31. Mai 2008
Von Alexandra Kipp
Jedermann kennt es und hat ein Nasenspray mindestens schon einmal im Leben bei einer Erkältung verwendet. Doch welches Medikament ist in welcher Situation wirklich effektiv? Empfiehlt sich überhaupt die Verwendung eines solchen Präparates ohne vorherige Absprache mit dem Arzt? Welche Risikofaktoren können auftreten?

Benutzen Sie Nasenspray nur während der Akutphase eines Schnupfens
Die Nase als Haupteingang der Atemwege filtert und reinigt die Atemluft. Bei Empfindlichkeitsreaktionen auf Grund von Reizstoffen oder Krankheitserregern schwillt die Nase an und sondert Schleim ab. Darüber hinaus gibt es aber auch Menschen, die nicht nur einmal im Jahr, sondern dauerhaft unter einem chronischen Schnupfen leiden, dessen Ursache beispielsweise Allergien oder chronische Nasennebenhöhlenentzündungen sein können. In solchen Fällen können abschwellende Nasensprays zwar zunächst kurzzeitig Abhilfe schaffen, bei längerer Verwendung jedoch zu einer Abhängigkeit führen.
Zunächst einmal gelten Nasensprays in der Regel als Arzneimittel – dabei unterscheidet man zwischen abschwellenden, kortikoidhaltigen, antihistamirikumhaltigen, cromoglininsäurehaltigen und den Salzwasser–Nasensprays. Die meisten dieser Produkte sind verschreibungspflichtig und das nicht ohne Grund. Schnell geschieht es, daß man bei einem Schnupfen zu einem Nasenspray greift, um die Atemwege zu erleichtern. Doch oftmals gewöhnt man sich bei nicht vorschriftsmäßigem Gebrauch an das Medikament und dies kann erheblichen Schaden anrichten und nicht den gewünschten Effekt erzielen. In der Akutphase einer Erkältung ist ein abschwellends Nasenspray zwar unbedingt erforderlich, um die Schleimhäute abschwellen und den Schleim abfließen zu lassen. Nur so können die Nasennebenhöhlen auch wieder belüftet werden. Wird ein solches Medikament jedoch zu lange angewendet, trocknen die Schleimhäute dauerhaft aus. Das Resultat dessen ist eine gereizte Schleimhaut zur Steigerung der Durchblutung, was dazu führt, dass man keine Luft mehr durch die Nase bekommt. So greift man dann immer häufiger zum Nasenspray, um die Nase frei zu bekommen. Eine dauerhafte Schädigung der Nasenschleimhäute bleibt.
Um einer solchen Abhängigkeit vorzubeugen, sollte ein Nasenspray nur in der Akutphase und dann auch nicht länger als zehn Tage angewendet werden. Auch zur Vorbeugung einer Erkältung ist ein Nasenspray nicht empfehlenswert. Um die Nasenschleimhaut feucht zu halten, gibt es spezielle Salzwassernasensprays oder eine Spülung mit einer so genannten Nasendusche, die in jedem Reformhaus und der Apotheke erhältlich sind.
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