29. März 2006
Mehr Sorgfalt beim Einsatz stark wirksamer Schmerzpflaster mit Opioiden als Wirkstoff fordert der Göppinger Schmerzexperte Dr. Gerhard Müller Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie und Vizepräsident der Deutschen Schmerzliga.
Solche Schmerzpflaster gelten nur „irrtümlicherweise als sanft“, sagt er im Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau. In Wirklichkeit seien sie hochwirksame, schwer steuerbare Medikamente. Nirgendwo auf der Welt würden mehr Arzneipflaster verwendet als in Deutschland.
Müller-Schwefe rät, opioidhaltige Schmerzpflaster viel seltener einzusetzen. Er hält sie für gut geeignet bei konstanten Schmerzen ohne Schmerzspritzen und bei Krebspatienten, die nicht schlucken können. Eine Schmerztherapie solle außerdem nie mit Pflastern begonnen werden. In den USA untersucht die staatliche Arzneimittelbehörde zur Zeit 120 Todesfälle im Zusammenhang mit fentanylhaltigen Schmerzpflastern.
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