Zucker, Fett und Kalorien - Lebensmittel-Etikette lesen für Anfänger

Dunkelhaarige Frau steht vor Regal beim Einkauf im Supermarkt

Nach der Lebensmittelampel folgt die Guideline Daily Amounts - unterm Strich bleibt es dennoch schwierig, alle Angaben auf den Etiketten zu erkennen

Gesundheits- und Wirtschaftspolitik sind sich nicht ganz einig, wie genau und gut lesbar die Angaben auf der Rückseite Ihrer Lieblingspizza nun sein soll. Lassen Sie sich durch schwer lesbare Etikette nicht in die Irre führen.

Verwirrung Lebensmittelampel

Gesunde Ernährung, Allergien, starkes Übergewicht und viel Zivilisationskrankheiten werden heute mit den einzelnen Lebensmitteln sehr stark in Verbindung gebracht. Damit man als Verbraucher nicht nur geschützter ist, sondern auch gezielt auf eine Ernährung achten kann, die auf die persönlichen Gegebenheiten und auch Wünsche abgestimmt ist, wurde die Lebensmittelampel eingeführt.

Rot, Gelb, Grün. Diese Farben kennen wir schon von den Straßenampeln, die uns signalisieren, wann die Fahrt verboten, gerade noch erlaubt oder absolut gestattet ist. Ähnlich funktioniert auch die Lebensmittelampel, die auf den Verpackungen schon eine Art Warnhinweis gegen soll, was sich in welcher Menge darin befindet.

Denn wie Experten festgestellt haben, konsumieren nicht nur die Deutschen zu viel an gesättigten Fettsäuren, Zucker, Salz und Fett, was neben zahlreichen Erkrankungen auch das Gewicht deutlich in die Höhe schießen lassen kann.

Die Bedeutung der Farben

Die neue Ampel soll hier sensibilisieren und für Abhilfe schaffen. So signalisiert die Farbe Rot, dass das Produkt für die Gesundheit eher negativ ist, Gelb zeigt ein Mittelmaß an und die Farbe Grün dann volle Fahrt voraus, weil gesund und somit positiv.

Vier Punkte soll dann ein Produkt beinhalten, wobei es keines geben wird, dass in nur einer Farbe alle Punkte aufzeigen kann. Außerdem sind ja Salze, Zucker oder Fette nicht grundsätzlich ungesund und können bei einem geringen Anteil in der Ernährung auch Gutes leisten. Schlussendlich entscheidet hier über gesund und ungesund die konsumierte Menge.

Vergleichen und abschätzen ist dann trotz der Lebensmittelampel angesagt, was sich an folgendem Beispiel bestens ersehen lässt. So zeigt dann die Schokolade fast nur Rot an, da sich darin viel ungesättigte Fettsäuren, Fett und auch Zucker befindet. Aber bei einem Colagetränk wird man trotz einer Unmenge an Zucker nur einen roten Punkt finden, weil sich darin keine Fette befinden. Deswegen ist sie es aber nicht besser als die Schokolade.

Angesichts dessen bleibt einem als Konsument dann nur das konsequente Lesen der Zutatenliste und der Angaben über die Inhaltsstoffe. Auch mit der Lebensmittelampel bleibt hier als Orientierung, dass das was ganz zu Beginn auf der Zutatenliste steht, auch am meisten im Produkt zu finden ist.

Lebensmittelkennzeichnung

Doch keine Ampel-Kennzeichnung bei Lebensmitteln

Verbraucher- und gesundheitsfreundlichste Lösung weiter vertagt

Dicker und dünner Bauch gegenüber, Apfel und Hotdog in den Händen
Diet © Wojciech Gajda - www.fotolia.de

Die Verbraucherorganisation "Foodwatch" wollte eine Kennzeichnung der Lebensmittel mit den Ampelfarben für die Verbraucher, so dass diese die Mengen an Salz, Fett, Zucker und den gesättigten Fettsäuren schon an der Farbe erkennen könnten.

Doch wird die zukünftige Bundesregierung dies nicht beschließen, sondern der Gehalt an den Stoffen soll auf den täglichen Verbrauch angegeben werden. Es kann aber sein, dass dies auch noch mit einer Farbe gekennzeichnet wird, weil nicht alle Verbraucher das Klein-Gedruckte lesen.

Kinder- und Jugendärzte pro Ampelfarben

Auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. ist für eine farbige Kennzeichnung, weil dadurch die Eltern und Kinder, wenn sie nur "rote" Lebensmittel einkaufen, eher auf eine richtige Ernährung achten. Die Ampelfarben findet man in vielen Supermärkten in Großbritannien, wo das Modell von der britischen Lebensmittelbehörde "Food Standard Agency" (FSA) eingeführt wurde, weil viele der britischen Menschen zu dick sind.

Mehr Kinder und Jugendliche leiden unter Übergewicht

Aber auch in Deutschland leiden, laut einer Studie vom Robert-Koch-Institut, etwa zwei Millionen Kinder und Jugendliche an Übergewicht, beziehungsweise 800.000 an Fettsucht.

Neue Lebensmittelkennzeichnung ab Dezember 2014 – was sich ändert

Einheitliche Verordnung für Lebensmittelkennzeichnung in Europa ab 1. Dezember

Einkaufswagen wird durch Gang im Supermarkt geschoben, am Ende Leute an der Kasse
supermarket blur © Matty Symons - www.fotolia.de

Es ging im Schneckentempo voran – aber Anfang Dezember tritt nun die neue Verordnung für Lebensmittelinformation in Kraft. Europaweit können Verbraucher sich künftig an einheitlichen Kennzeichnungen orientieren. Was ändert sich – und was wird wirklich besser?

Herkunftsangaben für Fleisch

Seit 2000 ist die Herkunftsangabe bei Rindfleisch bereits Pflicht. Mit 14 Jahren Verzögerung folgen nun alle anderen Frischfleischsorten und Geflügel. Die Hersteller müssen allerdings nicht den Geburtsort der Tiere angeben, Mast und Verarbeitung reichen. Außerdem: Sobald das Fleisch gewürzt wurde, gilt es als "verarbeitet" und muss keine Herkunftsangabe mehr tragen.

Kennzeichnung von Nährwerten

Ab Dezember müssen alle verpackten Lebensmittel (außer alkoholischen Getränken) einen Aufdruck über ihren Nährwert haben. Vorgeschrieben sind Informationen über den Gehalt an Fett, Kohlehydraten, Zucker, Proteinen und Salz. Auch der Anteil an gesättigten Fettsäuren muss genannt werden.

Bessere Lesbarkeit

Die Aufschrift auf Lebensmittelpackungen ist oftmals so klein, das man sie beim besten Willen nicht lesen kann. Zukünftig ist eine Mindestschriftgröße vorgeschrieben – die nach Ansicht von Kritikern aber für ältere Menschen immer noch zu klein ist.

Informationen für Allergiker

Zum Schutz von Allergikern hat das europäische Parlament die Kenntlichmachung von Allergenen in Lebensmitteln zur Pflicht gemacht. Betroffen sind 14 Stoffe, die häufig allergische Reaktionen hervorrufen. Damit man die wichtigen Angaben leicht erkennt, müssen sie optisch hervorgehoben sein. Parallel dazu sind die Hersteller verpflichtet, Warnhinweise auf koffeinhaltigen Produkten zu drucken. Transparenz bei Imitat-Lebensmitteln

Ob Formfleisch. Formfisch oder Analog-Käse, wenn der Hersteller seine Produkte aus Imitat-Lebensmitteln herstellt, muss er dies künftig kennzeichnen. Und zwar deutlich sichtbar. Die Schrift darf maximal 25 Prozent kleiner sein als der Produktname.

Neue Lebensmittelverordnung – bekommen Verbraucher wirklich mehr Durchblick?

Zum 13. Dezember müssen Hersteller europaweit genauer kennzeichnen, was im Essen drin ist

Frau im Supermarkt steht mit Einkaufswagen vor Regal und schaut sich Flasche an
Einkauf von Obst Gemüse im Supermarkt © bilderbox - www.fotolia.de

Über zwei Jahre tüftelten EU-Behörden an einer neuen Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV).

Zum 13. Dezember müssen Hersteller nun europaweit genauer kennzeichnen, was im Essen drin ist. Politiker feiern die Regeln als Meilenstein, Verbraucherschützer monieren die vielfältigen Möglichkeiten für Mogeleien.

Was muss künftig draufstehen?

Mindestschriftgrößen, deutliche Kennzeichnung von Lebensmittel-Imitaten und Allergenen – die Hersteller müssen ihre Verpackungen ab sofort mit detaillierten, gut lesbaren Informationen versehen.

Liegt auf der Pizza etwa billiger Imitat-Käse, muss dies auf der Vorderseite der Verpackung angegeben werden. Damit niemand die Kennzeichnung übersieht, darf die Schrift maximal ein Viertel kleiner sein als der Produktname. Das Gleiche gilt für Fisch und Fleischprodukte, die aus kleinen Stücken zusammengefügt wurden.

Ab April 2015 gilt zudem eine genauere Kennzeichnungspflicht für unverarbeitetes Fleisch. Supermarktkunden können dann genau nachlesen, wo das Tier aufgewachsen ist und geschlachtet wurde.

Verbraucherschützer kritisieren allerdings: es gibt keine Pflicht für Angaben zum Tierschutz.

Interessant für Allergiker

Zum Schutz von Allergikern müssen künftig die 14 wichtigsten Allergieauslöser in Lebensmitteln deklariert werden. Um die potentiell gefährlichen Inhaltsstoffe leicht zu erkennen, müssen diese in der Zutatenliste fett gedruckt oder unterstrichen sein.

Da viele Allergene auch in unverpackter Ware wie mariniertem Fleisch oder Backwaren verarbeitet werden, sollen die Bäcker und Metzger zumindest mündlich darüber informieren.

Ampelkennzeichnung für Lebensmittel stößt auf Ablehnung

Der Tiefkühlwaren-Hersteller Frosta ist der erste, der ab August auf einen Teil, die umstrittene Ampel auf einen Teil seiner Waren aufkleben wird. Doch wie der Branchenverband Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde mitteilte, ist für eine gesunde Ernährung immer die richtige Zusammenstellung ausschlaggebend.

Die drei Farben, grün, gelb und rot sind bei einem Modell-Versuch in Großbritannien eingeführt worden und stehen für einen hohen, mittleren oder niedrigen Anteil an Zucker, Salz oder Fett. So werden unter anderem die Fettwerte nach folgendem Muster beurteilt. Ein roter Punkt bedeutet Fettwerte ab 20 Gramm, gelb zwischen drei bis zwanzig und grün unter drei Gramm jeweils auf 100 Gramm berechnet.

Jetzt will sich noch die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) mit der Wirtschaft über eine einfachere Kennzeichnung beraten. Frage, hätte dies nicht schon eher geschehen können und nicht erst, wenn die ersten Firmen dies einführen?

Die Ampelkennzeichnung Rot-Gelb-Grün von Nahrungsmitteln nutzt Verbrauchern am besten

Die Ampelkennzeichnung von Lebensmitteln ist die klarste Entscheidungshilfe über deren gesundheitsrelevanten Inhaltsstoffe, berichtet die "Apotheken Umschau". In einer australischen Studie wählten knapp 800 Teilnehmer ihre Lebensmittel nach unterschiedlichen Kennzeichnungen aus.

Bei der Ampel werden Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz mit den Signalfarben Rot, Gelb und Grün dargestellt. Ein anderes Modell gibt an, wie viel Prozent der empfohlenen Tageszufuhr eine Portion enthält.

Teilnehmer, die nach der Ampel auswählten, erkannten gesündere Lebensmittel fünfmal öfter als jene, die nach der Prozentangabe wählten.

GDA als Alternative zur Lebensmittelampel

Das EU-Parlament hat entschieden: Eine einheitliche Kennzeichnung von Lebensmitteln mit dem Ampelsystem wird es nicht geben.

Diese sollte bereits durch ihre Signalfarben vor einem besonders hohen Gehalt an Zucker, Fett und Salz in Lebensmitteln warnen, ohne dass der Verbraucher akribisch die Packungsrückseite untersuchen und anschließend mit den Nährwertangaben kopfrechnen muss.

Als Alternative liegt nun die Guideline Daily Amounts (GDA) auf dem Tisch. Diese ist nicht ganz so einfach zu lesen, denn sie orientiert sich an den Mengenwerten, die für den Tagesbedarf einer durchschnittlichen erwachsenen Frau gehandelt werden: das sind insgesamt 2.000 Kilokalorien (kcal).

Nach dieser Zahl richten sich die Angaben dafür, wie viel Prozent des Tagesbedarfs an Fett, Salz und Zucker in einer Portion des jeweiligen Produkts enthalten ist. Zusätzlich können die Hersteller den enthaltenen Prozentsatz an Kohlenhydraten, Eiweißen und Ballaststoffen angeben.

Angaben funktionieren nicht für jeden

Jedoch sind die GDA keinesfalls auf jeden beliebigen Verbraucher zu übertragen. Ein Bauarbeiter oder Fitnesstrainer, der seine 90 Kilo Kampfgewicht halten möchte, braucht am Tag locker die doppelte Menge. Kleine Kinder oder zierliche Frauen mit wenig Bewegung dagegen haben einen geringeren Leistungsumsatz und brauchen schlicht keinen Nachschlag.

beeinflussen den individuellen Bedarf so sehr, dass kaum jemand genau dem Mittelwert entspricht. Zudem sind Kalorienangaben immer nur ein Näherungswert. Dazu kommt, dass die Hersteller selbst entscheiden können, wie viel von ihrem Produkt "einer Portion" entspricht.

So ist bei Fertiglasagne oder Tiefkühlpizza oft nur die Hälfte des Inhalts als Portion angegeben. Bei einer Tafel Schokolade sind es ein bis zwei Riegel, bei einer Tüte Chips vielleicht 25 Gramm.

Dass das an einem Abend vor dem Fernseher im Normalfall mehr wird, muss nicht betont werden. Insgesamt also haben die angegebenen Werte wenig Aussagekraft.

Genaues Lesen erforderlich

Wer also die genauen Werte haben möchte, muss gegebenenfalls rechnen. In der Regel ist genaues Kalorienzählen aber wenig zweckmäßig. Besser ist es, den Nährstoffgehalt verschiedener Lebensmittel zu vergleichen, eventuelle Ausreißer beim Zucker zu bemerken oder versteckten Fetten in Gebäcken und Pizza auf die Spur zu kommen.

Vertrauenswürdige Labels

Bio oder regional – an welchem Lebensmittel-Label können Verbraucher sich orientieren?

Der Kauf welcher Produkte lohnt sich aus gesundheitlicher und ökologischer Sicht wirklich?

Zeichnung Bio, 100% Natur, weißer Hintergrund
symbole bio © Beboy - www.fotolia.de

Bio ist in. Immer mehr Verbraucher sind bereit für Produkte mit Bio- oder Ökosiegel mehr Geld auszugeben. Aber sagen die Bezeichnungen tatsächlich etwas über den Schadstoffgehalt der Lebensmittel aus? Oder bezahlen Kunden nur für das gute Gefühl?

Bio-Siegel gibt Orientierung

Damit ein Hersteller sein Produkt mit dem EU-Bio-Logo auszeichnen darf, muss er strenge Vorgaben erfüllen. Diese sind EU-weit einheitlich und gelten also auch für importiertes

Wie Messungen zeigen, ist der Schadstoffgehalt in biologisch angebauten Produkten wirklich niedriger. Eine Garantie gibt aber auch das Bio-Siegel nicht. Selbst bei

  • Demeter,
  • Naturland oder
  • Bioland,

die sich noch strengere Vorgaben auferlegt haben als die EG-Verordnung, können Spuren von Spritzmitteln enthalten sein. Ganz einfach, weil der Wind die Pestizide über die Feldgrenzen hinwegweht.

Da nicht jeder Salatkopf und jede Möhre geprüft werden können, sind unerwünschte Rückstände möglich. Wenn bei einer Lebensmittelkontrolle erhöhte Werte auffallen, kann der Verbraucher jedoch sicher sein, dass er informiert wird.

Regional oder Bio?

– manches Bio-Produkt hat einen weiten Weg hinter sich, bevor es in Deutschland auf den Tisch kommt. Umweltverbände kritisieren, dass der Energieverbrauch beim Transport die Vorteile von "Bio" zunichte macht.

Viele Verbraucher greifen deshalb lieber zu regionalen Produkten, auch wenn sie persönlich prüfen müssen, ob diese biologisch angebaut sind. Am besten direkt im Hofladen. Auch die Händler auf dem Markt können meist über die Herkunft und Behandlung ihrer Waren Auskunft geben.

Für die Vermarktung in Supermärkten hat sich das sogenannte "Regionalfenster" etabliert. Das blaue Logo zeigt an, wo das Produkt herkommt und verarbeitet wurde. Ob es sich dabei um einen Bio-Hof handelt, müssen Verbraucher aber selbst recherchieren.

Absatz von Fairtrade-Produkten steigt - trotzdem noch ein Nischenmarkt

Bei dem Begriff "Fairtrade" denken viele Menschen an ökologisch angebauten Kaffee, den man neben der Kirche oder in speziellen Bio-Läden kaufen kann. Mittlerweile bekommt man die fair gehandelten Waren jedoch auch in so gut wie jedem Supermarkt um die Ecke und der Absatz wächst inzwischen zweistellig. Vor allem Produkte von dem Verein Transfair laufen mit einem Marktanteil von 80 Prozent und erhofften Umsatz von 500 Millionen Euro in diesem Jahr besonders gut. Gemessen am kompletten Lebensmittelmarkt ist der Fairtrade-Anteil allerdings immer noch gering, selbst der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln ist mit 6,6 Milliarden Euro im letzten Jahr bei weitem höher.

Trotzdem steigt die Nachfrage der zahlreichen Tees, Kaffees sowie Schokoladen und die Menschen wollen die Herkunft der Produkte sowie deren Herstellung kennen. Als einer der ersten Supermarktketten hat Rewe fair gehandelte Waren in seinem Sortiment aufgenommen und verkauft heute über 100 verschiedene Produkte mit dem Fairtrade-Siegel.

Etikettenschwindel mit Fair Trade – viele Lebensmittel irreführend gekennzeichnet

Ganze Kaffeebohnen im Sack mit kleiner Schaufel
coffee © April D - www.fotolia.de

Bei "fairem Handel" denken Verbraucher zuerst an Gerechtigkeit. Kleine Produzenten in Entwicklungsländern sollen so eine Chance bekommen. Gegenüber Verbrauchern sind die Anbieter jedoch nicht unbedingt fair. Im Etiketten-Check der Verbraucherzentrale fiel die Hälfte der 32 geprüften Lebensmittel durch. Einheitliche Regeln für Fair-Trade-Produkte gibt es bisher nicht.

Siegel der FLO

Mit der Fair-Trade-Labelling-Organisation (FLO) haben interessierte Firmen zwar einen Ansprechpartner. Die Zertifizierung ist aber teuer, so dass gerade kleine Firmen, denen der Marktzugang erleichtert werden sollte, die Ausgabe scheuen.

Stattdessen definieren sie eigene Kriterien und kleben eigene Siegel auf ihre Waren. Für den Verbraucher ist der Markt dadurch schwer zu überschauen.

Unverständliche Etiketten auf unterschiedlichen Lebensmitteln

Für weitere Intransparenz sorgen die Etiketten. Wie die Verbraucherzentrale Hamburg moniert, wird etwa nicht gekennzeichnet, welcher Anteil des Produktes tatsächlich aus fairem Handel stammt. Da Tee, Kakao und Säfte bei der Herstellung mit konventionellen Zutaten gemischt werden, kann es vorkommen, dass im Endprodukt kaum noch faire Anteile enthalten sind.

Besonders extrem ist die Irreführung bei Säften und anderen Getränken. Hier rechnen die Hersteller das Wasser aus dem Endgewicht heraus, wodurch sich der faire Anteil prozentual vervielfachen kann. So enthielt ein ein Eiskaffee, der mit 60 Prozent Fairtrade-Anteil beworben wurde, effektiv nur 6 Prozent Kaffee und Zucker aus fairem Handel.

Positive Seite

Die Gepa, eine der ältesten Fairtrade-Firmen mit hohem Anspruch an die Transparenz, verzichtet deshalb weitgehend auf das Siegel der FLO. Positiv: mit der Fairglobe-Linie beweist Lidl, dass faire Produkte transparent und günstig zugleich sein können.

Erträge im Biolandbau besser als lange Zeit angenommen

Durch Investitionen zur Verbesserung der biologischen Landwirtschaft können Ertragslücken geschlossen werden

Grünes Bio-Logo auf weißem Hintergrund
Logo BIO © Beboy - www.fotolia.de

Die Erträge aus Biolandbau liegen um 19,2 Prozent unter denen aus konventioneller Landwirtschaft.

Differenz reduzierbar

Durch die konsequente Nutzung bestimmter Anbauverfahren lässt sich diese Differenz jedoch auf acht bis neun Prozent reduzieren.

Bisher ging man davon aus, dass sie weit größer ist. Besonders Methoden wie Fruchtwechsel und gemischter Anbau können die Ertragslücke sogar noch weiter schließen.

Auf diese Weise könnte sogar die Weltbevölkerung allein durch die Ernteergebnisse aus ökologischer Landwirtschaft ernährt werden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie US-amerikanischer Wissenschaftler.

Gut für die Umwelt

Die Umwelt könnte ebenfalls profitieren, denn negative Auswirkungen wie der Schwund von Lebensräumen für Tiere und Menschen lassen sich durch Biolandbau erheblich reduzieren.

Da Pestizide und Kunstdünger nicht mehr zum Einsatz kämen, würde die Umwelt viel weniger belastet als bei konventioneller Landwirtschaft.

Bei bestimmten Sorten wie

liegen die Erträge bei Bio- und konventionellem Anbau schon jetzt annähernd auf gleicher Höhe.

Forschung und Entwicklung

Nach Meinung der Forscher ist es möglich, durch angemessene Investitionen in Forschung und Entwicklung zur Verbesserung der biologischen Landwirtschaft die Ertragslücke zwischen Bio- und konventionellem Anbau zu verkleinern und in einigen Regionen sogar ganz zu schließen.

Selbstbestimmt Einkaufen: So durchschauen Sie die Versprechen auf Lebensmitteln

Umgeben von Werbeslogans und Siegeln ist eine bewusste Selbstkontrolle von Verbrauchern zunehmend wichtiger geworden

Nährwerttabelle auf Lebensmittelverpackung
Nährwerttabelle auf Lebensmittelverpackung © Alterfalter - www.fotolia.de

Beim Gang durch den Supermarkt ist man als Kunde von Werbeversprechen umgeben.

  • Seriös aussehende Siegel sprechen von höchster Qualität,
  • Slogan wie "aus der Region" suggerieren, dass man die eigene Region unterstützt und auf die strengen, deutschen Kontrollen vertrauen darf.
  • Hinzu kommen Gesundheitsversprechen wie "wenig Fett" oder "Natursüße".

Wie behält man als Konsument den Durchblick?

Zwischen Werbemittel und Irreführung

Sobald ein seriös aussehendes Siegel auf der Verpackung prangt, greifen viele Menschen mit beruhigtem Gewissen zu. Fakt ist aber, dass jeder Hersteller eigene Siegel erfinden darf. Diese stammen aus der Marketingabteilung und sagen gar nichts aus. Trauen sollte man daher nur den staatlich vergebenen Siegeln, die man zuvor recherchieren muss.

Auch Aussagen zur Region sind schnell irreführend, denn tatsächlich reicht es in vielen Fällen, wenn der Hersteller einen der Produktionsschritte in der Region durchgeführt hat. Beim "Schwarzwälder Schinken" kann das Tier aus anderen Ländern kommen und nur die Räucherung fand im Schwarzwald statt.

Tipps für Verbraucher

Betrug sind all diese Aussagen nicht, denn sie zählen zu den erlaubten Werbemitteln. Damit man als Verbraucher der Werbung nicht erliegt, sollte man den Blick von der schönen Verpackung lösen und nur auf die Inhaltsstoffe schauen, die jeder Hersteller aufdrucken muss.

Inhaltsstoffe verstehen

Wichtigste Regel hierbei: An erster Stelle der Aufzählung steht immer der Bestandteil, der am stärksten vertreten ist. Bei vielen Produkten ist das Zucker. Dabei sollte man auch nicht auf Formulierungen wie "Natursüße" hereinfallen, denn das bedeutet nur, dass meist Traubensaftkonzentrat genutzt wurde und damit Zucker.

Prozentuale Verteilung

Neben der Zutatenliste gibt es oft eine Tabelle, die exakt die prozentuale Verteilung beschreibt. Da beides gern besonders klein gedruckt wird, sollten vor allen Dingen Senioren sich die Mühe machen, eine Lupe mitzunehmen. Ab Dezember 2016 müssen dann alle Hersteller die "big 7" aufdrucken lassen und damit exakte Angaben

machen. So sollen Verbraucher noch mehr Selbstkontrolle bekommen.

Klarheit für die Kunden – neues Logo soll regionale Lebensmittel kennzeichnen

Neue Grundregel bei der Regio-Kennzeichnung soll Klarheit über die Nahrungsmittelherkunft bringen

Junge Frau im Supermarkt in Gemüseabteilung
Woman shopping in produce section © Monkey Business - www.fotolia.de

Viele Menschen wollen umwelt- und gesundheitsbewusst einkaufen und achten dabei unter anderem darauf, ob ein Lebensmittel aus ihrer Region kommt. Damit wollen sie zum einen die eigenen Bauernhöfe und co. unterstützen und setzen zum anderen darauf, dass bei diesem Produkten weniger Chemie verwendet wurde, da die Lebensmittel ja nicht so weit transportiert werden mussten.

Keine einheitliche Kennzeichnung

Einer Umfrage zufolge haben ganze 93 Prozent der Menschen das größte Vertrauen in Angebote aus der eigenen Region. Doch wer so bewusst einkaufen will, hat ein Problem, denn bisher gibt es keine einheitliche Regelung, wie solche Produkte zu kennzeichnen sind. Daher kann der Einkauf lange werden und auch irreführende Aufdrucke trüben das bewusste Kaufen.

Dies soll sich aber bald ändern, denn es ist ein neues Logo geplant, das nach festen Regeln vergeben wird. Es darf nur von Produkten getragen werden, die den Anspruch auf Regionalität bei der Herstellung erfüllen.

Probelauf für neues Projekt

Die neue Grundregel bei der Regio-Kennzeichnung soll dann lauten: die Hauptzutat muss komplett aus der Region stammen. Das bedeutet, dass zwar Gewürze oder sonstige Zusatzstoffe aus anderen Bereichen kommen können, doch das Hauptprodukt muss 100 prozentig aus der angegebenen Region stammen.

Ob ein solches Projekt funktionieren kann, will man nun in einem ersten Probelauf testen. Man arbeitet zunächst nur mit 150 Produkten, die in Deutschland in 20 Test-Einkaufshallen angeboten werden. Während die Ernährungsbranche das gesamte Vorhaben bereits gut unterstützt, will man nun herausfinden, wie der Konsument auf das Konzept reagiert und ob es dementsprechend eine Zukunft hat, oder nicht.

Kennzeichnung oft irreführend

Lebensmittel: Deutsche fordern klare Angaben über Inhaltstoffe

Verbraucher wünschen sich genaue Fett-, Zucker- und Salzangaben auf Lebensmittelverpackungen

Frau im Supermarkt steht mit Einkaufswagen vor Regal und schaut sich Flasche an
Einkauf von Obst Gemüse im Supermarkt © bilderbox - www.fotolia.de

Wollen Sie wirklich wissen, was in den Lebensmittel, die Sie kaufen, tatsächlich enthalten ist? Meist ist es nicht auf den ersten Blick ersichtlich, welche Inhaltsstoffe ein Produkt enthält.

Daher fordert die Mehrheit der Einkäufer die Hersteller auf, eine übersichtlichere Auflistung über die Zusammensetzung ihrer Produkte auf den Verpackungen zu kommunizieren. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des GfK Marktforschungsinstitutes, welche knapp 2.000 Männern und Frauen ab 14 Jahren zu ihrem Einkaufsverhalten befragt hat.

Der Wunsch nach einem Ampelsystem

71 Prozent der Befragten wünschen sich ein so genanntes Ampelsystem für Lebensmittel, welches den Fett-, Zucker- und Salzgehalt eines Produkten klar ausweist und in Ländern wie England und Amerika längst gang und gäbe ist.

Rund 43 Prozent der Käufer ist von den Inhaltsangaben der jetzigen Produktaufdrucke überfordert, versteht die Angaben nicht oder kann sie auf Grund der Vielzahl an Abkürzungen und Fachtermini nicht dechiffrieren. Gegenüber dem so genannten "Functional Food" ist jeder zweite Befragte skeptisch eingestellt, da er Lebensmittel mit gesundheitsfördernden Zusätzen für eher unnatürlich hält.

Lebensmittelkennzeichnungen führen oft in die Irre

Wer Lebensmittel kauft, die als „Frei von Geschmacksverstärkern“ gekennzeichnet sind, geht normalerweise davon aus, dass eben diese nicht enthalten sind. Doch das täuscht.

Oft werden Zusatzstoffe wie Glutamat in anderen Begriffen versteckt. Ist beispielsweise Hefeextrakt angegeben, enthält das Nahrungsmittel ebenfalls Glutamat. Dann zwar als Beimischung in geringerer Dosis und nicht mehr deklarationspflichtig, aber dennoch vorhanden. Verbraucherschützer untersuchten 151 Etiketten.

Auf allen wurde angegeben, dass keine Geschmacks- oder Zusatzstoffe in den Lebensmitteln enthalten seien. Das ernüchternde Fazit: In fast allen waren Zutaten wie Hefeextrakt zu finden.

Darüber hinaus gab es in einer Vielzahl von Nahrungsmitteln Farb- und Aromastoffe. Der Verbraucher müsse lernen genauer hinsehen, rät Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg. Außerdem gäbe es immer den Weg, sich beim Hersteller zu beschweren.

Neue Kennzeichnungsregeln der EU – Hinter dem Namen Käse muss auch Käse stecken

Verbraucher muss ab jetzt erkennen können, was drin ist

Frische Eier, Käse, Milch auf weißem Hintergrund
Fresh eggs and dairy products in glass containers © NiDerLander - www.fotolia.de

In den nächsten Wochen tritt eine neue Regelung EU weit in Kraft. Sie soll dem Verbraucher mehr Klarheit über Lebensmittel geben. In Zeiten von Analog-Käse sicher keine schlechte Idee. Demnächst müssen Imitate aus Fleisch oder Fisch klar deklarieren, dass sie aus Stücken zusammengefügt wurden. Der mittlerweile bekannte Analog-Käse darf sich nicht mehr als Käse bezeichnen. Stattdessen muss auf der Verpackung klar geschrieben werden, woraus er besteht.

Weitere Änderungen zum Schutz der Verbraucher

Allergieauslösende Zusätze müssen auf der Zutatenliste fett genannt werden. Koffein muss im Sinne von Kindern und Schwangeren klar gekennzeichnet sein. Außerdem ist der Gehalt an

nunmehr auf die Menge von 100 Gramm zu nennen. Für alle Verbraucher gleichermaßen erfreulich ist die Tatsache, dass alle Angaben in genügend großer Schrift zu machen sind. Bisher konnte man oftmals die Herstellerhinweise allenfalls mit einer Lupe erkennen.

Beim frischen Fleisch ist in Zukunft eine Ursprungskennzeichnung vorgeschrieben. Leider muss dies bei weiterverarbeiteten Fleischwaren, wie beispielsweise Wurst, nicht geschehen. Man überlegt bei der EU, wie man dies auch für Milch und deren Produkte verwirklichen kann.

Zwar hat das EU Parlament grünes Licht gegeben, so dass die Verordnung in wenigen Wochen in Kraft tritt. Die Lebensmittel-Hersteller haben jedoch noch zwischen drei und fünf Jahren Zeit, sie umzusetzen.

Die Angst vor schädlichen Zusätzen in Nahrungsmitteln steigt

In den Supermarkt-Regalen lassen sich kaum noch Lebensmittel ohne Zusatzstoffe finden. Auch die Zahl der Lebensmittelskandale steigt. Da ist es kein Wunder, dass immer mehr Verbraucher beim Essen von der Angst vor schädlichen Nahrungsmittelzusätzen begleitet werden. Wie eine Umfrage der "Apotheken Umschau" unter 1.956 Personen zeigt, fürchten sich insgesamt 54 Prozent der Befragten davor, dass in ihrem Essen Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, Dünger oder anderen Umweltgiften vorkommen könnten.

53,8 Prozent wird bei dem Gedanken an den vermehrten Einsatz von Hormonen und Antibiotika in der Viehzucht Angst und Bange, 52,5 Prozent befürchten krebserregende Stoffe in ihrem Essen, 50,7 Prozent beklagen die zunehmende genetische Veränderung in der Lebensmittelindustrie und 50,5 Prozent lassen hinsichtlich möglicher Krankheitserreger im Essen wie Colibakterien, Salmonellen oder EHEC besondere Vorsicht walten.

Die befragten Frauen waren bei dem Gedanken an schädliche Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln noch deutlich besorgter als die Männer.

Immer mehr Deutsche achten beim Lebensmittelkauf auf gute Qualität

Die Qualität beim Lebensmittelkauf spielt für immer mehr Deutsche eine größere Rolle als ein günstiger Preis, wie eine Umfrage der "Apotheken Umschau" unter 1.956 Personen zeigt.

Im Vergleich zu einer Umfrage aus den Jahren 2009/2010, bei der 54,7% der Befragten angaben für eine bessere Qualität der Lebensmittel bereit zu sein mehr Geld auszugeben, sagten dies in der aktuellen Umfrage 59,7% von sich. Vor allem die Befragten mit einem höheren Monatseinkommen von mehr als 3.000 Euro achten zunehmend auf Qualität (74,2%). Die Umfragenteilnehmer mit einem geringeren Einkommen unter 1.500 Euro hingegen legen beim Einkauf eher Wert auf günstige Preise (75,7%).

Generell ist der Wunsch nach billigen Lebensmitteln im Vergleich zu 2009/2010 (66,8%) aber etwas zurückgegangen. Insgesamt 58,9% aller Umfragenteilnehmer gaben zu möglichst günstig einzukaufen.

Seltener Werbung zur Gesundheit auf Lebensmittelverpackungen durch Verordnung der EU

In Zukunft sollen auf Lebensmittelverpackungen weniger Werbung und Hinweise zur Gesundheit, beispielsweise "gut für Herz oder die Darmflora", stehen. Dies sieht eine Verordnung der Europäischen Union vor. Zurzeit beraten sich Experten, welche Werbung weiterhin erlaubt werden könne.

Zukünftig dürfen dann die Lebensmittelhersteller nur Angaben zu den Nährwerten und der Gesundheit auf die Verpackungen angeben, wenn diese auch auf der von der EU genehmigten Liste stehen. Auch sollen eventuell dann Angaben wie "fettarm" oder "ohne Zucker" sowie Empfehlungen wie "stärkt das Immunsystem" entfallen.

Lebensmittelhersteller führen Verbraucher mit unklarer Deklaration in die Irre

Es ist nicht immer das drin, was auch auf dem Etikett steht. Wer Vanille-Eis kauft, der erwartet auch, dass der typische Vanille-Geschmack aus echten Vanille-Schoten gewonnen wird. Tatsache ist jedoch, dass viele Aromen heutzutage synthetisch gewonnen werden und so stammt der natürlich wirkende Vanille-Geschmack im Eis nicht aus der Schote, sondern wird viel mehr aus Holzspänen hergestellt.

Die Verbraucherzentrale kritisiert schon seit Langem die Vorgehensweise der Lebensmittelhersteller und möchte nun endlich Licht ins Dunkel bringen.In ihrem aktuellen Ratgeber „Lebensmittel-Lügen – Wie die Food-Branche trickst und tarnt“ zeigt die Verbraucherzentrale, wie man die Tricks der Lebensmittelhersteller durchschauen kann.

Ein Muster soll außerdem dabei helfen, die irreleitenden Etiketten und Deklarationen auf den Lebensmitteln richtig zu lesen und auch zu verstehen. Erhältlich ist der Ratgeber als gedruckte Ausgabe oder E-Book über die Verbraucherzentrale.

Was die Spurenkennzeichnung von Lebensmitteln für Allergiker bedeutet

Wer als Lebensmittelallergiker auf Nummer sicher gehen will, wendet sich am besten direkt an den Produkthersteller

Einkaufswagen wird im Gang eines Supermarkts geschoben, im Hintergrund Regale mit Lebensmitteln
supermarket cart © Omar Kulos - www.fotolia.de

Für Menschen mit einer Lebensmittelallergie ist die Zutatenliste auf Verpackungen besonders wichtig. Bei rund zwei bis drei Prozent der Erwachsenen und vier bis acht Prozent der Kinder lösen bestimmte Lebensmittel eine Unverträglichkeitsreaktion aus, die von einer Immunreaktion begleitet wird. Harmlose Schleimhautreizungen, aber auch ernsthafte Komplikationen wie lebensgefährliche Schockreaktionen können die Folge sein.

Aussagekraft von Spurenkennzeichnung ist begrenzt

Die Spurenkennzeichnung "Kann Spuren von ... enthalten" ist daher von großer Wichtigkeit. Allerdings ist ihre Aussagekraft begrenzt.

Der Aufdruck ist freiwillig und besagt nichts über die Menge der Zutaten mit einem allergenen Potenzial. Er bedeutet lediglich, dass bestimmte Lebensmittel, wie etwa

in einem Produkt vertreten sein können, nicht aber müssen.

Der Hinweis sagt nur aus, dass diese Lebensmittel technologisch nicht mit absoluter Sicherheit zu vermeiden sind. Bei der Herstellung können sie produktionsbedingt das Erzeugnis "verunreinigen". Die Spurenkennzeichnung soll Verbraucher über diese Möglichkeit informieren. Wer unsicher ist, sollte sich daher direkt an den Hersteller wenden, der in der Regel genaue Auskunft über die Produktion und mögliche Zutaten gibt.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Woman shopping in grocery store © Monkey Business - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Two women shopping in supermarket © Monkey Business - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: supermarket blur © Matty Symons - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Einkauf von Obst Gemüse im Supermarkt © bilderbox - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Shopping © LuckyImages - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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