Ausfälle im Gesichtsfeld (Skotom)

Augenarzt schaut in ein Gerät, in das die Patientin ihr Auge hält

Das so genannte Flimmerskotom verschwindet in der Regel nach 20 bis 30 Minuten wieder

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  • von Paradisi-Redaktion

Bei einem Gesichtsfeldausfall kommt es zu einem eingeschränkten Gesichtsfeld. Eine häufige Form von Gesichtsfeldausfall ist das Skotom.

Merkmale und Ursachen

Spricht man vom Gesichtsfeld, ist damit der Bereich gemeint, den man beim Geradeaussehen erblickt, wobei die Augen nicht bewegt werden. Gewissermaßen handelt es sich um Auflösung und Größe des Bildes, das man vor sich sieht.

Ein gesundes menschliches Auge ist in der Lage, den mittleren Bildbereich scharf zu sehen, während die Ränder eher unscharf wahrgenommen werden. Aus den Augenwinkeln lassen sich jedoch Bewegungen problemlos wahrnehmen.

Aufgrund des Alterungsprozesses kommt es im Laufe des Lebens zur Abnahme des Gesichtsfeldes. Augenärzte unterscheiden zwischen

  • dem monokularen Gesichtsfeld, das sich auf ein Auge bezieht
  • dem binokularen Gesichtsfeld beider Augen
  • dem peripheren (körperfernen) Gesichtsfeld und
  • dem zentralen (körpernahen) Gesichtsfeld.

Lässt sich das Gesichtsfeld nur noch eingeschränkt wahrnehmen, handelt es sich um einen Gesichtsfeldausfall.

Formen von Gesichtsfeldausfall

Gesichtsfeldausfälle werden in der Medizin in verschiedene Formen eingeteilt. Dazu gehören

  • das Skotom, bei dem die Sehkraft in einem bestimmten Gesichtsfeldbereich teilweise reduziert wird oder sogar komplett ausfällt
  • die Quadrantenanopsie (Quadrantenausfall), bei der ein Viertel des Gesichts ausfällt
  • die Hemianopsie (Halbseitenausfall), bei der auf beiden Augen das Gesichtsfeld halbseitig ausfällt
  • der konzentrische Gesichtsfeldausfall, bei dem der Ausfall auf der Außenseite beginnt und sich dann auf der Innenseite fortsetzt, sowie
  • Metamorphopsien (Verzerrungen).

Skotom

Zu den häufigsten Arten von Gesichtsfeldausfällen zählt das Skotom. Bei einem Skotom kommt es zu einem partiellen oder vollständigen Sensibilitätsverlust. Es kann aus unterschiedlichen Gründen auftreten und sowohl krankhafter als auch nicht krankhafter Natur sein.

Ringförmiges Skotom

Ein nicht krankhaftes Skotom ist das ringförmige Skotom. Es zeigt sich aufgrund eines Vergrößerungseffektes am Rand von Brillengläsern mit Dioptrienwerten. Mögliche Ursachen für krankhafte Skotome können Retinopathien (Netzhautschäden) sowie Erkrankungen des Sehzentrums oder der Sehbahn sein.

Flimmerskotom

Unter einem Flimmerskotom versteht man ein vorübergehendes Skotom, das sich in der Regel nach etwa 20 bis 30 Minuten wieder von selbst zurückbildet. Ein Flimmerskotom tritt ganz unvermittelt auf und wird von einem hellen, flimmernden Licht am Rande des Gesichtsfeldes begleitet. Das komplette Gesichtsfeld erfasst diese Sehstörung jedoch nicht.

Da das Flimmerskotom einer Blendung ähnelt, haben die Betroffenen oft das Gefühl, in ein helles Licht geblickt zu haben. Außerdem lassen sich Texte oder Objekte nicht mehr genau fixieren. Bei einem Teilausfall des Gesichtfeldes ist es jedoch möglich, sich weiterhin räumlich zu orientieren.

Flimmerskotome treten nicht selten im Rahmen einer Migräne auf und werden mitunter von weiteren Beschwerden wie

begleitet. Sie können sich aber auch ohne jegliche Begleiterscheinungen zeigen. Wodurch ein Flimmerskotom verursacht wird, ließ sich bisher noch nicht klären. Liegt keine Migräne vor, muss es normalerweise nicht medizinisch behandelt werden.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: at the optician © nyul - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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