11. September 2009
Im Rahmen einer frauenärztlichen Untersuchung wird eine Kolposkopie durchgeführt. Diese ist für die Patientin mit keinerlei Risiken und Nebenwirkungen verbunden.
Zu Beginn der Kolposkopie wird ein Spekulum, ein Instrument, das die Scheidenwände entfaltet, in die Scheide eingeführt. Das Kolposkop wird hingegen nicht eingeführt, sondern vor der Scheide in Position gebracht, bis die Scheide und der Muttermund genauestens betrachtet werden können. Im weiteren Verlauf kommt es zu einer Betupfung des Gebärmutterhalses mit Essigsäure sowie einer Jodlösung. Das Jod, das sich in den Schleimhautzellen ausbreitet, färbt sich dabei im Normalfall braun. Sind jedoch die Zellen krankhaft verändert, was bei einer Vorstufe zum Gebärmutterhalskrebs der Fall sein kann, bleibt diese Braunfärbung aus.
Dieser Bereich wird auch als jodnegativer Bezirk bezeichnet.
Besteht ein Verdacht auf Gebärmutterhalskrebs, entnimmt der untersuchende Arzt Zellabstriche (zytologische Untersuchung). In manchen Fällen kann auch eine Biopsie (Gewebeentnahme) durchgeführt werden. Als Alternative kann auch eine Konisation, bei der ein kegelförmiges Stück Gewebe aus dem Gebärmutterhals entnommen wird, in Betracht kommen.
Risiken oder Komplikationen bei einer Kolposkopie sind nicht bekannt. Als Alternative zu einer Kolposkopie kommt auch ein Zellabstrich in Frage, mit dem ebenfalls entartete Zellen erkannt werden können.
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