Freie Gelenkkörper - Ursachen, Symptome und Behandlung

Unter freien Gelenkkörpern versteht man abgetrennte Knorpelstücke oder Knochenteilchen. Sie lagern sich in Gelenken wie dem Hüftgelenk ab.

Mögliche Auslöser sind Verrenkungen, Knochenbrüche oder auch Osteomyelitis oder eine Hüftkopfnekrose

Von freien Gelenkkörpern ist die Rede, wenn sich in der Höhle eines Gelenks Gewebeteile wie

befinden. Dort lagern sie sich im Gelenk ab oder werden verschoben bzw. eingeklemmt. Die Formen der freien Gelenkkörper sind zunächst unregelmäßig. Im weiteren Verlauf nehmen sie durch Abnutzung eine kugelige oder glatte Form oder die Form einer Scheibe an.

Innerhalb der Gelenkhöhle verfügen die freien Gelenkkörper über Mobilität. Das bedeutet, dass sie bei sämtlichen Bewegungen Positionsänderungen vornehmen. Dadurch wird das Gelenk jedoch derart gereizt, dass es zu Schmerzen und Schwellungen kommt. Außerdem ist eine akute Einklemmung des Gelenkkörpers möglich.

Freie Gelenkkörper können in Gelenken wie dem

auftreten. Im Hüftgelenk besteht das Risiko, dass sie zwischen der Hüftpfanne und dem Hüftkopf hängenbleiben, was zu Störungen des normalen Bewegungsablaufs führt. Darüber hinaus ist es möglich, dass sich die Gelenkknorpel abnutzen.

Dies wird von den betroffenen Personen jedoch zunächst nicht wahrgenommen, denn Knorpel sind nicht mit Nervenenden ausgestattet. So kommt es erst dann zu Schmerzen, wenn der Knochen von dem Knorpelschaden erreicht wird.

Ursachen

Hauptursache von freien Gelenkkörpern sind direkte Verletzungen des Gelenks, bei denen es zur Absprengung von Knochenteilen oder Knorpeln kommt. Dabei kann es sich um eine Verrenkung oder eine Knochenfraktur handeln.

Aber auch Erkrankungen, die sich schwächend auf die Knochen auswirken, wie eine Hüftkopfnekrose oder eine Osteomyelitis, zählen zu den Ursachen für die Entstehung der freien Gelenkkörper. Als weitere Gründe kommen eine Entzündung des Hüftgelenks oder eine Hüftarthrose in Betracht.

Symptome

Zu den typischen Symptomen beim Auftreten von freien Gelenkkörpern gehört das plötzliche Einsetzen von Schmerzen. Diese entstehen durch die Einklemmung des Gelenkkörpers. Darüber hinaus können auch Schmerzen bei körperlichen Belastungen oder im Ruhezustand,

  • Gelenksteifigkeit
  • reibende Geräusche oder
  • ein Gelenkerguss

auftreten.

Aufbau des menschlichen Kniegelenks
Aufbau des menschlichen Kniegelenks

Diagnose

Liegt Verdacht auf freie Gelenkkörper vor, führt der Arzt zunächst eine körperliche Untersuchung durch. Nimmt der Patient dabei eine gebeugte oder gestreckte Stellung ein, kommt es durch die Gelenkskompression häufig zu reibenden Geräuschen. Darüber hinaus reagieren manche Gelenkanteile bei einer Tastuntersuchung mit Druckschmerzen.

Nächster Schritt ist die Röntgenuntersuchung. So lassen sich die freien Gelenkkörper mitunter auf einer Röntgenaufnahme feststellen.

Dies ist aber nur dann der Fall, wenn sie aus Knochen bestehen. Dagegen lassen sich reine Knorpel nicht durch Röntgenbilder erkennen. Hinweise können auch durch eine Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) erhalten werden. In manchen Fällen ist allerdings nur eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) zum eindeutigen Erstellen der Diagnose möglich.

Behandlung

In der Regel müssen freie Gelenkkörper durch einen chirurgischen Eingriff aus dem Gelenk herausoperiert werden, da sonst weitere Schäden durch sie drohen. Die Operation erfolgt normalerweise im Rahmen einer Arthroskopie. Dabei wird nur ein minimal-invasiver Hautschnitt in das betroffene Hüftgelenk vorgenommen. Sind die freien Gelenkkörper sehr groß, ist vor der Entfernung eine arthroskopische Zerkleinerung erforderlich.

Erst nachdem die freien Gelenkkörper herausoperiert wurden, kann die Behandlung des Knorpels beginnen. In manchen Fällen besteht auch die Möglichkeit, den freien Gelenkkörper zu fixieren. Das heißt, dass der Chirurg ihn mithilfe von Schrauben oder Kortikalstiften befestigt.

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Quellenangaben
  • Knieschmerzen Mann © axel kock - www.fotolia.de
  • Aufbau des Meniskus © bilderzwerg - www.fotolia.de

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