Anbau, Verwendung und Scoville-Grad von Tepin und verschiedener Habanerosorten

Nahaufnahme rote Chili Schoten übereinander gelegt

Der Scoville-Grad liegt bei 50000 bis 100000 bzw. bei 100000 bis 350000

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  • von Paradisi-Redaktion

Wer es extrem scharf mag, sollte zu Tepin oder Habaneros greifen. Habaneros sind eine Chilisorte und die Schärfsten der Welt.

Tepin

Tepin ist eine Chilisorte, die wild wächst, beispielsweise in der Wüste. Schon vor 9.000 Jahren kannte man dieses Würzmittel. Tepins sind praktisch die Mutter aller heutiger Paprika- und Chilisorten.

Anbau

Kommerzieller Anbau dieser scharfen kleinen Schoten ist schwierig. Sie wachsen an Sträuchern, die meist unter Bäumen wachsen. Grund dafür ist, dass die Vögel die Beeren dieses Strauches fressen und die Samen anschließend wieder ausscheiden.

Dazu sitzen sie eben meist auf Bäumen. Kein Wunder, dass Tepinfrüchte sehr teuer sind und somit auch das Gewürz daraus ein kleines Vermögen kostet.

Für die Herstellung des Gewürzes werden die Früchte getrocknet und zermahlen. Man würzt damit

Übrigens kann man Tepinfrüchte auch selbst zu Hause anpflanzen. Die Samen können beispielsweise über das Internet bezogen werden. Die Früchte brauchen relativ lange, bis sie reif sind.

Im Herbst sollte man die Pflanzen daher wieder ins warme Haus stellen. Eine bessere Ernte fährt man dann ab dem zweiten Jahr ein. Bis zu einem Meter kann die Pflanze hoch werden. Sind die Früchte rot, so kann man sie auch frisch wie Chilischoten verwenden.

Scoville-Skala

Auf der Scoville-Skala wird Tepin-Chili mit 50.000 bis 100.000 Scoville-Grad angegeben, gefolgt von den Habaneros, die je nach Sorte bei etwa 100.000 bis 350.000 Scoville-Grad liegen. Auf einer Skala von 0 bis 10 erhalten die Tepinfrüchte 8 bis 9 Punkte, wobei 10 Punkte der Höchstwert ist.

Habaneros

Habaneros sind überwiegend äußerst scharfe Chilischoten; es gibt jedoch auch einige milde. Die scharfen Schoten wachsen unter anderem in der Karibik und den USA.

Die Pflanzen, an denen die Habaneros wachsen, werden über einen Meter hoch. Die Schoten bleiben relativ klein, je nach Sorte sind sie gerade einmal 6 cm groß. Meist sind sie zuerst grün und werden im reifen Zustand dann gelb, orange oder rot.

Scoville-Grad

Der Stoff, der die Habaneros so scharf macht, heißt Capsaicin. Es gibt unzählig viele verschiedene Habanerosorten. Viele davon erhalten auf einer Skala von 0 bis 10 gleich 10 Punkte für ihre Schärfe, sind also somit die schärfsten Chilis. Wer meint, Jalapenos seien scharf, der sollte einmal diese Schoten probieren. Sie sind bis zu 50 mal schärfer.

Verwendung

In der Küche verwendet man Habaneros sowohl getrocknet als auch frisch oder als Pulver-Gewürz. Grundsätzlich sollte man Handschuhe tragen. Sofern man getrocknete Früchte selbst mahlen möchte, sollte man den Staub keinesfalls einatmen.

Die Früchte haben es nämlich in sich. Anfangs merkt man beim Verzehr noch nichts, doch dies ändert sich schnell. In Maßen können Habaneros aber scharfe Soßen perfekt abschmecken. Dazu kann man auch getrocknete Früchte kaufen und diese über Nacht einweichen.

Anbau

Möchte man diese scharfen Schoten frisch ernten, so kann man sie zu Hause anpflanzen. Dazu sät man die Samen im Frühjahr aus. Anfangs bleiben die Pflanzen noch im Haus, später kann man sie nach draußen umpflanzen.

Sobald es jedoch kühler wird, müssen die Pflanzen wieder ins Haus geholt werden. Man sollte die Pflanzen in jedem Fall an einen sonnigen Standort stellen, um eigene Habaneros ernten zu können. Die Früchte werden zwar nicht so groß wie in ihren Heimatländern, schmecken aber je nach Sorte genauso scharf.

Habanerosorten

Beliebte Habanerosorten sind beispielsweise die

  • orangen Datil
  • gelben Fatalii oder
  • braunen Habanero Chocolate.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Red Chili Pepper and green bell pepper © Douglas Freer - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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