So lösen Sie Verspannungen beim Duschen

Frau in weißem Handtuch steht unter Dusche, hält großen Duschkopf in Hand

Wichtig ist, dass der Massagestrahl nicht zu hart und die Wassertemperatur nicht zu hoch ausfällt

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  • von Paradisi-Redaktion

Verspannungen im Bereich von Schultern und Nacken sind ein häufiges Problem und entstehen meist durch eine ungünstige Körperhaltung im Sitzen oder Liegen. Da sie nicht nur unangenehm, sondern oft auch sehr schmerzhaft sind und zudem die Mobilität beeinträchtigen, sollten sie umgehend behandelt werden. Durch eine heiße Dusche und einige Lockerungsübungen kann bereits viel erreicht werden.

Wärme hilft

Verspannungen in den Muskeln lassen sich gut durch Wärme lösen. Wer sie unter der Dusche behandeln möchte, sollte den Temperaturregler also in Richtung Rot bewegen. Dabei ist es sinnvoll, zunächst mit einer moderaten Temperatur zu beginnen und diese dann langsam zu steigern.

Die Marke von 40 Grad Celsius darf auch durchaus überschritten werden, solange sich die Wärme angenehm anfühlt. Verbrennungen oder einen Kreislaufkollaps aufgrund der hohen Temperatur sollte man natürlich nicht riskieren; die entsprechenden Körpersignale sind also unbedingt zu beachten.

Der richtige Einsatz des Massagestrahls

Wer einen Duschkopf mit mehreren Funktionen besitzt, kann diese natürlich auch für das Lösen von Nackenverspannungen nutzen. Gerade der sehr intensive Massagestrahl sollte jedoch nicht gleich in voller Intensität auf einen verspannten Muskel treffen. Wie die Temperatur, sollte also auch der Wasserdruck nur langsam gesteigert werden.

Weiterhin sollte der Massagestrahl nicht auf einen bestimmten Punkt konzentriert werden. Sinnvoller ist es, in der betroffenen Region mit dem Duschkopf kreisende Bewegungen auszuführen. Dabei kann man gern auch über die schmerzende Stelle hinaus gehen, um auch wirklich den gesamten Muskel zu entspannen.

Duschen und Bewegen

Wer Schmerzen hat, versucht instinktiv, den betroffenen Bereich zu schonen und jede Bewegung zu vermeiden. Gerade bei Verspannungen jedoch führt dieser Instinkt in die Irre: maßvolle Bewegung trägt durchaus dazu bei, die Schmerzen zu lindern. Bevor erste Bewegungen versucht werden, sollte jedoch die Wärme der Dusche wirken können, und zwar mindestens fünf Minuten lang, bis die Muskeln sich ein wenig zu entspannen beginnen.

Nach vorn, nach hinten und zur Seite

Erst dann wird die Dusche so eingestellt, dass das warme Wasser über den Kopf läuft und beide Arme nach unten hängen können, ohne den Duschkopf festhalten zu müssen. Die erste Bewegung ist ein Nicken mit dem Kopf und die entsprechende Gegenbewegung nach hinten. Anschließend kann der Kopf vorsichtig auf die Seite gedreht werden.

Keine dieser Bewegungen sollte über die Schmerzgrenze hinaus fortgeführt werden, selbst dann nicht, wenn nur eine Bewegung um wenige Zentimeter möglich ist. Ganz zu vermeiden sind ein Kreisen des Kopfes sowie alle ruckartigen Bewegungen.

Den richtigen Abschluss finden

Zum Abschluss der Dusche sollte das warme Wasser auf die Schultern gelenkt werden, während diese leicht angehoben und dann wieder abgesenkt werden. Da sich Muskeln bei Kälte zusammenziehen und dies bei Verspannungen ausgesprochen kontraproduktiv ist, sollte auf den kreislauffördernden kalten Guss zum Abschluss ausnahmsweise verzichtet werden.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: dusche, duschkopf © andreas reimann - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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