Herkunft und Zutaten bekannter Pralinensorten

Fabrikarbeiter mit blauen Handschuhen bei der Herstellung von Pralinen

Zu den berühmtesten Pralinensorten zählen belgische Pralinen, Mozartkugeln, Trüffelpralinen, Baci di Perugia oder auch Luxemburgerli

Pralinen gehören zu den beliebtesten Süßigkeiten. Von Hand hergestellt sind sie eine kleine Köstlichkeit, die auch ihren Preis hat.

Pralinen gibt es in vielen unterschiedlichen Sorten überall auf der Welt. Als Praline bezeichnet man eine Süßigkeit, die rund, länglich oder eckig sein kann und eine Füllung beinhaltet.

Um diese Füllung herum befindet sich eine Schokoladenglasur. Je nach Pralinensorte ist diese Schokoladenglasur aus heller, dunkler oder auch aus weißer Schokolade.

Füllung und Bestandteile

Die Füllung ist das gewisse Extra einer jeden Praline. Sie kann aus

etc. bestehen und wird oftmals mit Alkohol verfeinert. Gerade diese alkoholhaltigen Pralinen sollte man Kindern jedoch nicht geben. Auch wenn der Alkoholgehalt nur sehr gering ist, gibt es doch genügend alkoholfreie Alternativen.

Als Erwachsener braucht man jedoch keine Angst haben, von Pralinen wie zum Beispiel Weinbrandbohnen betrunken zu werden. Man schafft es fast nicht, so viele Weinbrandbohnen zu essen, um fahruntüchtig zu werden.

Es gibt jedoch eine Voraussetzung, wann sich eine Praline auch Praline nennen darf: Jede Praline muss zu einem Viertel aus Schokolade bestehen und darf nicht zu groß sein.

Pralinen sind handliche Schokoladenstückchen, die eine mundgerechte Größe haben müssen. Ist die Praline größer, so darf sie nur als "Konfekt" verkauft werden.

Pralinenherstellung früher und heute

Früher wurden bei der Pralinenherstellung kleine Nussstückchen oder ähnliches in flüssige Schokolade getaucht. Bereits 1912 erfand Herr Neuhaus jedoch eine andere Möglichkeit: Ihm kam die Idee, dass man auch spezielle Pralinenförmchen herstellen könnte, diese mit flüssiger Schokolade füllen und dort hinein zum Beispiel Nüsse streuen könnte. Als Deckel wurde eine dünne Schokoladenscheibe verwendet.

Heutzutage werden die meisten Pralinen industriell hergestellt. Nur einige Konditoren haben sich auf handgemachte Pralinenherstellung spezialisiert. Diese Pralinen haben natürlich ihren Preis, sind jedoch auch von den Zutaten her wesentlich hochwertiger.

Während die Industrie beispielsweise günstiges Pflanzenfett verwendet, werden die handgeformten Pralinen mit Kakaobutter zubereitet. Ein kleiner aber feiner Unterschied, den Feinschmecker durchaus zu schätzen wissen.

Eisgekühlte Pralinen - Raffinierte Gaumenfreuden bei heißen Temperaturen

Pralinen in einer weißen Schachtel, daneben der Deckel mit brauner Schleife
chocolates © winston - www.fotolia.de

Gekühlte Limonade, fruchtiges Eis oder ein kaltes Bier, das alles war gestern! Denn diesen Sommer kommen eisgekühlte Pralinen mit einem Überzug aus weißer Schokolade und einem fruchtigen Kern aus Maracuja oder Limette auf unsere Teller.

Fängt Schokolade bei sommerlichen Temperaturen gerne schon mal an zu schmelzen oder wird sie im Kühlschrank hart und brüchig, passiert dies bei Trüffel-Pralinen garantiert nicht. Denn legt man sie in den Kühlschrank bleibt ihre Füllung zart und weich, ist jedoch durch die angenehme Kühle der sie umgebenden Schokolade nicht zu süß. Eine knackige Schale und ein kühler weicher Kern sorgen bei heißen Temperaturen für einen herrlich erfrischenden Genuss auf unseren Gaumen.

Im Folgenden stellen wir Ihnen verschiedene bekannte Pralinensorten einmal genauer vor.

Baci di Perugia (Küsse von Perugia)

Herkunft

Baci di Perugia bedeutet übersetzt "Küsse von Perugia". Perugia ist eine italienische Stadt und durch die Pralinen berühmt geworden. In ganz Italien sind Pralinen dieser Sorte bekannt und beliebt. Man verschenkt sie auch gerne, um seine Zuneigung oder Freundschaft auszudrücken.

Produziert werden die Pralinen jedoch nur in einem einzigen Ort in Italien, nämlich in Perugia. Seit 1922 gibt es diese Pralinensorte bereits. Damals hieß die Praline jedoch übersetzt "Fausthieb" und war aufgrund dieses Namens verständlicherweise nur wenig beliebt.

Merkmale

Verkauft werden die Baci di Perugia in einer blauen Schachtel mit weißem Zellophan, auf dem sich Sterne befinden. Schon die Verpackung ist ein Erkennungsmerkmal dieser Pralinensorte. Was besonders beliebt ist, sind die kleinen Sprüche, die den Pralinen beigefügt werden.

Jede Praline hat einen Kern aus Zartbitterschokolade und geriebenen Haselnüssen. Oben auf jeder Praline liegt eine ganze Nuss, ehe die Praline nochmals in Zartbitterschokolade getaucht wird.

Hallorenkugeln

Herkunft

Früher kannte und liebte jeder in der ehemaligen DDR die runden Pralinen, genannt Hallorenkugeln. Nach der Wende jedoch, als eine viel größere Pralinenauswahl vorhanden war, gerieten die Hallorenkugeln kurzzeitig fast in Vergessenheit.

Produziert wurden und werden die Hallorenkugeln noch immer in Halle an der Saale in Deutschlands ältester Schokoladenfabrik. Die Hallorenkugeln werden hier seit dem Jahr 1952 hergestellt.

Merkmale

Hallorenkugeln sind runde Pralinen, wie man aufgrund des Namens bereiten vermuten kann. Die Praline ist gefüllt mit Kakao und Sahne und mit Schokolade überzogen. Während früher nur diese Sorte erhältlich war, gibt es heute viele Variationen wie zum Beispiel

  • Erdbeerjoghurt
  • Apfel-Zimt
  • Orange-Mohn oder
  • Schwarzwälder Kirsch.

Hofbauer

Pralinen der Marke Hofbauer sind hochwertige und daher verhältnismäßig teure Naschereien. Sie werden in der österreichischen Hauptstadt Wien produziert, sind aber auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern jeweils in verschiedenen Ausführungen erhältlich.

So gibt es Weinbrandpralinen, zartbittere Pralinen oder auch eine Komposition verschiedener Pralinensorten.

Gegründet wurde das Unternehmen bereits im Jahr 1882 durch Herrn Carl Hofbauer, dessen Frau ebenfalls in der Fabrik mitarbeitete. Seit 1994 gehört die Firma Hofbauer zu Lindt & Sprüngli.

Fruchtperlen statt Fett: Wissenschaftler erfinden neue Form von Schokolade

Darauf haben Naschkatzen gewartet: Britischen Forschern ist es jetzt offenbar gelungen, eine Schokolade mit deutlich geringerem Fettanteil zu kreieren. Ein Wissenschaftlerteam rund um Stefan Bon von der University of Warwick stellte seine Ergebnisse jetzt erstmals in einer Fachzeitschrift vor.

Das Geheimnis der neuartigen Schokolade liegt in ihrer speziellen Zusammensetzung: Statt Fettmolekülen, die hier deutlich reduziert worden sind, enthält sie spezielle Fruchtsaftperlen. Diese sind so klein beschaffen, dass man sie beim Verzehr selbst nicht spüren kann. Dank einer Spezialbeschichtung vermengen sie sich hervorragend mit den restlichen Zutaten - und verleihen der Schoko-Kreationen jenen besonderen Schmelz, der sonst nur durch reichlich Fett erreicht werden kann.

Die Wissenschaftler hoffen, dass ihr Modell Schule macht und womöglich bald schon von der Lebensmittelindustrie aufgegriffen wird. Bewährt haben sich die Fruchtsaftkugeln schon in dunkler und weißer Schokolade sowie in der Vollmilchvariante.

Noch weisen diese Perlen allerdings einen leichten Fruchtgeschmack auf - doch auch dieses Manko könne laut den Forschern bei weiterer Entwicklung womöglich bald behoben werden.

Luxemburgerli

Herkunft

Seit 1970 gibt es die Luxemburgerli, die eigentlich mehr ein Kleingebäck als Pralinen sind. Erfunden wurde dieses Gebäck von einem Konditor aus Luxemburg. Das Rezept stammt allerdings von einem seiner französischen Kollegen.

Der luxemburgische Konditor nahm dieses Rezept als Grundlage, veränderte einige Details und präsentierte damals seine Kreation in Zürich auf einem Konditorenwettbewerb. Die Luxemburgerli, wie er sein Gebäck nannte, fanden großen Anklang.

Merkmale

Ein Luxemburgerli misst etwa 2,5 Zentimeter im Durchmesser. Es besteht aus mehreren Scheiben, die übereinander geschichtet werden. Jede dieser Teigscheiben wird aus Mandelmehl, Zucker und Eiweiß hergestellt.

Zwischen den Teigscheiben befindet sich eine Buttercremefüllung in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Man erhält die Luxemburgerli mit

  • Vanillegeschmack
  • Mandarinengeschmack
  • Champagner- oder auch
  • Nussgeschmack.

Aufgrund ihrer Zusammensetzung werden die Luxemburgerli schnell weich, weshalb man sie nicht lange aufbewahren sollte. Der Name "Luxemburgerli" entstand eher als Spitzname für den Erfinder, den Konditor aus Luxemburg.

Meeresfrüchte (Belgische Pralinen)

Herkunft

Heutzutage verkaufen viele Hersteller Meeresfrüchtepralinen. Der Erfinder der originalen Pralinen ist ein Belgier namens Guylian, einer Firma, die auch heute noch die schokoladigen Meeresbewohner herstellt und verkauft.

Während die Pralinen hier 1960 noch von Hand geformt wurden, haben dies heutzutage natürlich Maschinen übernommen. Auch heute noch wird hier aber originale belgische Schokolade verwendet.

Merkmale

Die Meeresfrüchtepralinen werden in schönen Geschenkverpackungen verkauft. Darin befinden sich verschiedenartige Muscheln und Seepferdchen.

Jede einzelne Praline ist mehrfach marmoriert und enthält hellbraune oder dunkle sowie weiße Schokolade. Gefüllt sind diese Pralinen mit einer Nuss-Nugatfüllung.

Für die Nuss-Nugatfüllung werden die Haselnüsse zuerst zerkleinert, dann karamellisiert und schließlich geröstet, ehe sie mit der belgischen Schokolade verrührt werden. Das Rezept der original belgischen Pralinen wurde niemals verändert.

Mozartkugeln

Selbst wer kein Schokoladen- oder Pralinenfan ist, kennt sie: die Mozartkugeln. So werden runde Pralinen bezeichnet, die in einer schönen Folie verpackt sind.

Auf jede dieser Folien ist der Kopf Mozarts aufgedruckt. Je nach Hersteller unterscheiden sich die Mozartkugeln aber sowohl in ihrer Verpackung, als auch in ihrem Aussehen und im Geschmack.

Herkunft

Erfinder der originalen Mozartkugeln ist Paul Fürst, ein Konditor aus Salzburg. Er hat die Mozartkugeln bereits im Jahr 1890 erfunden.

Damals wurden die runden Pralinen jedoch noch "Mozart-Bonbon" genannt und einzeln von Hand gefertigt. Auch heute ist dies sogar noch teilweise der Fall.

1905 erhielt der Erfinder der Mozartkugel eine Goldmedaille. Die Rezeptur der originalen Mozartkugeln wurde auch bis heute nicht verändert, jedoch gibt es inzwischen viele andere Hersteller der (nicht originalen) Mozartkugeln. Diese verkaufen ihre Mozartkugeln teilweise zu einem deutlich günstigeren Preis, dafür sind die kleinen Schokoladenkugeln dann nicht handgefertigt und original.

Merkmale

Bei der Herstellung steckt der Konditor einen grünen Pistazien-Marzipankern auf ein Holzstäbchen und taucht den Kern in feinen Nougat. Anschließend wird der Kern in dunkler Schokolade gewendet. Sobald die Schokolade getrocknet ist, wird das Stäbchen entfernt, das Loch mit Schokolade gefüllt und die Mozartkugel in schöner Folie verpackt.

Heutzutage ist eine runde Praline nicht mehr so verwunderlich wie früher. Damals jedoch kannte man nur runde Pralinen mit einer abgeflachten Stelle.

Die echten Mozartkugeln gibt es nur in einer Konditorei

Flagge von Österreich
Österreichische Flagge © Jürgen Priewe - www.fotolia.de

Jedes Land hat seine Spezialitäten und Leckereien, für die es bekannt ist, so auch Österreich. In Salzburg ist es vor allem die Mozartkugel, die es zur Berühmtheit geschafft hat. Der Komponist ist hier jedoch auch anderweitig vertreten, denn er wurde hier geboren und im Laufe der Zeit wurde vieles nach ihm benannt – neben den Kugeln beispielsweise auch die Torte, ein Café und Matinées.

Nur eine Mozartkugel ist echt

Mozartkugeln werden in zahlreichen Geschäften verkauft, doch die Originalform wird nur in einer Konditorei produziert, und zwar in der Konditorei Fürst am Alten Markt. Hier wurde die Kugel im Jahr 1890 von Paul Fürst erfunden. Es dauerte nicht lange, bis die Praline auch außerhalb von Österreich bekannt wurde; lediglich ein Patent dafür hatte der Erfinder niemals angemeldet. Heute steht sein Ururenkel im selben Lädchen und stellt die Mozartkugel nach dem originalen Rezept her. Kennzeichnend für die „Original Salzburger Mozartkugeln“ sind die kleinen Nippel auf der Schokoladen überzogenen Schale.

Ein kleines Geschäft, welches nicht expandieren möchte

Wer die echten Pralinen kaufen möchte, kann dies nur im entsprechenden Laden der Stadt tun; von außerhalb kann man eine Bestellung per Fax aufgeben. Wie der Betreiber der Konditorei sagt, stelle diese ein kleines Geschäft dar; eine Tatsache, die so bleiben soll, denn expandieren wolle man nicht. Diese Bestellmöglichkeit sei eine Hürde für viele Leute, was garantiert, dass der besondere Charme der Pralinenherstellung erhalten bleibt.

An einer neuen Fabrik, Mozartkugeln mit künstlichen Zusätzen um die Haltbarkeit zu verlängern und industrieller Fertigung sind die Fürsts nicht interessiert.

Trüffelpralinen

Auch wenn dies der Name vermuten lassen würde: In Trüffelpralinen ist kein Trüffel enthalten, gegebenenfalls lediglich ein Trüffelaroma. Doch auch dieses findet man in den meisten Trüffelpralinen nicht. Stattdessen sind Aromen wie Vanille und sehr häufig auch Spirituosen dazu gemischt.

Merkmale

Trüffelpralinen haben eine runde Form, sind jedoch meist nicht glatt. Bei der Zubereitung werden Schokolade, Sahne und Butter miteinander verrührt, ehe die Aromen und Gewürze hinzukommen. Diese zähflüssige Masse wird dann auf eine Unterlage gespritzt, ehe sie in flüssige Schokolade getaucht wird.

Die noch warme Trüffelpraline wird dann in Kakao oder auch in Puderzucker gewälzt. Je nach Sorte kann die Trüffelpraline statt Kakao oder Puderzucker auch eine Schokoladenglasur erhalten.

In machen Betrieben werden die Trüffelpralinen noch auf diese Weise mit der Hand geformt. Die Industrie fertigt Trüffelpralinen jedoch effektiver an, indem eine offene Schokoladenkugel mit der Masse gefüllt wird. Trüffelpralinen aus maschineller Fertigung sind natürlich deutlich günstiger als die handgeformten Pralinen.

Mit ein wenig Geschick kann man Trüffelpralinen übrigens auch selbst herstellen. Hauptzutat ist hochwertige Schokolade einer beliebigen Sorte - auch weiße Schokolade ist möglich. Für die Füllung kann man die Aromen wählen, die man selbst gerne isst und diese anschließend gegebenenfalls zum Beispiel mit Rum verfeinern.

Nach längstens 14 Tagen sollten die selbst hergestellten Trüffelpralinen allerdings gegessen sein, da diese nicht so lange haltbar sind wie gekaufte Trüffelpralinen.

Weinbrandbohnen

Merkmale

Weinbrandbohnen gehören zu den so genannten Krustenpralinen. So bezeichnet man Pralinen, die eine flüssige Füllung enthalten und darüber eine Schokoladenglasur gegossen wird. Die Weinbrandbohnen enthalten, wie auch der Name vermuten lässt, Weinbrand.

Sie sind also alkoholhaltig, wobei der Alkoholgehalt bei einer einzelnen Weinbrandbohne relativ gering ist. Man müsste schon etwa 40 Weinbrandbohnen essen, um fahruntüchtig zu werden.

Bei der Herstellung von Weinbrandbohnen werden Weinbrand, Wasser und Zucker vermischt und dann in spezielle Vertiefungen gegossen, sodass die typische Form entsteht. Darüber streut man Puderzucker.

So wird die äußerste Schicht jeder Weinbrandbohne schön knackig, die innere Füllung bleibt jedoch flüssig. Jede Bohne bekommt dann noch eine Glasur aus dunkler Schokolade.

Herkunft

Erfunden wurden die Weinbrandbohnen vom Erfinder des "Asbach Uralt", Herrn Hugo Asbach. Anfang des letzten Jahrhunderts war es verpönt, wenn Frauen in der Öffentlichkeit Alkohol tranken.

Daher suchte Herr Asbach nach einer Möglichkeit, wie auch Frauen seinen "Asbach Uralt" trinken konnten. Die Idee der Weinbrandbohne war geboren, denn das Besondere an dieser Praline ist, dass der enthaltene Weinbrand flüssig bleibt.

Gesundheitswert von Schokolade

Schokolade: Kein ungesunder Dickmacker

Junge Frau beißt genüsslich in einen Schokoriegel
beautiful young woman with a bar of chocolate © Knut Wiarda - www.fotolia.de

Nicht nur während der Feiertage, auch im Alltag essen viele Menschen gerne Schokolade. Nach der Schweiz wird vor allem in Deutschland gerne Schokolade verzehrt. Doch es muss nicht immer die teure Edelschokolade sein, auch andere Sorten erfreuen sich bei Naschkatzen großer Beliebtheit. Mehr als neun Kilogramm Schokolade verzehrt jeder Deutsche pro Jahr.

Schokolade für die Gesundheit

Obwohl Schokolade sehr viele Kalorien und Fett enthält und bei übermäßigem Verzehr zu Übergewicht führen kann, hat sie dennoch auch eine gesunde Seite. Denn Schokolade enthält verschiedene gesundheitsfördernde Stoffe wie etwa Flavanoide und Anandamid. Flavanoide sind unter anderem dafür bekannt, dass sie das Risiko eines Herzinfarktes oder eines Schlaganfalls senken können.

Schokolade als Schlankmacher

Auch das Gewicht kann durch den Schokoladenkonsum durchaus „reguliert“ werden. Denn einer US-Studie zufolge sollen Personen mit regelmäßigem Schokoladen-Verzehr schlanker sein, als andere, die keine Schokolade essen. Außerdem wird vermutet, dass Schokolade die Leistung des Gehirns steigern kann.

Süßer Blutdrucksenker: Schokolade gut fürs Herz

Dunkle Schokolade mit überraschender Nebenwirkung.

Dunkle Schokolade – mit einem Kakaoanteil von etwa 70 Prozent – ist gesund fürs Herz. Das fanden unlängst Wissenschaftler der Universität Köln in einer kleinen Studie heraus. Bestimmte Inhaltsstoffe des Kakaos können den Blutdruck senken. "Vermutlich handelt es sich um Polyphenole", wird der Leiter der Studie, Dr. Dirk Taubert, im Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau zitiert.

Naschkatzen gibt er aber sogleich einen Dämpfer mit: Die vielen Kalorien der Schokolade bewirken das Gegenteil. "Eine Gewichtszunahme könnte den Blutdruck senkenden Effekt durchaus wieder zunichte machen." Schade.

Bessere Durchblutung beim Verzehr von dunkler Schokolade

Flavonoide sind in vermehrt in dunkler Schokolade zu finden und bewirken eine Vergrößerung der Blutgefäße, so dass der Körper besser durchblutet wird. Zwei Wochen lang musste eine von zwei Testgruppen täglich dunkle Schokolade essen, die viele Flavonoide enthielt.

Nach dieser Zeit wurde eine verstärkte Blutgefäßvergrößerung mit einer besseren Durchblutung festgestellt, die aber sicherlich besser durch Obst und Gemüse auch erreicht wird.

Neue Schokolade gegen Verstopfung entwickelt

Menschen, die viel Schokolade essen, haben anschließend oftmals Magen-Darm-Probleme. Jetzt wurde eine probiotische Schokolade von Lebensmittelchemikern entwickelt.

Probiotika sind im Labor gezüchtigte Mikroorganismen und kommen im Darm auch in geringen Mengen vor. Sie stärken das Immunsystem und beugen Verstopfungen vor. In Joghurts, Quark und Fitnessdrinks werden sie als Zusatzstoff beigegeben.

Lebensmitteltechniker haben jetzt mit Erfolg diese Zusatzstoffe der Schokolade beigemischt, ohne Störung des Geschmacks durch die säuerlichen Bakterien.

Macht Schokolade wirklich glücklich? Fakten und Mythen über die Wirkung im Körper

Dunkelhaarige Frau beisst genüsslich mit geschlossenen Augen in Tafel Schokolade
chocolate cravings © Leah-Anne Thompson - www.fotolia.de

Viele Menschen geben es zu: Ihr kleines Laster ist das Naschen. An sich ist das auch kein Problem, denn etwas Schokolade, Chips und co. sind für die Gesundheit ohne Folgen.

Wer allerdings zu ausgiebig nascht, der kann dick werden. Dieser Fakt ist den meisten Menschen ebenso bekannt, wie der gern benutzte Ausspruch, dass Schokolade eben glücklich macht.

Nur wer sie mag, wird durch Schokolade glücklicher

Doch während das Dickwerden durch Süßes leider stimmt, handelt es sich beim Punkt "Glücklichmacher" in Wahrheit nur um einen Mythos. Schokolade und co. machen nicht wirklich glücklich.

Wer einfach gern Schokolade isst, der fühlt sich zwar befriedigt, wenn er seine Lieblingsmarke etc. am Abend genießen kann, doch Schokolade macht nicht im biologischen Sinne glücklich wie etwa Genuss- und Suchtmittel.

Bei letzteren wir das menschliche Belohnungssystem im Gehirn wirklich direkt von den Substanzen aktiviert, doch Schokolade kann das nicht. Der Mensch selbst aktiviert das Belohnungssystem, da er die Schokolade mag. Wer liebend gern Leitungswasser trinkt, würde hier den selben Effekt erzielen.

Bekommt man vom Schokolade-Essen wirklich Pickel?

Und es gibt einen weiteren beliebten Mythos: Von Schokolade bekommt man Pickel. Fakt ist jedoch, dass in vielen Studien nicht ein einziges mal nachgewiesen werden konnte, dass die unschönen Hautprobleme in irgendeinem Zusammenhang zu der leckeren Sünde stehen.

Nur eine aktuelle Studie fand 2013 eine indirekte Verbindung, da Schokolade in großen Mengen die Immunzellen ungünstig verändern kann.

Unbekannter Fakt ist dagegen, dass Schokolade ein Wachmacher sein kann. In echter Schokolade ist nämlich der Stoff "Theobromin" enthalten und dieses Alkaloid wirkt auf das Nervensystem anregend. Schokolade enthält allerdings vergleichsweise wenig davon, sodass Kaffee und Tee mit Sicherheit wirksamer sind.

Schokolade und Kakao erst durch Darmbakterien gut für die Gesundheit

Löffel mit herunterlaufendem Schokoladen-Sirup vor weißem Hintergrund
chocolate syrup © Liz Van Steenburgh - www.fotolia.de

Ab und zu ein Stück dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil ist gut für die Gesundheit. In der Kakaobohne befinden sich gesunde Pflanzenstoffe, die gerade in dunkler Bitterschokolade stecken. Das ist schon seit langem bekannt. Doch bislang war unklar, auf welche Weise Kakao seine positive Wirkung auf die Blutgefäße ausübt.

US-amerikanische Forscher haben nun herausgefunden, dass diese Reaktion von der Aktivität der Darmbakterien abhängt. Erst Gärprozesse von Mikroben setzen die entzündungshemmenden Substanzen frei.

Mit einem künstlichen Magen-Darm-Trakt bekamen die Wissenschaftler heraus, warum Schokoladenkonsum vor Arteriosklerose schützt und das Risiko eines Schlaganfalls vermindert.

Wie reagiert der Darm auf die Schokolade?

Die guten Mikroben, darunter Bifido- und Milchsäurebakterien, reagierten im Versuch besonders gut auf Polyphenole und auch die in der Schokolade enthaltenen geringen Mengen Ballaststoffe, die eher schwer verdaulich sind. Dabei zerlegten die Bakterien die Schokolade in anti-entzündlich wirkende Verbindungen.

Bei anderen Mikroben, wie etwa Clostridien und einigen Escherichia coli-Stämmen, zeigte der Kakao dagegen keine Wirkung. Eine Ernährung, die das Wachstum von Bifido- und Milchsäurebakterien im Darm unterstützt, könnte die Wirkung nach Meinung der Forscher sogar noch verstärken.

Eine Nachricht, die viele gerne lesen: Schokolade reduziert Stresshormone

Schokolade wird in ein Behälter gegossen
chocolate flow © Mikael Damkier - www.fotolia.de

Viele Menschen greifen schon ganz unbewusst nach Schokolade, wenn sie unter Stress stehen. Tatsächlich wurde nun zum ersten Mal wissenschaftlich belegt, dass die im Kakao enthaltenen Flavonoide einen Anstieg der Stresshormone Cortisol und Adrenalin im Körper verhindern können - allerdings nur bei schwarzer Schokolade mit hohem Flavonoidgehalt.

Entspannende Schokolade

Die Forscher der Universität Bern führten dazu einen Test mit gesunden Männern zwischen 20 und 50 Jahren durch, bei denen die Hälfte schwarze Schokolade mit Flavonoiden essen durfte, während eine Kontrollgruppe nur eine Placebo-Schokolade erhielt. Anschließend mussten die Probanden ein fingiertes zehnminütiges Vorstellungsgespräch absolvieren, das bei ihnen gezielt eine Stressreaktion auslösen sollte.

Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass die Männer, die Flavonoid-reiche Schokolade gegessen hätten, weniger Stresshormone im Blut hatten als die Männer der Kontrollgruppe.

Allerdings betraf dies nur Cortisol und Adrenalin, die von der Nebenniere produziert wird. Bei anderen Stresshormonen waren beide Gruppen gleichauf. Weiter Forschungen sollen nun in Erfahrung bringen, wie Flavonoide das Herzkreislaufsystem besser schützen können.

Dunkle Schokolade ist gut für Herz und Gefäße

Naschkatzen und Naschkater dürfen sich freuen, denn wie nun eine Studie aus den USA belegen konnte, ist Schokolade mit einem hohen Anteil an Kakao gut für das Herz und die Gefäße.

Für die Untersuchung simulierten die Wissenschaftler in einem künstlichen Darm die Verdauung von Schokolade. Dabei stellten sie fest, dass die im Dickdarm vorkommenden Bakterien dafür sorgen, dass antioxidative und entzündungshemmende Stoffe freigesetzt werden, wenn die Bestandteile des Kakaos verdaut werden.

Diese Stoffe sind gut für das Herz und schützen zudem auch noch die Gefäße. Schokoladengenuss in Maßen ist daher eine leckere Art und Weise sich vor Schlaganfall und Herzerkrankungen zu schützen.

Grundinformationen und Hinweise zu Schokoladen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Lebensmittelindustrie Pralinenfertigung // Food Industry © industrieblick - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: a woman's hand reaching for a chocolate in a mousetrap © Eric Simard - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Naschkatze © Visual Concepts - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: chocolates © winston - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Temptation - Gluttony Woman eating chocolate © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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