und synthetische Duftstoffe in Parfums

Ein Parfum besteht aus verschiedenen Duftstoffen. Diese können sowohl natürlich als auch synthetisch sein.

In damaligen Zeiten wurden natürliche Duftstoffe verwendet, die man z.B. aus Tiersekreten oder Pflanzen gewann - im 19. Jahrhundert stellte man die ersten synthetischen Stoffe her

Ein Parfum setzt sich in der Regel aus unterschiedlichen Duftstoffen zusammen. Dabei unterscheidet man zwischen synthetischen und natürlichen Stoffen.

Geschichte: Verwendung natürlicher Duftstoffe

Parfums können auf eine lange Tradition zurückblicken. So verbrannten bereits die alten Ägypter vor rund 5.000 Jahren Duftstoffe, um den Sonnengott Ra zu ehren. Verwendet wurden dazu

  • Myrrhe
  • Harze und
  • Pflanzenessenzen.

Reiche Ägypterinnen benutzten Pomaden und Salben aus

als Duftstoffe, während das einfache Volk auf

zurückgriff, das mit

gemischt wurde. In der Blütezeit des Sonnenkönigs Ludwig XIV. (1643-1715) diente Parfum vor allem dazu, unangenehme Gerüche zu überdecken, da es seinerzeit nicht üblich war, sich zu waschen. Im Laufe der Zeit besserten sich jedoch die hygienischen Verhältnisse und ab dem 19. Jahrhundert wurde Parfum zu einem Luxusgut.

Gewonnen wurden die Duftstoffe für die Parfums bis dahin aus natürlichen Stoffen wie

  • tierischen Sekreten
  • Blättern
  • Blüten und
  • Gewürzen.

Im 19. Jahrhundert gelang es jedoch im Labor die ersten synthetischen und kostengünstigeren Duftstoffe zu entwickeln, die auch in der heutigen Zeit in der Parfumproduktion verwendet werden.

Bestandteile und Herstellung synthetischer Duftstoffe

Zu den Grundbestandteilen von Parfum gehören

  • rund 80 Prozent Alkohol
  • destilliertes Wasser
  • gelöste Essenzen wie tierische oder pflanzliche ätherische Öle und natürlich
  • die Duftstoffe, die heutzutage vorwiegend synthetisch hergestellt werden.

Bei dem heutigen Stand der Technik ist es möglich, nahezu jeden natürlichen Stoff, ja sogar Hormone, künstlich herzustellen. Dazu separiert man die natürlichen Duftstoffe in einzelne Bestandteile, wodurch die verschiedenen Inhaltsstoffe auf chemische Weise synthetisch entwickelt werden können.

Das fertige künstliche Produkt lässt sich von dem natürlichen Stoff kaum unterscheiden. Darüber hinaus ermöglicht die synthetische Herstellung die Kreation von neuen Duftkombinationen, die auf natürliche Weise nicht möglich wären. Zudem ist die Verwendung von Tieren bei der Erzeugung von synthetischen Stoffen nicht mehr nötig.

Vor- und Nachteile synthetischer Duftstoffe

Synthetische Duftstoffe haben einerseits den Vorteil, dass sie kostengünstiger sind als natürliche Stoffe und andererseits über eine längere Haltbarkeit verfügen. Außerdem ist bei ihnen die Gefahr einer Allergie geringer, da ihnen die Wirkung der Naturstoffe fehlt.

Allerdings haben die künstlichen Stoffe den Nachteil, dass sie sich nur langsam abbauen, wodurch sie sich in der Umwelt anreichern. Einige Sorten sollen zudem zu Unverträglichkeiten führen und sich negativ auf die Gesundheit auswirken.

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Quellenangaben
  • bottle of perfume © Marina Kravchenko - www.fotolia.de

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