Einlegegurken - Tipps zum Selberpflanzen und Rezepte zum Einlegen

Gurken sind einjährige, rankende Pflanzen aus der Familie der Kürbisgewächse. Sie zählen in vielen Regionen Europas und Asiens während der Sommersaison zu den wichtigsten einheimischen Gemüsearten. Gurken können je nach Sortengruppe roh verzehrt, zu Salaten verarbeitet, geschmort oder eingelegt werden. Eingelegte Gurken gelten als besonders beliebter Snack. Holen Sie sich Tipps zum Einlegen von Gurken sowie passende Rezeptideen.

Tipps zum Anbauen und Zubereiten von eingelegten Gurken

Was sind Einlegegurken? - Arten und Angebote

Gurken stehen während der Sommerzeit als frisches Gemüse bei vielen Menschen auf dem Speiseplan, im übrigen Jahr können sie im konservierten Zustand genossen werden. Hierzu können Gurken nach unterschiedlichen Rezepturen eingelegt werden. Eine besondere Art der Haltbarmachung stellt die Zubereitung von Salzgurken dar.

Einlegegurken unterscheiden sich in ihrer Form, ihrer Färbung und Größe.

  • Die kleinsten werden als Gewürzgurken oder Cornichons angeboten.
  • Mittelgroße Gurken sind in größeren Konservendosen erhältlich.
  • Große Gurken werden vor dem Einlegen in Sticks oder Scheiben geschnitten.

Im Handel angebotene konservierte Gurken sind mit unterschiedlichen Zutaten, mit Gewürzen und teilweise mit Kräutern versetzt. Allerdings werden häufig auch Geschmacksverstärker und künstliche Aromen verwendet. Dies bewegt Gurkenliebhaber immer öfter dazu, ihre Gurken selbst einzulegen.

Wann und wo kann man Einlegegurken kaufen?

Einlegegurken sind während der Sommersaison auf Wochenmärkten oder in Gemüseläden erhältlich. Ihre Schale sollte sattgrün bis dunkelgrün aussehen und unbeschädigt sein.

Die Frucht muss sich fest anfühlen und darf auf Druck nicht nachgeben. Schimmelstellen oder andere Erkrankungen sollten natürlich nicht erkennbar sein. Wer Gurken im eigenen Garten anbaut, kann gewiss sein, dass diese nicht mit Pestiziden und Insektiziden in Berührung gekommen sind.

Verwendung und Zubereitung - Kann man Einlegegurken roh essen?

Einlegegurken können natürlich roh als Snack zwischendurch gegessen werden. Auch als Zutat in Salaten werden sie häufig verwendet.

Des Weiteren lassen sich die Gurken schmoren. Sie sind oftmals auch beliebte Zutat in Suppen und Saucen.

Einlegegurken pflanzen - Tipps zum Anbau

Einlegegurken werden meist im Freiland angebaut. Bei der Auswahl aller Gurken sollte darauf geachtet werden, dass diese mehltauresistent sind. Die Früchte von Einlegegurken sind zwischen nur wenigen und etwa 10 Zentimeter lang.

Damit eine frühzeitige Ernte erfolgen kann, werden die Pflanzen häufig in Töpfen oder Kästen vorkultiviert. Dies kann im beheizten Frühbeet oder auf der Fensterbank geschehen. Einlegegurken besitzen eine festere Schale, die mit kleinen Stacheln oder Warzen besetzt sein kann.

Die Pflanze selbst bildet Ranken, die entweder auf der Erde oder an Rankhilfen wachsen. Sie können einige Meter lang werden. Die Stiele der Gurkenpflanze sowie ihre Blätter sind behaart. Letztere weisen zackenartige Ränder auf.

Die Pflanzen bilden naturgemäß getrenntgeschlechtige männliche und weibliche Blüten aus. Moderne Sorten können so gezüchtet werden, dass sie nur weibliche Blüten ansetzen. Einer Bestäubung bedürfen diese nicht.

Einlegegurken können auch selbst gepflanzt werden. Dabei gibt es bei der Gurkenart im Prinzip keinen Unterschied, so handelt es sich um dieselbe Gurkenpflanze - werden die Gurken früh geerntet, handelt es sich um Einlegegurken; erntet man sie später, ist die Rede von Salatgurken. Beim Eigenanbau gibt es einiges zu beachten.

Welche Sorten eignen sich zum Pflanzen bzw. Einlegen?

Im Prinzip kann jede Gurkensorte zum Einlegen verwendet werden. Empfehlenswert sind besonders robuste Sorten, wie etwa

  • Excelsior
  • Eva
  • Conny
  • Charlotte und
  • Bidretta.

Der richtige Standort für Einlegegurken

Wichtig zu wissen: bei Gurkenpflanzen handelt es sich um frostempfindliche Pflanzen. Die Bodentemperatur sollte über 10 Grad Celsius betragen, bevor man die Pflanzen ins Freie setzt. Der Standort sollte warm, vollsonnig und möglichst windgeschützt sein.

Wer sichergehen möchte, dass er die Gurken früh ernten kann, setzt sie ins Gewächshaus. Der Boden sollte locker und sandig sein. Bestenfalls wird er flach gehalten und mit Mulch bedeckt.

Das Vorziehen gelingt Anfang April im Minigewächshaus. Die Samen sprießen im Dunkeln und werden leicht mit Erde bedeckt. Auf einer hellen Fensterbank sollten sie innerhalb einer Woche sprießen; Mitte Mai ist dann durchschnittlich der Zeitpunkt zum Rauspflanzen.

Pflanzabstand und Erntezeitpunkt

was den Abstand angeht, sollte man sich nicht an die Größe der Gurke, sondern an die Pflanze halten. Sie sollten in einem Abstand von 60 Zentimeter gepflanzt werden.

Der Reihenabstand liegt optimalerweise bei 1,50 Meter. Zwei bis drei Pflanzen können im Freiland je Quadratmeter gepflanzt werden.

Ausgewachsen sind sie in der Regel Mitte Juli. Die Gewächshausgurken können Ende Mai geerntet werden. Die reifen Früchte sollten regelmäßig gerntet werden, sonst wird die Nachreifung weiterer Gurken gefördert.

Gurken einlegen - Rezepte und Tipps

Beim Einlegen von Gurken kommt es darauf an, diese zu erhitzen, in einen Sud einzulegen und durch einen Luftabschluss haltbar zu machen. Damit die Gurke eine gewisse Säure erhält, besteht der Sud aus Wasser, Essig und speziellen Kräutern und Gewürzen, die je nach Rezept variieren können.

Eine Ausnahme bildet die Herstellung von Salzgurken, bei denen das Aroma durch die Milchsäuregärung entsteht. Dieser Prozess benötigt eine Sauerstoffzufuhr, weshalb die befüllten Behältnisse lediglich mit einem Leinentuch abgedeckt werden.

Rezept für Schüttelgurken

Bei geringer Menge und für ein schnelles Ergebnis sind Schüttelgurken gut geeignet. Man braucht

  • geschälte und in Scheiben geschnittene Einlegegurken
  • Essig
  • Senfkörner
  • Salz
  • gemahlener Pfeffer
  • Zucker
  • frischen Dill
  • nach Belieben Schalotten

Man gibt die Gurkenscheiben in ein Einmachglas; die restlichen Zutaten werden gemisch tund darübergegeben. Was die Mengen angeht: ein bis zwei Teelöffel reichen für ein Kilo Gurken.

Beim Essig sollte so viel verwendet werden, dass die Gurken knapp bedeckt sind. Das Glas Schließen, gut schütteln und für 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Rezept für Dillgurken

Um Dillgurken einzulegen, benötigt man

  • 3 Kilogramm kleine oder geviertelte Gurken
  • Wasser
  • Weißwein- oder Gurkenessig
  • ein Bund Dill mit Blüten
  • Salz
  • 5 bis 7 Teelöffel Senfkörner
  • bei Bedarf 4 Zwiebeln

Die Gurken waschen und mit gehacktem Dill, Zwiebeln und Senfkörnern in ein luftdicht schließendes Einmachgefäß legen. Den fertigen Gurkenessig oder eine Lösung aus Wasser und Essig (2:1) sowie jeweils zwei Esslöffeln Salz auf einen Liter Wasser kurz aufkochen. Über die Gurken gießen.

Nun die Gläser verschließen und für eine halbe Stunde in einem Wasserbad eingekocht - das Wasser muss hierbei nicht kochen, 90 Grad Celisus sind ausreichend.

Rezept für Salzgurken

Die folgende Menge an Zutaten reicht für zwei 1-Liter-Gläser. Man braucht

  • 1 Kilogramm Einlegegurken
  • 1 Liter Wasser
  • zwei bis vier Stiele Dill
  • 2 bis 3 Knoblauchzehen
  • 50 bis 60 Gramm Salz
  • einige Sauerkirsch- oder Weinblätter

Gurken, Blätter, Knoblauch und Dill auf die Gläser verteilen. Je Glas sollten dabei zwei bis drei Sauerkirschblätter oder aber ein Weinblatt verwendet werden.

Das Wasser mit dem Salz aufkochen und kochend in die Gläser gießen, sodass die Gurken bedeckt sind. Die Gläser luftdicht verschließen. Nach ein bis zwei Wochen sind sie fertig.

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Kategorien:
Historie:
Zuletzt aktualisiert am
So arbeiten wir
Autor:

Mehr über uns
Warum kein namentlicher Autor?
Quellenangaben
  • cucumber - wellness - health © Doreen Salcher - www.fotolia.de

Weitere Artikel zum Thema