Unterschiede der Honigsorten nach Verarbeitung, Herkunft und Eigenschaften

Honig ist vielseitig verwendbar und in unterschiedlichen Sorten erhältlich. Je nachdem, aus welchen Blüten der Honig stammt, kann man ihn als Brotaufstrich, zum Kochen und Backen, zur Zubereitung von Honiggetränken u.a. verwenden. Unterschiede der Honigsorten finden sich zudem auch abhängig von der Verarbeitungsweise. Werfen Sie einen Blick auf verschiedene Honigsorten.

Unterschiedliche Honigarten auf einen Blick

Die Vielfalt des Honigs

Wenn man im Supermarkt einmal konkret darauf achtet, wie viele unterschiedliche Sorten Honig es eigentlich gibt, so wird man verwundert sein. Selbst in großen Supermärkten mit sehr großer Auswahl findet man aber noch lange nicht alle, die es auf dem Markt gibt.

Und viele Menschen wissen gar nicht, dass es Sorten gibt, die aus Blütenpollen bzw. -nektar bestehen und Honigsorten, die aus Honigtau hergestellt werden. Wird dieses Naturprodukt maschinell bearbeitet, in der Fachsprache nennt man dies "Filtrieren", so erhält man einen Honig, der zwar für Pollenallergiker besser verträglich ist, bei dem aber nicht mehr nachweisbar ist, aus welchen Blüten er eigentlich stammt.

Für die Industrie gibt es zusätzlich zu den normalen Honigsorten auch noch einen speziellen Backhonig, der beispielsweise für Tiefkühlgebäck verwendet werden darf. Dieser Honig darf nicht als normaler Honig verkauft werden, weil er beispielsweise einen fremdartigen Geruch angenommen hat oder während der Herstellung übermäßig erhitzt wurde.

Unterschiede in Menge und Preis

Beim Kauf von Honig sollte man immer bedenken, dass es sich um ein Naturprodukt handelt, es sei denn, man kauft gefilterten Honig. Ein Naturprodukt kann von Jahr zu Jahr unterschiedlich aussehen und auch schmecken. Und nicht jedes Jahr ist die gleiche Menge einer Sorte erhältlich.

Es kann durchaus vorkommen, dass es in einem Jahr große Mengen Tannenhonig gibt, während es in den darauffolgenden Jahren Wartelisten für diese Honigsorte gibt.

Je nachdem, wie viel Honig von einer Sorte verfügbar ist, kann natürlich auch der Preis variieren. Gerade bei Sortenhonigen, die nur in geringer Menge vorhanden sind, werden häufig nur kleine Mengen verkauft - und diese schon zu einem stolzen Preis.

Übrigens: Bis eine Biene 1kg Honig gesammelt hat, muss sie unglaubliche 70.000 Mal fliegen. Es werden nämlich bis zu drei Kilogramm Nektar benötigt, um letztlich 1kg Honig zu erhalten.

Auf den nächsten Seiten erfahren Sie die Unterschiede zwischen einem Blütenhonig, einem Importhonig sowie einem Honig aus Honigtau. Außerdem gibt es auch einen veganen sowie den bereits erwähnten gefilterten Honig.

Honigsorten in Abhängigkeit der Verarbeitsungsart

Je nach Verarbeitung des Honigs wird dieser von den Imkern unterschiedlich bezeichnet.

Scheiben- bzw. Wabenhonig

Relativ teuer, aber unter Honigliebhabern sehr geschätzt, ist der Scheiben- bzw. Wabenhonig. Die Bienen haben sich hier zuvor selbst die Waben gebaut. Die Waben werden in Teile zerschnitten und so verkauft. Der Honig ist naturbelassen, weil er nicht durch Schleudern oder Rühren bearbeitet wurde.

Waben- und Scheibenhonig unterscheiden sich dadurch, dass

  • Scheibenhonig ausschließlich aus Heidehonig besteht;
  • Wabenhonig hingegen kann aus jeder Honigsorte sein.

Möchte man einen besonders ursprünglichen Honig haben, so sollte man zu Scheibenhonig greifen, da hier die Waben komplett von den Bienen gebaut wurden. Beim Wabenhonig dürfen vom Imker Wachsplatten in die Waben gestellt werden. Damit dieser Honig in flüssiger Form verkauft werden kann, werden die Waben in einem warmen Raum aufgehängt, sodass der von den Bienen gesammelte Honig aus den Waben tropfen kann.

Schleuder- und Tropfhonig

Während Waben- und Scheibenhonig relativ selten sind, ist der Schleuderhonig der am meisten verkaufte Honig. Dieser Honig wird in der Zentrifuge aus den Bienenwaben "geschleudert". Dabei filtert man den Honig durch ein feines Sieb, damit er von Waben- oder Pflanzenteilen gereinigt wird. Nach der Reinigung des Honigs füllt ihn der Imker vorsichtig in Gläser ab.

Wer einem Feinschmecker eine Freude machen möchte, der sollte nicht unbedingt zum günstigen Schleuderhonig, sondern lieber zum Tropfhonig greifen. Dieser ist fast genauso beliebt wie der Wabenhonig. Nur wenige Imker stellen den Tropfhonig her, indem sie ihn aus den Waben fließen lassen.

Press- und Filterhonig

Daneben gibt es noch den Presshonig, der meist aus den Honigwaben herausgepresst wird, wie schon der Name vermuten lässt. Wer Wert auf ein natürliches Produkt mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen legt, sollte nicht zu dieser Form des Honigs greifen.

Mit dem ursprünglichen Honig hat aber auch der als Filterhonig bezeichnete Honig nicht mehr viel zu tun. Bei der Herstellung wird dieser Honig erwärmt und dann gefiltert, sodass auch keine Pollen mehr enthalten sind.

Kunst- und Stampfhonig

Noch weniger hat Kunsthonig mit normalem Bienenhonig zu tun, da dieses Produkt industriell hergestellt wurde. Auch das Mischen von Kunst- und Bienenhonig ist erlaubt, muss auf dem Produkt jedoch gekennzeichnet werden.

Den meisten Verbrauchern ist der Stampfhonig relativ unbekannt. Dies ist auch nicht verwunderlich, da dieser Honig hauptsächlich in der Bienenzucht verwendet wird. Es handelt sich um minderwertigen Honig, der jedoch früher regelmäßig verwendet wurde, als es das Schleuderverfahren noch nicht gab. Zu guter Letzt sei noch anzumerken, dass nicht jede Form des Honigs sowohl zum Verzehr als auch als Heilmittel verwendet werden kann.

Honigarten in Abhängigkeit der Herkunft bzw. Inhaltsstoffe

Honig lässt sich auch abhängig von Herkunft und Inhaltsstoffen unterscheiden. Zu den zahlreichen unterschiedlichen Honigsorten gehören

  • Blütenhonige
  • Importsortenhonige
  • Honig aus Honigtau und
  • gefilterter Honig.

Je nach Sorte ist der Honig cremig oder flüssig. Wenn man im Supermarkt Honig kauft, so sollte man bewusst einmal darauf achten, um welche Honigsorte es sich eigentlich handelt. Besonders für Kinder ist es jedoch auch interessant, wenn der Honig direkt beim Imker erworben wird und sie somit sehen können, wo der Honig denn herkommt.

Blütenhonig

Blütenhonig gewinnt man aus dem Blütennektar einer Pflanze. Zu den zahlreichen Sorten zählen beispielsweise

Akazienhonig beispielsweise stammt von den Blüten von Robinien, die auch falsche Akazien genannt werden. Honig dieser Sorte hat viel Aroma und schmeckt angenehm mild.

Weniger bekannt ist der Bergblütenhonig, der von Bienen in den Hochlagen der Gebirge gesammelt werden kann.

Kinder sind besonders vom Kleehonig begeistert, da er besonders mild ist und - wie der Name bereits sagt - von Kleeblumen stammt. Diese Honigsorte enthält sehr viel Traubenzucker, weshalb der Kleehonig cremig ist und eine hellgelbe Farbe hat.

Importsortenhonig

Des Weiteren lässt sich eine Einteilung in Importsortenhonige vornehmen. Zu diesen zählen:

Besonders aromatisch ist der Lavendelhonig, der meist aus der Provence stammt. Auch Linden- und Lindenblütenhonig gehören zu den vielen Honigsorten.

Aus den Eukalyptusbäumen kann ein Eukalyptushonig entstehen. Dieser Honig ist cremig und gelblich oder bräunlich in der Farbe.

Honig aus Honigtau

Zudem gibt es Honig aus Honigtau. Dazu gehören

Gefilterter Honig

Wer auf Pollen allergisch reagiert, wird eher zu gefiltertem Honig greifen. Im Filterverfahren werden vor allem die Pollen entfernt, sodass der Honig deutlich verträglicher für Allergiker wird.

Veganer Honig

Veganer essen keine tierischen Produkte - und somit auch keinen Honig. Für sie gibt es jedoch einen guten Ersatz. Veganer Honig besteht etwa aus einer Mischung aus Löwenzahnblüten und Maissirup. Er lässt sich auch selbst herstellen.

Auf den folgenden Seiten dieses Artikels geben wir einen Überblick über unterschiedlich Honigarten.

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  • Fresh honey © Ovidiu Iordachi - www.fotolia.de

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