Nieren- von Rückenschmerzen unterscheiden

Symptome - Frau mit Rückenschmerzen fasst sich mit beiden Händen an den Rücken

Der Nierenschmerz ist dumpf und bewegungsunabhängig und tritt in der Regel phasenweise auf

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  • von Paradisi-Redaktion

Hinter Rückenschmerzen können sich auch Nierenbeschwerden verbergen. Doch wie lassen sich Rückenschmerzen von Nierenschmerzen unterscheiden?

Nierenschmerzen

Nierenschmerzen werden zumeist von Erkrankungen oder Störungen im Nierenbeckenbereich, wie zum Beispiel Nierenbeckenentzündungen oder Nierensteinen, verursacht. Nicht selten haben die Betroffenen jedoch Probleme damit, Nierenschmerzen von Rückenschmerzen zu unterscheiden.

Nieren- oder Rückenschmerzen?

Den Unterschied zwischen Rückenschmerzen und Nierenschmerzen zu erkennen, ist nicht immer leicht. Vor allem, wenn die betroffene Person zuvor noch nie unter Nierenschmerzen gelitten hat, fällt es schwer, die Beschwerden richtig einzuschätzen.

Mitunter können Nierenschmerzen auch sekundär Rückenschmerzen auslösen. Dadurch liegen jedoch beide Schmerzarten gleichzeitig vor. Bei einem Arzttermin ist es daher wichtig, dass der untersuchende Arzt sowohl eine gründliche Befragung des Patienten als auch eine umfassende körperliche Untersuchung vornimmt, damit bedenkliche Erkrankungen nicht übersehen werden.

Merkmale von Nierenschmerzen

Bei den meisten Nierenerkrankungen treten die Nierenschmerzen vor allem im Bereich der Flanken auf. Gemeint sind damit die Körperregionen rechts und links neben der Wirbelsäule.

Sie verlaufen vom dritten und vierten Lendenwirbel bis zum elften und zwölften Brustwirbel. Zwischen dem dritten und vierten Lendenwirbel befinden sich in der Tiefe die Nieren. In manchen Fällen strahlen die Schmerzen auch in benachbarte Körperregionen wie den Rücken aus, wodurch es zu Rückenbeschwerden kommt.

Ein typisches Merkmal von Nierenschmerzen ist, dass sie dumpf sind und nicht von Bewegungen abhängen. Außerdem machen sie sich nicht ständig bemerkbar, sondern treten nur phasenweise auf.

Darüber hinaus kommt es bei Nierenschmerzen häufig zu weiteren Symptomen. Dazu gehören vor allem

Ein weiterer Hinweis auf Nierenprobleme ist ungewöhnlich häufiges oder seltenes Wasserlassen. Außerdem kann der Urin blutig sein oder schäumen.

Mitunter sind die Nierenschmerzen auch kolikartig. In solchen Fällen sollte rasch ein Arzt oder Urologe zu Rate gezogen werden.

Auswirkungen von chronischen Nierenleiden auf den Rücken

Chronische Nierenleiden wirken sich häufig auf den Rücken aus, da sie Reflexsyndrome hervorrufen. Leidet die betroffene Person bereits unter Funktionseinschränkungen der Wirbelsäule, besteht die Gefahr, dass diese durch die Nierenbeschwerden noch verstärkt werden.

Bemerkbar macht sich dies meist durch

  • Verspannungen im unteren Wirbelsäulenbereich
  • Blockaden der unteren Brustwirbelsäule bzw. der ganzen Lendenwirbelsäule oder
  • Probleme mit den Rippengelenken.

Behandlung von Nierenschmerzen

Auf welche Weise die Nierenschmerzen behandelt werden, hängt von ihrer auslösenden Ursache ab. Der häufigste Grund für Nierenbeschwerden ist eine Nierenbeckenentzündung. Diese wird in der Regel durch die Gabe von Antibiotika behandelt.

Oftmals erhält der Patient auch Schmerzmittel und krampflösende Medikamente. Je rascher die Behandlung von Nierenschmerzen erfolgt, desto schneller gehen sie wieder zurück.

Grundinformationen zu Nierenschmerzen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Schmerzen © Stefan Redel - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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