Leberwickel - Wirkung und Anwendungsgebiete

Unter einem Leberwickel versteht man ein Hausmittel, welches bei Leber- und Gallen-Beschwerden, ebenso aber auch bei Magenbeschwerden sowie zahlreichen anderen Symptomen gute Dienste leistet. Besonders hervorzuheben ist die Wirkung auf die Durchblutung und Entgiftung des Körpers. Die Anwendung ist einfach. Lesen Sie über die Wirkung und Anwendungsgebiete von Leberwickeln.

Wissenswertes zu Leberwickeln

Leberwickel - Wirkung und Anwendungsgebiete

Bei einem Leberwickel handelt es sich um eine feucht-warme Auflage, die dazu dient, bestimmte Beschwerden zu lindern. Sie wirkt wie ihr Name vermuten lässt sowohl auf die Leber ein, hat aber auch im Gesamten einen heilsamen Effekt auf den Körper.

Dabei kommt lediglich reines Wasser zur Anwendung. Diese Methode stellt eine der ältesten therapeutischen Maßnahmen der Menschheit dar. Je nach Wassertemperatur können unterschiedliche Effekte erzielt werden.

Im Fall des Leberwickels nutzt man heißes Wasser. In dieses taucht man ein Tuch ein und wringt es anschließend aus, um es auf eine bestimmte Hautstelle zu legen. Je trockener das Tuch dabei ist, desto länger kann die Wärme gehalten werden.

Durch den Wickel werden Leber, Gallenblase und Gallengänge besser durchblutet. Es kommt zur Erweiterung der Gefäße, sodass die Gallenflüssigkeit besser abfließen kann. Auf diese Weise wird die Entgiftung unterstützt.

Unterm Strich wird der Leberstoffwechsel gefördert. Hinzu kommt die Produktion wichtiger Immunstoffe. Und schließlich werden wichtige Gerinnungsfaktoren hergestellt - diese spielen bei der Heilung von Wunden und Verletzungen eine Rolle.

Ein Leberwickel wirkt bei unterschiedlichen Beschwerden. So hilft er vor allem bei Verdauungsbeschwerden. Außerdem eignet er sich auch für Betroffene von Depressionen und Neurodermitis.

Anwendung eines Leberwickels

Für einen Leberwickel faltet man ein Handtuch mehrfach und taucht es in heißes, nicht mehr kochendes Wasser. Dann wird es ausgewrungen und unterhalb des rechten Rippenbogens aufgelegt. Damit die Wärme intensiviert wird, kann man eine Wärmeflasche hinzunehmen.

Zur Oberflächlichen Abdeckung empfiehlt sich ein trockenes Wolltuch. Nach einer dreiviertel bis ganzen Stunde entfernt man den Wickel wieder und sorgt für eine Nachruhezeit von 30 Minuten.

Während einer Fastenkur empfiehlt sich der Wickel jeden Tag zur Mittagszeit nach dem Essen. Wer den Wickel kurz vor dem Schlafengehen auflegt, kann von der beruhigenden Wirkung profitieren.

Als belieber Zusatz gelten Schafgarbenblüten, die zuvor mit heißem Wasser aufgegossen werden und eine Weile "ziehen" müssen. Man verwendet 2 Esslöffel für 300 ml heißes Wasser.

 

Wann und wie lange wird ein Leberwickel angewandt?

Um die Leberfunktion zu unterstützen und wenn man eine Kur durchführen möchte, sollte man den Wickel einmal pro Woche, jeweils im Frühling und Herbst durchführen. Zudem ist die Anwendung bestens geeignet, um das Fasten zu beginnen und zu begleiten.

Hinzu kommt die Durchführung des Wickels bei chronischen Erkrankungen. Ist man ständig müde, kann dies auf eine Leberschwäche hinweisen. Als alleinige, ausreichende Behandlung ist der Leberwickel jedoch nicht anzusehen.

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  • leber © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

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