Champignon - Arten, Vorkommen und Zubereitung

Champignons gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Speisepilzen. Dies liegt wohl auch daran, dass man sie in jedem Supermarkt kaufen und in der Küche vielseitig verwenden kann.

Den Champignon gibt es als weißen oder braunen Pilz - er lässt sich beispielsweise in Form einer Sauce zubereiten; sehr beliebt ist auch die Champignoncremesuppe

Obwohl Champignons natürlich auch in der freien Natur wachsen, eignen sie sich perfekt als Zuchtpilz. Ein Großteil der Champignons, die wir kaufen, wurde nicht in einem Wald oder auf einer Wiese geerntet. Mit ein wenig Geschick kann man sogar selbst zu Hause Zuchtchampignons anbauen und dann die eigenen Pilze ernten.

Unterschiedliche Arten und Vorkommen

Champignons gibt es in vielen unterschiedlichen Arten.

  • Während der Zuchtchampignon (auch Zweisporiger Egerling genannt) je nach Zucht kleinere oder größere Hüte in weiß, hellbraun oder braun haben kann,
  • sieht der Wiesen-Champignon größer aus und wächst in der freien Natur.

Der Wiesen-Champignon wächst auch in Deutschland, wenn auch leider immer seltener. Da diese Champignonart leicht mit einem Giftpilz verwechselt werden kann, sollte man diese Pilze wirklich nur dann sammeln, wenn man ein Pilzkenner ist. Kauft man hingegen den Zuchtchampignon im Supermarkt, so braucht man keine Angst haben, einen giftigen Pilz im Kochtopf zu haben.

Weitere Pilzarten sind beispielsweise

  • der Weiße Anis-Champignon
  • der Perlhuhn-Champignon oder
  • der Riesen-Champignon.

Der Hut des Riesen-Champignons ist im Vergleich zu den anderen Champignonarten besonders groß. Diese Pilzart wächst besonders häufig in älteren Nadelwäldern und ist bedenkenlos essbar.

Die Zuchtchampignons kann man das ganze Jahr über in unseren Supermärkten kaufen. Geht man hingegen selbst zum Pilzesuchen, so wird man nicht das ganze Jahr über mit einem Korb voller Pilze nach Hause kommen, denn die Champignons haben nur einige Monate im Jahr Saison und können nur dann geerntet werden.

Zubereitung

Champignons sind übrigens sehr gesund, weil sie kalorienarm, vitamin- und mineralstoffreich sind. Kauft man Champignons im Supermarkt, so kann man diese durchaus noch einige Tage im Kühlschrank lagern, sollte sie jedoch dann möglichst rasch verarbeiten. Es empfiehlt sich, die Verpackung der Pilze direkt nach dem Kauf zu entfernen. Vor der weiteren Verarbeitung sollten die Champignons mit einem feuchten Tuch abgerieben werden, um Verunreinigungen zu entfernen.

Im Gegensatz zu anderen Pilzen hat man bei Champignons nur wenig Abfall, weil fast der komplette Pilz gegessen werden kann. Das trockene Stielende sollte man vor der weiteren Verarbeitung jedoch unbedingt abschneiden. Das Waschen unter fließendem Wasser sollte man besser unterlassen, da sich Champignons dabei mit Wasser vollsaugen.

Nun geht es ans Kochen der Champignons. Im Gegensatz zu Dosenpilzen oder Pilzen aus dem Glas sollte man sich beim Kochen nicht wundern, wenn aus einer ursprünglich recht großen Menge an Champignons nur noch ein kleines Häufchen zurückbleibt.

Champignons in Sahnesauce

Für ein relativ einfaches Gericht schneidet man die Champignons in Scheiben und dünstet ein paar Zwiebeln in einer Pfanne an. Die Pilzscheiben gibt man dann dazu und brät sie kurz an. Nun kommen Brühe, Sahne und Gewürze dazu. Nach etwa zwanzig Minuten sind die Pilze in Sahnesauce fertig und können beispielsweise zu Semmelknödel serviert werden.

Drei Varianten der klassischen Champignoncremesuppe

Auch in einer Suppe ist dieser Pilz sehr beliebt. Die Champignoncremesuppe gehört zu den beliebtesten Suppen. Durch die Zugabe unterschiedlicher Zutaten kann man sie geschmacklich verändern.

Variante 1

Für Variante 1 der beliebten Suppe benötigt man

Wie bei allen Pilzgerichten, müssen die Pilze zuerst vorsichtig mit einem Küchentuch gereinigt werden und die Stielenden großzügig abgeschnitten werden.

Die Pilze werden in dünne Scheiben geschnitten sowie die Zwiebeln und der Knoblauch gehackt. Die Butter lässt man anschließend in einem großen Topf zerlaufen, bevor die Pilze, die Zwiebeln und der Knoblauch kurz gebraten werden.

Nun kommt etwas Mehl dazu und nach dem Verrühren etwa ein Liter Gemüsebrühe, die die Grundlage der Champignoncremesuppe bei dieser Variante bildet. Die Suppe muss nochmals richtig kochen, ehe die Sahne eingerührt wird.

Nach nochmaligem Aufkochen wird die Suppe mit dem Pürierstab püriert. Nun wird die Champignon-Creme-Suppe mit frischen Kräutern sowie Salz und Pfeffer abgeschmeckt und kann dann serviert werden.

Variante 2

Eine Champignoncremesuppe kann auch mit Rinderbrühe zubereitet werden, wenn keine Vegetarier mitessen. Statt Sahne verwendet man hier jedoch Milch. So werden Kalorien gespart.

Auch bei der Variante 2 einer Pilzsuppe werden Zwiebeln, Knoblauch und Pilze in der zerlaufenen Butter kurz angebraten und mit Mehl abgelöscht. Dann kommen die Rinderbrühe und die Milch dazu und die Suppe muss etwa eine Viertelstunde kochen.

Dabei sollte man die Suppe ohne Deckel kochen, so dass sie dickflüssig werden kann. Nach der Kochzeit wird diese Suppe nicht püriert, sondern gleich abgeschmeckt und dann serviert.

Variante 3

Eine besonders schnelle Champignoncremesuppe entsteht aus

Die in Scheibchen geschnittenen Pilze werden in flüssiger Butter angebraten und müssen dann in Salzwasser eine knappe halbe Stunde köcheln. In einer Schüssel werden Sahne, Eigelb und Speisestärke miteinander verrührt und dann in den Suppentopf eingerührt. Die Suppe muss schließlich nochmals kochen und wird dann mit den restlichen Zutaten abgeschmeckt.

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Quellenangaben
  • ein kleines mädchen mit einem korb beim pilze sammeln © Ramona Heim - www.fotolia.de

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