22. Januar 2005
Bis zu 68000 Krebserkrankungen könnten jedes Jahr vermieden werden, würden die Deutschen mehr Obst und Gemüse essen. Das erwarten laut einem Bericht der Apothekenzeitschrift Gesundheit Krebsforscher und Ernährungswissenschaftler von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der Deutschen Krebsgesellschaft.
In Beeren und Früchten, in Salaten, Knollen und Wurzeln wird eines der größten bislang bekannten Potentiale zur Krebsvorbeugung vermutet. Übertroffen werde das Potential gegen Krebs in den Pflanzen nur noch durch Verzicht aufs Rauchen. Verantwortlich sind die "sekundären Pflanzenstoffe". In Pflanzen dienen sie als lockende Farb- und Duftstoffe, schützen vor gefräßigen Insekten, wirken gegen Viren und Bakterien oder als Hormone. Beim Menschen hemmen sie die Krebsentwicklung. In Tierversuchen haben sie das Immunsystem gestärkt, Cholesterin gesenkt und Bakterien abgewehrt.
Wie sie das im Einzelnen schaffen, ist noch weitgehend unerforscht. Wissenschaftler haben aber eine Vielzahl eindeutiger Zusammenhänge von Ernährungsgewohnheiten und Krebshäufigkeit gefunden.
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