Anwendung und Ablauf der Spaltlampen-Untersuchung

Als Spaltlampen-Untersuchung bezeichnet man eine spezielle Untersuchungsmethode in der Augenheilkunde. Auf diese Weise werden bestimmte Abschnitte der Augen mikroskopisch untersucht.

Funktion und Durchführung der Spaltlampen-Untersuchung zur Behandlung bestimmter Augenabschnitte

Ziel und Zweck

Ziel und Zweck einer Spaltlampen-Untersuchung, die in der Augenheilkunde angewendet wird, ist die genaue Untersuchung von einzelnen Augenbereichen wie:

  • der Lederhaut
  • der Hornhaut
  • der Regenbogenhaut

Auch schwer einsehbare Bereiche der Augen wie der Sehnervenkopf oder der Glaskörper können durch das Vorschalten einer Sammellinse eingesehen werden.

Geschichte und Besonderheiten der Spaltlampe

Die Spaltlampe zählt zu den wichtigsten Untersuchungsgeräten in der Augenheilkunde. Eingeführt wurde die Spaltlampe im Jahr 1911 von dem schwedischen Augenheilkundler und Medizinnobelpreisträger Allvar Gullstrand (1862-1930). Mit Hilfe dieses Gerätes wird ein begrenzter, spaltförmiger Lichtstrahl auf das zu untersuchende Auge gerichtet.

Des Weiteren können die Augen mit einem Auflichtmikroskop, das eine sechs- bis dreißigfache Vergrößerung erreicht, untersucht werden. Dieses Mikroskop ist an der Spaltlampe befestigt. Durch variable Lichtspaltbreiten sowie verschiedene Belichtungsmethoden können die vorderen, hinteren und mittleren Augenabschnitte und sogar die Netzhautareale an der Peripherie gut eingesehen werden.

Moderne Spaltlampen sind darüber hinaus mit einem Applanationstonometer nach Goldmann für die Messung des Augeninnendrucks ausgestattet. Für fotografische oder filmische Befunde werden auch digitale Kameras eingesetzt.

Anwendungsgebiete

Zur Anwendung kommt eine Spaltlampen-Untersuchung für Untersuchungen:

  • der Bindehaut
  • der Hornhaut
  • der Regenbogenhaut
  • der Lederhaut
  • der Linse
  • der Vorderkammer des Auges
  • des Sehnervenskopfes
  • des Glaskörpers
  • der Netzhaut

Ablauf einer Spaltlampen-Untersuchung

Bei einer Spaltlampen-Untersuchung werden die Augen nacheinander stereoskopisch untersucht. Zu Beginn der Untersuchung legt die zu untersuchende Person ihren Kopf auf eine Kopfstütze, direkt gegenüber der Spaltlampe. Dadurch werden störende Kopfbewegungen, die die Untersuchung erschweren könnten, vermieden.

Über verschiedene Dreh- und Schiebemechanismen bringt der untersuchende Augenarzt die Lampe so in Position, dass schließlich ein scharfes Bild entsteht.

Vergrößerungsstufen

Um die Augenlider sowie die äußeren Abschnitte der Augen zu untersuchen, wird eine niedrige, etwa sechsfache, Vergrößerungsstufe eingestellt. Für Untersuchungen von Hornhaut, Bindehaut, Augenlinse, Tränenfilm sowie der vorderen Augenkammer kommt es zu entsprechend höheren Vergrößerungen.

Farbvariationen

Auch die Farbe des Lichtes variiert in weiß, blau und grün. Ebenso lassen sich die Form und der Durchmesser des Lichtstrahls verändern. Durch Schwenken der Spaltlampe lässt sich die Richtung des Strahls beliebig variieren.

Das eingesetzte Licht verursacht jedoch keinerlei Schäden am Auge und ist völlig ungefährlich.

Besonderheiten

Für die Untersuchung des Augenhintergrundes werden spezielle Kontaktgläser oder Lupen eingesetzt. Mit Hilfe eines Augentonometers erfolgt eine Messung des Augendrucks. Falls erforderlich, werden mit einem angekoppelten Fotoapparat oder einer Videokamera Foto- oder Videoaufnahmen gemacht.

Mögliche Risiken

Eine Spaltlampen-Untersuchung ist vollkommen schmerzlos und hat keinerlei Risiken und Nebenwirkungen für den Patienten.

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Quellenangaben
  • Optician using and ophthalmoscope © Lisa F. Young - www.fotolia.de

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