5. Mai 2009
Nachdem man in den Klärwerken in Berlin umweltschädliche Stoffe von Medikamenten, so beispielsweise Röntgenkontrastmittel, fand, wollen jetzt Wissenschaftler mit einer neuen Methode diese eliminieren. Dazu soll durch Eisen diese Medikamentenreste entfernt werden. Aber wie kommen diese überhaupt dorthin?
Die Erklärung ist ganz einfach. Durch den Urin der untersuchten Patienten. So gelangen in Deutschland etwa 150 Tonnen Kontrastmittel jährlich in das Abwasser. Man schätzt, dass 80 bis 100 unterschiedliche Pharmamittel-Rückstände in die Abwässer gelangen, manche sind bestimmt sehr schädlich für unsere Umwelt.
Normalerweise wird der Urin von Patienten, die mit radioaktiven Jod behandelt wurden, separat entsorgt, so auch die gesetzliche Vorschrift. Wie die Wissenschaftler ausführen, ist es möglich die betroffenen Abwasser mit Eisenspäne vorher zu behandeln, so dass die Klärwerke die Rückstände besser durch die eingesetzten Mikroorganismen abbauen können.
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