Zellabstrich

Zur Früherkennung von Zellveränderungen der Gebärmutter

Der Zellabstrich gehört zu der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung. Es werden einige kleine Gewebeteile von der Oberfläche des Muttermunds und aus dem Gebärmutterhals entnommen.

Gynäkologe in weißem Kittel vor rosa Stuhl mit Beinen
patient at gyneacologist examination © endostock - www.fotolia.de

Einteilung der Kategorie Zellabstrich

Der Zellabstrich ist ein Bestandteil der Vorsorgeuntersuchung in der Gynäkologie, die ab dem 20. Lebensjahr der Frau einmal jährlich erfolgen sollte. Bei Frauen, denen die Gebärmutter bereits entfernt wurde, wird der Abstrich aus der Scheide gewonnen.

Der Zellabstrich, auch PAP-Test genannt, wurde schon vor 80 Jahren von einem griechischen Arzt entwickelt. Er dient der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs.

Funktion

Mithilfe des Zellabstrichs können Zellveränderungen im Anfangsstadium entdeckt werden, bevor sie zu Krebszellen mutieren. Somit kann mit dem Zellabstrich die Vorstufe eines Tumors entdeckt und behandelt werden; das kann Krebserkrankungen verhindern.

Durchführung

Für den Zellabstrich entnimmt der Arzt mit einer Art Wattestäbchen oder einer Minibürste Zellmaterial vom Muttermund und aus dem Gebärmutterhals.

Das Material wird auf ein Plättchen aus Glas gestrichen (daher Abstrich), er wird eingefärbt und dann unter einem Mikroskop betrachtet. In diesem eingefärbten Abstrich kann ein Arzt das Aussehen und die Form der Zellen beurteilen.

Differenzierung der Abstriche

Um die Abstriche zu differenzieren, werden sie klassifiziert, jedes PAP-Stadium hat eine bestimmte Bedeutung:

  • PAP I normal
  • PAP II entzündliche Veränderungen
  • eine weitere Untersuchung in einem halben Jahr
  • PAP III schwere Entzündungen oder Zellveränderungen
  • unklarer Befund
  • erneute Kontrolluntersuchung in 14 Tagen,
  • eventuell Gewebeentnahme,
  • PAP IVa Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs
  • Ausschabung notwendig
  • PAP IVb Vorstufe von Krebs
  • eine Abklärung muss mit Konisation oder Biopsie erfolgen
  • PAP V Krebszellen werden identifiziert

Auf diese Art und Weise kann der Gebärmutterhalskrebs im Vorstadium erkannt und entsprechend therapiert werden.

Historie:
Zuletzt aktualisiert am
Erstellt am 13.05.2008
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