Leckere Schwarzwurzel - Den "schwarzen Spargel" richtig zubereiten

Die Schwarzwurzel gehört zum Wurzelgemüse und wird oft auch als "schwarzer Spargel" bezeichnet. Das Schälen ist hier recht aufwändig und um seine Kleidung zu schützen, sollte man bei der Zubereitung der Schwarzwurzel eine Kochschürze tragen. Zubereiten lässt sich die Schwarzwurzel wie Spargel; auch Panieren ist beliebt. Lesen Sie über die Zubereitungsmöglichkeiten der Schwarzwurzel.

Zubereitungsmöglichkeiten der Schwarzwurzel

Schwarzwurzeln - Wirkung und Inhaltsstoffe

Schwarzwurzeln erinnern geschmacklich und im Aussehen an Spargel. Aber sie sind nicht so faserig und haben einen charakteristischen Geschmack.

Schwarzwurzeln verfügen wie die übrigen Wurzelgemüse über viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Deshalb sollten sie fester Bestandteil einer gesunden Ernährung sein.

Zu den Inhaltsstoffen der Schwarzwurzel zählen

  • Vitamin A
  • verschiedene B-Vitamine
  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • Eisen
  • Kalzium
  • Magnesium und
  • Kalium.

Gesundheitliche Vorzüge der Schwarzwurzel

Die Schwarzwurzel wird zu den basischen Lebensmitteln gezählt. Sie ist sehr kalorienarm und kann dazu die Fettverbrennung und den Stoffwechsel ankurbeln.

Durch die enthaltenen Ballaststoffe wird die Darmflora belebt. Die Wurzel

  • wirkt entspannend und fördert einen gesunden Schlaf
  • entgiftet die Leber
  • regt die Bildung roter Blutkörperchen an und
  • unterstützt die Leber.

Verwendung der Schwarzwurzel in der Küche

Schwarzwurzel kann ab Oktober geerntet werden und ist dann frisch in unseren Supermärkten erhältlich. Da man dieses Wurzelgemüse nicht lange lagern kann, sollte man es möglichst bald zubereiten. Bis dahin legt man die Schwarzwurzeln in den Kühlschrank.

Schwarzwurzel wird wie Spargel geschält

Schwarzwurzel ähnelt in seiner Zubereitung dem Spargel. Zuerst müssen die Schwarzwurzelstangen gründlich mit Wasser gereinigt und ggfs. sogar Erdreste abgebürstet werden.

Nun wird geschält, wie auch beim Spargel. Man verwendet dazu einen Spar- oder Spargelschäler.

Beim Schälen kommt eine klebrige milchige Flüssigkeit aus der Schwarzwurzel. Gelangt dieser Milchsaft auf die Kleidung, kann er meist nicht mehr entfernt werden. Daher sollte man zum Putzen von Schwarzwurzeln immer eine Kochschürze oder alte Kleidung anziehen. Zusätzlich empfiehlt es sich, beim Schälen Einmalhandschuhe anzuziehen, so werden die Finger nicht klebrig.

Einfacher geht der Schälvorgang jedoch, wenn man die Schwarzwurzeln in einem großen Topf mit Wasser, Essig und Kümmel etwa zwanzig Minuten lang kocht. Die Haut lässt sich dann ganz einfach herunterziehen.

Schwarzwurzelstücke in Mehlwasser legen und kochen

Meist werden die geschälten Schwarzwurzeln in kleine Stücke geschnitten, bevor sie für das Gericht weiter verarbeitet werden. Da die geschälten Wurzeln schnell braun werden, legt man sie in eine Schüssel mit Wasser und Mehl und gibt anschließend in das Kochwasser ebenfalls etwas Mehl. So bleibt die helle Farbe des Wurzelgemüses erhalten.

Man kann die Schwarzwurzel in kleine Stücke schneiden und panieren. Anschließend brät man sie in einer Pfanne mit heißem Fett, wie zum Beispiel Schnitzel. Auch ein Salat kann aus der Schwarzwurzel zubereitet werden.

Arten und Anbau der Schwarzwurzel

Arten der Schwarzwurzel können einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen sein. Sie bilden Pfahlwurzeln, die verspeist werden können. Die essbaren Sorten nennt man auch Garten-Schwarzwurzel, Echte Schwarzwurzel oder Spanische Schwarzwurzel.

Dass sie günstiger sind als Spargel, hat ihnen den Spottnamen "Arme-Leute-Spargel" eingebracht. Das stammt wohl noch aus der Zeit, in der Spargel der Oberschicht vorbehalten blieben.

Seltener nennt man sie auch Winterspargel, weil sie frosthart ist. Ihren Namen Schwarzwurzel verdankt sie der schwarzen Haut.

Ursprünglich stammt die Schwarzwurzel aus Spanien und wurde etwa im 17. Jahrhundert auch in Mitteleuropa eingeführt. Lange Zeit war sie ein bisschen in Vergessenheit geraten, bis sie wieder ein Comeback erlebte. Schwarzwurzeln werden kommerziell und von Hobbygärtnern angebaut.

Da die Schwarzwurzeln winterhart sind, können sie bei entsprechendem Wetter auch im Winter geerntet werden. Die Erntezeit beginnt im Oktober, in feuchtem Sand gelagert, halten sie bis ins Frühjahr hinein.

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