11. Oktober 2011
In der heutigen Zeit greifen immer mehr Kinder und Jugendliche zu Drogen. Sie sehen darin einen Ausweg aus diversen Problemen und sind der Meinung, dass es ihnen mit Drogen besser geht. Dass dies nicht so ist, bemerken die meisten erst, wenn es zu spät ist und die Sucht bereits zum Alltag gehört. Sollten Sie als Elternteil bemerken, dass Ihr Kind Drogen konsumiert, so ist höchste Alarmbereitschaft angesagt. Die Vorgehensweise muss gut überlegt sein.
Es ist nicht sinnvoll, das Kind anzuschreien, ihm Vorwürfe zu machen oder ihm zu drohen. Auch Verbote - die meist ohnehin keine Wirkung zeigen - auszusprechen hilft in diesem Fall gar nichts. Ein weiterer Fehler von besorgten Eltern ist, das Taschengeld zu streichen und den Geldhahn zuzudrehen. Damit aktivieren sie aber in einigen Fällen kriminelle Energien. Der Jugendliche muss seine Sucht befriedigen und braucht dafür Geld. Im schlimmsten Fall wird der Süchtige auch vor Überfällen und Rauben nicht zurückschrecken.
Wichtig ist, dass man in einer solchen Situation behutsam vorgeht und sich erst einmal fragt, wie das Kind zu Drogen gekommen sein könnte und was der Auslöser für den Drogenmissbrauch war. Als erstes sollten Sie vorsichtig das Gespräch mit ihrem Kind suchen und es auf sein Suchtverhalten ansprechen. Die meisten Jugendlichen reagieren auch auf behutsame Gespräche mit Wut, Aggression und Verzweiflung, da sie einerseits wissen, dass ihr Verhalten falsch ist und andererseits wissen, dass sie aus dem Drogensumpf alleine nicht mehr herauskommen.
Eltern sollten nicht verwundert oder enttäuscht sein, wenn das Kind beim ersten Gespräch nicht die Wahrheit sagt. In diesem Fall sollte man es immer wieder versuchen und sich eventuell Hilfe von Psychologen oder Sozialarbeitern holen. Sozialarbeiter sind speziell ausgebildet und finden meist leichter Zugang zu Kindern und Jugendlichen, die auf die schiefe Bahn geraten sind.
Der nächste Schritt ist eine Suchtmittelberatungsstelle und im schlimmsten Fall eine Entziehungskur. Auf jeden Fall sollte man das Kind nicht verunsichern und ihm weiterhin Liebe geben. Es darf sich nicht fallen gelassen fühlen und muss wissen, dass es zu Hause immer noch willkommen ist.
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