Speise-Morchel - Arten, Vorkommen und Zubereitung

Wer einmal Speise-Morcheln essen möchte, braucht beim Sammeln viel Glück oder das richtige Händchen, um diesen Speisepilz zu finden. Er gleicht sein Aussehen nämlich seiner Umgebung an und macht es den Pilzsammlern dadurch schwer.

Speise-Morcheln stehen unter Naturschutz und lassen sich braten oder auch kochen - es besteht Verwechslungsgefahr mit der giftigen Frühlingslorchel

Speise-Morcheln haben ein außergewöhnliches Aussehen. Sie werden bis zu 25 Zentimeter groß und acht Zentimeter breit. Der Hut der Speise-Morchel ist eierförmig, wobei er von seiner Struktur her Ähnlichkeit mit Bienenwaben hat.

Speise-Morcheln können unterschiedliche Farben haben. Sie passen sich ihrer Umgebung perfekt an und machen es den Pilzsammlern dadurch recht schwer. Es gibt sowohl gelbe Speise-Morcheln als auch hellbraune.

Die Spitzmorchel findet man häufiger als die Speise-Morchel. Äußerlich unterscheiden sich beide Pilze durch ihre Strukturierung, doch auch die Spitzmorchel ist ein beliebter Speisepilz. Die Kapuzenmorchel ist zwar ebenfalls essbar, jedoch lange nicht so beliebt wie die Spitz- oder Speise-Morchel.

Vorkommen

Möchte man Speise-Morcheln sammeln, so muss man dies im Frühjahr zwischen März und Mai tun. Doch Achtung: Es gibt einen Doppelgänger, der der Speise-Morchel zum Verwechseln ähnlich sieht. Die Frühlingslorchel ist jedoch giftig. Unerfahrene Pilzsammler sollten die gesammelten Pilze vor dem Verzehr daher erst einem Fachmann zeigen.

Die Speise-Morchel selbst hat nur wenig Eigengeruch und schmeckt angenehm mild. Man findet diesen Pilz in Laubwäldern und hier besonders unter Eschen. Selten wachsen diese Pilze auch unter Obstbäumen.

Im Supermarkt kann man die Speise-Morcheln sowohl frisch als auch getrocknet kaufen. Dabei sollte man sich jedoch bewusst sein, dass Speise-Morcheln nicht zu den günstigen Pilzen zählen. Ein Kilogramm Speise-Morcheln kann hier durchaus 50 Euro kosten.

Zubereitung

Die Speise-Morchel kann

werden. Nur roh sollte man den Pilz nicht essen. Kocht man die Speise-Morchel, so sollte man das Kochwasser nicht für die weitere Zubereitung verwenden, sondern weggießen.

Speise-Morcheln enthalten sehr viel Eisen, Vitamin C und Vitamin B5. Da diese Pilzart unter Naturschutz steht, sollte man jedoch wissen, dass man sie bei uns nur für den Eigenbedarf sammeln darf.

Rohe Speise-Morcheln enthalten Helvellsäure, die unserem Körper nicht gut bekommt. Um dieses Gift zu zerstören, müssen die Speise-Morcheln mindestens fünf Minuten gekocht werden. Da sich das Gift dann im Kochwasser befindet, muss dieses vor der weiteren Verarbeitung weggegossen werden. Anders verhält es sich bei getrockneten Pilzen. Nach einem halben Jahr ist hier das Gift nicht mehr nachweisbar.

  1. Vor der Zubereitung von frischen Morcheln, muss der Sand vorsichtig aus den Waben entfernt werden.
  2. Dann schneidet man den Pilz einmal mittig durch, da sich hier häufig Würmer angesiedelt haben.
  3. Nun kann man die Pilze kochen, sollte sie nach der Kochzeit jedoch nochmals gründlich auswaschen.

Nun kann die eigentliche Zubereitung des Pilzgerichtes beginnen. Verwendet man zum Kochen getrocknete Speise-Morcheln, so müssen diese zuerst einige Zeit in Wasser eingeweicht werden. Das Einweichwasser kann dann als Saucengrundlage verwendet werden.

Die Pilze können sowohl als Beilage zubereitet werden, als auch als Suppe, Sauce und Ähnliches.

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Quellenangaben
  • ein kleines mädchen mit einem korb beim pilze sammeln © Ramona Heim - www.fotolia.de

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