11. September 2009
Als Knochenmarkbiopsie bezeichnet man eine Entnahme von Knochenmark. Mit dieser Untersuchungsmethode können Erkrankungen des blutbildenden Systems diagnostiziert werden.
Als Biopsien bezeichnet man die Entnahme von Gewebeproben zur weiteren Untersuchung. Eine solche Biopsie kann an jedem Körperteil vorgenommen werden. Bei einer Knochenmarkbiopsie wird etwas Knochenmark entnommen, um zum Beispiel Blutarmut (Anämie) oder Leukämie festzustellen. Nicht zu verwechseln ist eine Knochenmarkbiopsie mit der Knochenbiopsie, bei der eine Gewebeentnahme aus der harten Substanz des Knochens vorgenommen wird.
Beinahe alle Blutzellen des menschlichen Organismus werden im Knochenmark hergestellt. Aus diesem Grund können sämtliche Krankheiten, die mit dem blutbildenden System zu tun haben, durch eine Untersuchung des Knochenmarks diagnostiziert werden. Bei den verschiedenen Blutzellen, die im Knochenmark entstehen, unterscheidet man zwischen drei Zellsystemen. Dies sind die Erythrozyten (rote Blutkörperchen), dessen Hauptaufgabe der Sauerstofftransport ist, die Leukozyten (weiße Blutkörperchen), dessen Hauptaufgabe die Bekämpfung von Erregern ist und die Thrombozyten (Blutplättchen), dessen Hauptaufgabe die Gerinnung des Blutes ist.
Besteht nun der Verdacht auf eine Erkrankung des blutbildenden Systems oder soll dieses kontrolliert werden, kann der Arzt eine Knochenmarkbiopsie durchführen lassen. Mögliche Krankheiten sind eine Erkrankung der weißen Blutkörperchen (Leukämie), bestimmte Formen von Blutarmut (Anämie), eine Knochenmarkaplasie, Polycythamia vera (Erkrankung der Zellsysteme) sowie Knochenmarkmetastasen und Lymphome.
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