8. Oktober 2009
Als Magensaftuntersuchung bezeichnet man eine Entnahme und Analyse von Magensaft. Die Methode dient zur Diagnose von bestimmten Erkrankungen.
Ziel und Zweck einer Magensaftuntersuchung ist die Analyse des Magensaftes, um dadurch Anhaltspunkte auf bestimmte Erkrankungen zu erhalten. Durchgeführt wird die Untersuchung mit Hilfe einer Magensonde.
Als Magensaft wird ein wässriges, überaus saures Sekret mit einem ph-Wert von 1,0 bis 1,5 bezeichnet. Pro Tag produziert der Magen ca. 1 – 3 Liter Magensaft. Bestandteile des Sekrets sind vor allem eiweißspaltende Enzyme wie Pepsin, Salzsäure sowie ein Schleim, der die Magenschleimhaut schützt. Hauptaufgabe der Magensäure ist der Aufschluss der Nahrung. Darüber hinaus hat sie eine bakterizide Wirkung.
Angewendet wird eine Magensaftuntersuchung bei Verdacht auf Tuberkulose, um den Magensaft auf Tuberkelbakterien zu untersuchen. Darüber hinaus kann bei einer solchen Untersuchung festgestellt werden, ob der Magen eines Patienten zu wenig Magensaft herstellt. Auch der Salzsäuregehalt wird untersucht. Für den Fall, dass keine Salzsäure im Magensaft enthalten ist, lässt dies auf eine chronische Magenschleimhautentzündung, eine perniziöse Anämie (Blutarmut) oder sogar auf Magenkrebs schließen. Ebenso kann eine Magensaftuntersuchung bei einer Reflux-Krankheit, bei der Magensäure in die Speiseröhre zurück gelangt, Aufschluss über den Säuregehalt im Magen geben, indem mit einer speziellen Magensonde der ph-Wert ermittelt wird.
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