Gesunde Fertiggerichte - bei welchen Fertigprodukten man bedenkenlos zugreifen kann

Fertiggerichte haben in Sachen ausgewogene Ernährung einen schlechten Ruf - doch manche davon kann man durchaus als gesund bezeichnen und auch frische Zutaten helfen schon

Gute Gründe um Fertiggerichte zuzubereiten gibt es genug. Bequemlichkeit, keine Zeit im hektischen Alltagsgetriebe, keine Lust zum Kochen oder man kann überhaupt nicht Kochen. Fertiggerichte sind praktisch, kurz in die Mikrowelle, in den Backofen, in das heiße Wasserbad oder erhitzen und fertig.

Schön angerichtetes Fischfilet mit Schnittlauch auf buntem Gemüse

In unserer schnelllebigen Zeit haben es die Menschen immer eilig. Die Familienmitglieder kommen zu unterschiedlichen Zeiten nach Hause, die Frau ist meist auch berufstätig oder es gibt immer mehr Single-Haushalte. Da finden die gemeinsamen Mahlzeiten am Tisch kaum noch statt.

Fertiggerichte scheinen da die ideale Lösung zu bieten und wie das Angebot spiegelt, gibt es wohl auch eine große Nachfrage. Dabei ist Fertiggericht nicht gleich Fertiggericht und manche sind besser, als ihr Ruf. Nicht jedes Fertiggericht ist ungesund.

Gesunde Tiefkühlprodukte

Bei einigen Tiefkühlprodukten kann aber auch ohne schlechtes Gewissen zugegriffen werden.

Obst und Gemüse

Eine Gemüsepfanne aus der Tiefkühltruhe beispielsweise, bietet noch mehr Vitamine und Nährstoffe, als Gemüse welches aus der Dose kommt.

Der Inhalt der Dosen wird lange erhitzt und verliert dadurch fast alle Vitalstoffe. Diese kann man aber mit einem Rohkostsalat und anderen gesunden Produkten wieder ausgleichen.

Tiefgekühltes Gemüse und Obst steht den frischen Varianten theoretisch in nichts nach. Durch das Schockfrosten der Produkte, gleich nach der Ernte, bleiben alle Vitamine und Mineralien erhalten.

Hier können die tiefgekühlten Produkte manchmal sogar von Vorteil sein, da sie teilweise sogar mehr Vitamine und Mineralien aufweisen können, als Obst und Gemüse, das schon tagelang im Regal liegt. Außerdem ein großer Vorteil von tiefgekühltem Obst und Gemüse ist natürlich, dass es so das ganze Jahr über verfügbar ist.

Gemüse aus der Dose oder Tiefkühlprodukte sind gesünder als man glaubt

Durch Schockfrosten bleiben viele Vitamine bei Tiefkühlgemüse erhalten

Gemüse wird im Wok zubereitet
Chef cooking wok © BlueOrange Studio - www.fotolia.de

Wenn die Zeit am Tage knapp ist, oder man einfach einmal zu müde für einen langen Aufenthalt in der Küche ist, kann man heute zu Fertigpackungen greifen. Viele Lebensmittel gibt es in Dosen und auch als langhaltende Tiefkühlprodukte. Doch dann nagt immer wieder das Gewissen, denn viele glauben, dass diese Art der Nahrungszubereitung ungesund für den Menschen ist. Doch dieses Klischee stimmt gar nicht.

Erhaltung von Vitaminen bei Tiefkühlprodukten

Frisches Gemüse aus dem Markt ist nicht wirklich gesünder als jenes aus der Tiefkühltheke. Inzwischen ist die Technik soweit, dass Gemüse direkt nach der Ernte und voll mit allen guten Nährstoffen schockgefrostet wird. So bleiben Vitamine und Co. erhalten und landen in der Tiefkühltruhe.

Tests haben ergeben, dass auch noch vier Monate nach dem Gefrieren die Nährstoffe erhalten sind. Wer dagegen frisches Gemüse in den Kühlschrank legt, muss schon nach zwei bis drei Tagen damit rechnen, dass die Nahrung nicht mehr die Gesundheit fördert.

Vorsicht bei Dosengemüse

Wer Dosengemüse kauft, muss allerdings beachten, dass darin meist mehr Folsäure enthalten ist und das Vitamin C in geringerer Konzentration vorliegt, als bei Tiefkühlkost und frischem Gemüse. Am besten und gesündesten ist aber noch immer das Gemüse aus dem eigenen kleinen Gärtchen.

Fisch

Fisch ist in der Regel gesund, zum Beispiel ein Schlemmerfilet aus der Tiefkühltruhe, welches im Backofen gebacken wird, liefert immer noch Proteine und Omega-3-Fettsäuren, die für den menschlichen Organismus essentiell sind.

Fisch an sich ist mager, in Öl mit einer Panade überzogen allerdings, ist er fettig und hat Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe.

Vorsicht bei zu viel Zucker, Salz und Co.

Die leidigen Geschmacksverstärker, Zucker, meist zu viel Salz und viele Zusatzstoffe sind in den meisten Fertiggerichten enthalten. Oft auch viel Fett, denn Fett ist ein Geschmacksträger. Fertiggerichte enthalten meistens auch viele Kalorien und verleiten dazu, mehr zu essen, als man möchte.

Ein Zuviel an Salz kann gerade für Menschen mit hohem Blutdruck gefährlich sein, denn das Salz kann den Blutdruck in die Höhe treiben. Zucker wird meist zugefügt, weil es den würzigen Geschmack intensiviert.

Salz und Zucker konservieren auch und sorgen für eine längere Haltbarkeit. Dadurch nimmt man verstecktes Salz, versteckten Zucker und versteckte Fette zu sich.

Zu viel Salz schadet der Gesundheit. Lieber frisch kochen, als auf Fertiggerichte zurückzugreifen

Dunkelhaarige junge Frau beißt mit Appetit in ein Stück Pizza mit Pilzen vor weißem Hintergrund
Nice lady enjoy eating a pizza © Marin Conic - www.fotolia.de

Galt Salz im Mittelalter noch als ein sehr teures Gut, welches zu absoluten Höchstpreisen gehandelt wurde, ist es heute nichts weiter als ein Massenprodukt.

Da ist es nicht sonderlich überraschend, dass nun anhand einer Studie festgestellt wurde, dass in Deutschland zu viel Salz zu sich genommen wird. Im Durchschnitt nimmt ein erwachsener Mann rund 9 Gramm Kochsalz über die Nahrung zu sich. Eine Frau nimmt in etwa noch 6,5 Gramm zu sich über die Ernährung auf. Der empfohlene Richtwert jedoch liegt bei höchstens 6 Gramm am Tag.

Konsequenzen des übermäßigen Salzkonsums

Zu viel Salz hat letztendlich auch Folgen für die Gesundheit. Ein übermäßiger Salz Konsum führt beispielsweise zu einem erhöhten Blutdruck und darauf folgen Gefäßveränderungen und Herzprobleme.

Außerdem können Blutdrucksenkende Medikamente nicht richtig wirken, wenn zu viel Salz gegessen wird. Wirklich erschreckend ist die Zahl der Herz-Kreislauftodesfälle, welche aufgrund eines zu hohen Salzkonsums eingetreten sind. Allein 2010 starben 2,3 Millionen Menschen an den Folgen. Davon waren zwei Drittel Männer.

Blutdrucksenkung durch geringeren Salzkonsum und Verzicht auf Fertigessen

Wer unter einem hohen Blutdruck leidet, sollte daher unbedingt den Salzkonsum einschränken. Das könne bereits zu einer Senkung des Blutdrucks beitragen, sagen Experten.

Um den Salzgehalt in Lebensmittel besser kontrollieren zu können, sollte auf industriell hergestelltes Essen weites gehend verzichtet werden. Denn in Fast Food und Co stecken oftmals sehr hohe Mengen an Salz. Allein eine Tiefkühlpizza enthält fünf Gramm Salz. Das entspricht schon fast der empfohlenen Tageshöchstmenge. Daher wirklich lieber selber kochen. Denn das Zubereiten von Nahrungsmitteln birgt weit mehr Vorteile, als nur den Salzgehalt zu steuern. Frisch kochen entspannt und sorgt dafür, dass nicht zu fettig und zu kalorienreich gegessen wird.

Zu viel Salz, Zucker und Fett - EU will Menschen langsam an gesündere Ernährung gewöhnen

Topf mit Gemüse auf dem Herd wird aus Salzstreuer gesalzen
Woman is making vegetable soup © Alexey Kuznetsov - www.fotolia.de

Zu viel Salz, Zucker und Fett: Ein Großteil der Fertiggerichte in den Ländern der Europäischen Union (EU) ist ungesund. Wissenschaftler des EU-Projekts SALUX wollen nun erreichen, dass sich Europäer besser ernähren. Sie sollen schrittweise von Salz, Zucker und Fett entwöhnt werden.

Zwar wissen die meisten Menschen in den westlichen Industrienationen, dass eine schlechte Ernährung ihrer Gesundheit schadet, aber es fällt ihnen dennoch schwer, auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten. Sie sind an den Geschmack gewöhnt und möchten ihn nur ungern missen.

Hoher Salzkonsum als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

So haben die Forscher bei einer Untersuchung herausgefunden, dass ein erwachsener Mann in Deutschland 8,4 Gramm Salz am Tag konsumiert, eine erwachsene Frau durchschnittlich 6,1. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt aber höchstens 6 Gramm täglich. In südeuropäischen Ländern beträgt der Konsum sogar 14 Gramm.

Ein hoher Salzkonsum gilt als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wer den Salzkonsum um täglich drei Gramm reduziert, kann die Gefahr einer Herzerkrankung und eines dadurch bedingten frühen Todes erheblich verringern.

Auch der Konsum von Zucker und Fett sollte schrittweise verringert werden

Zucker hat Fettleibigkeit (Adipositas), Diabetes oder Karies zur Folge. Fett ist nicht grundsätzlich schlecht und hat im Körper viele wichtige Funktionen zu erfüllen. Allerdings gilt es, gesättigte Fettsäuren zu meiden. Diese finden sich vor allem in tierischen Produkten wie Butter, Sahne oder Speck, aber auch in Fertigmahlzeiten und Fast-Food.

Sie begünstigen einen hohen Cholesterinspiegel, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Arteriosklerose. Gesund sind dagegen ungesättigte Fettsäuren, die sich vor allem in fettreichen Fischen sowie bestimmten pflanzlichen Ölen finden.

Sich ungesundes Essen abzugewöhnen, ist nicht einfach, weil Salz, Fett und Zucker den Geschmack verstärken. Weniger wird oft als geschmacklich nicht ausreichend empfunden. Die Geschmacksnerven gewöhnen sich daran. Daher, so der Plan der EU-Wissenschaftler, soll ein schrittweises Reduzieren von Salz, Zucker und ungesunden Fetten die Menschen an eine andere Ernährung gewöhnen.

Die meisten Fertiggerichte enthalten zu viel Salz

Wie Verbraucherschützer herausgefunden haben, enthalten die meisten Fertiggerichte für die Mikrowelle viel zu viel Salz, im Schnitt über vier Gramm pro Portion, was zwei Drittel des Tagesbedarfs eines Erwachsenen entspricht. Eine zu hohe Salzzufuhr erhöht nämlich nachweislich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Da die Hersteller auf den Packungen ihrer Produkte in der Regel lediglich den Natriumgehalt angeben, müsste dieser Wert mit 2,5 malgenommen werden, um auf den eigentlichen Salzgehalt zu kommen, wie die Apothekenzeitschrift "Senioren Ratgeber" berichtet.

Auf die Zutatenliste achten

Die meisten Fertigprodukte müssen nur noch in den Ofen oder die Mikrowelle geschoben werden. Dies ist natürlich sehr praktisch, allerdings trotzdem nicht immer ratsam. Denn Fertigprodukte sind in der Regel voll von Geschmacksverstärkern, Emulgatoren und Farb- und Konservierungsstoffen. Geschmacksverstärker sollen bei manchen Menschen sogar der Auslöser für Allergien sein.

Wenn Sie zu Fertigprodukten greifen, sollten Sie auf die Zutatenliste achten. Die Hersteller sind verpflichtet alle Zutaten anzugeben. Die Zutaten werden absteigend nach ihrer enthaltenen Menge angegeben. Steht an erster Stelle also Zucker oder Fett, sollten Sie von diesem Produkt auf jeden Fall die Finger lassen.

Auch Fertigprodukte wie Pommes und Kroketten, also alles was vorfrittiert ist, sollten Sie generell meiden. Denn diese Produkte enthalten Fette aus Transfettsäuren, die negativ für den Cholesterinspiegel sind.

Gesundheitswert von Fertiggerichten

Wie gesund sind Fertiggerichte wirklich

Zu viel Salz und Geschmacksverstärker in Fertiggerichten

Pizza Italiano oder Diabolo mit Oliven, Zwiebeln, Tomaten, Chilischoten auf Holzbrett vor weißem Hintergrund
italian pizza © khz - www.fotolia.de

Wenn es einmal schnell gehen muss und die Zeit zum Kochen fehlt, greifen viele Menschen auf Fertiggerichte zurück. Ob man seinem Körper damit wirklich etwas gutes tut, wurde von der Zeitschrift Ökotest nun stichprobenartig an Salami-Pizzen, Lasagne, Nasi Goreng und Linsensuppe getestet.

Fertiggerichte von Discountern im Test

Da immer alles möglichst günstig sein muss, kauften die Tester bei Lidl, Netto, Norma, Penny, Aldi Nord und Aldi Süd ein. Fertiggerichte genießen einen weitgehend schlechten Ruf, sie sind als Dickmacher ohne Nährwert verschrien und dies großteils zu Recht. Denn das Testergebnis zeigt: alle in den Discountern gekauften Produkte enthielten durchweg zu viel Salz und deckten über 50 Prozent des Tagesbedarfs.

Der umstrittene Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat (E 621) befand sich zwar in keinem der Produkte, dafür aber andere glutamathaltige Inhaltsstoffe wie Hefeextrakt, Würze oder Sojaeiweißhydrolysat.

Abgesehen von der Lidl-Lasagne (Trattoria Alfredo Lasagne Bolognese) schnitten alle anderen Lasagnen mit der Note “mangelhaft” ab. Die Produkte von Netto und Aldi Süd erhielten, abgesehen von den Lasagnen, fast durchgehend gute Noten, am wenigsten Kalorien befanden sich in den Linsensuppen. Das Nasi Goreng war teilweise auch noch zumutbar, von den Pizzen sollte man laut Ökotest jedoch lieber die Finger lassen.

Keine Angst vor Phenylalanin

Manche Fertiglebensmittel enthalten den Hinweis „Enthält eine Phenylalaninquelle“. Gesunde müssen sich vor diesem Inhaltsstoff nicht sorgen, schreibt die Apothekenzeitschrift Senioren Ratgeber.

Der Warnhinweis ist nur für eine kleine Gruppe von Menschen gedacht, die an einer seltenen Stoffwechselkrankheit leiden. Sie müssen das Eiweiß Phenylalanin konsequent meiden, weil ihr Stoffwechsel es nicht abbauen kann. Sie halten deshalb eine strenge Diät, deren Bestandteile sie genau kennen. Da die Betroffenen bei Fertignahrungsmitteln nicht erkennen können, ob Phenylalanin enthalten ist, ist der Stoff kennzeichnungspflichtig.

Für Gesunde ist er völlig harmlos.

Wie gesund sind für Kinder Pizza und Hamburger ?

Sind Pizza, Pommes und Hamburger wirklich ungesund?

"Fast Food" kommt aus dem Englischen und bedeutet "schnelles Essen", wobei dieses auch in einer gesunden Form gibt, die weniger Salz und Fett enthalten, sowie ohne Geschmacksverstärker, Aroma- und Farbstoffen sind.

Kinder lieben die Pommes Frites, die dick geschnitten sind und wenig Fett haben. Aus Vollkornmehl sollte man immer die Pizza herstellen und für Hamburger kein Weißbrot verwenden. Gesund ist auch Fisch, Geflügel- oder Schweinefleisch mit Salat zu variieren, was eine vitaminreiche Kost für das Kind ist.

Allergiker aufpassen! Cashew-Nüsse sind oft in Fertiglebensmitteln verborgen

Cashew-Nüsse sind für Allergiker gefährlicher als Erdnüsse, berichtet die "Apotheken Umschau" unter Berufung auf den britischen Allergologen Andrew Clark von der Universität Cambridge. Er hatte die Reaktionen von 47 Kindern mit Cashewnuss-Allergie mit denen von 94 gleichaltrigen Erdnuss-Allergikern verglichen.

Schwere Symptome wie Atemnot traten bei Cashew-Empfindlichen deutlich häufiger auf als in der Vergleichsgruppe. Problem: Die Nüsse sind oft in Desserts, Süßigkeiten und Müsliriegeln versteckt.

Öko-Test – Wie gut sind vegetarische Fertiggerichte?

Auch vegetarische Fertiggerichte enthalten oftmals zu viel Salz - Stiftung Warentest zeigt Ergebnis

Große Pfanne mit Kuskus und verschiedenem Gemüse
Kuskus mit Gemüse © HLPhoto - www.fotolia.de

Fertiggerichte sind beim Verbraucher gefragt. Wenn es mal schnell gehen soll, sind sie eine mögliche Alternative zum Selberkochen. Inzwischen gibt es solche Produkte auch für Vegetarier. Die Zeitschrift Öko-Test hat diese Fertiggerichte nun genauer unter die Lupe genommen.

Viele Verbraucher haben die Nase voll von Fleischskandalen, wie die Gammelfreisch-Affäre oder Dioxin in Geflügelfleisch. Darum steigt die Zahl der Vegetarier kontinuierlich an.

Fleisch als Ursache für Erkrankungen

Neben den unappetitlichen Geschehnissen rund um Fleisch, ist auch der Gesundheitsaspekt durchaus interessant, gilt doch großzügiger Fleischgenuss als Mit-Auslöser für Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Gicht. Das belegen auch Langzeit-Studien an Vegetariern des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Dort werden seit 1978 insgesamt 1900 Vegetarier untersucht und deren Sterblichkeitsrate beobachtet. Auch wenn man beachten muss, dass sich Vegetarier auch in anderen Lebensgebieten gesünder verhalten, ist die Mortalitätsrate signifikant geringer als bei der übrigen Bevölkerung.

Auch Nicht-Vegetarier greifen hin und wieder auf Fertignahrung ohne Fleisch zurück. Besonders, wenn die Zeit drängt. Die Ergebnisse der Zeitschrift Öko-Test hat 23 der fleischlosen Fertigessen getestet und ist zu wenig erfreulichen Ergebnissen gekommen.

Zu viel Salz, zu wenig Übereinstimmung mit Abbildung

Wie schon beim Test von "normalen" Gerichten, ist auch in den vegetarischen Varianten viel Salz enthalten. Die Bio-Kartoffeltöpfe von Eden und Naba wiesen mehr Salz in ihren Portionen auf, als der Mensch pro Tag insgesamt zu sich nehmen sollte. Zwei Drittel der Fertiggerichte enthielten zweifelhaftes Glutamat, als Hefeextrakt getarnt und damit kennzeichnungsfrei.

Darüber hinaus stellten die Warentester fest, dass die Fotos auf den Verpackungen mit dem Inhalt oft nicht so recht übereinstimmten. Was auf dem Karton wunderschön und lecker aussah, war in Wirklichkeit weitaus weniger attraktiv. Allerdings passte durchgängig die Kalorienangabe. Fünf getestete Fertiggerichte wurden mit "gut" oder "sehr gut" bewertet.

Die vegetarische Lasagne von Demeter war Sieger der Untersuchung. Zudem konnten die Gemüse-Kartoffel-Pfanne von Ökoland und die Tortellini in Käse-Sahne-Sauce von Frosta überzeugen.

Zu viel Salz in den Fertiggerichten sorgt für Bluthochdruck

Stark gesalzene Lebensmittel erkennen und meiden

Topf mit Gemüse auf dem Herd wird aus Salzstreuer gesalzen
Woman is making vegetable soup © Alexey Kuznetsov - www.fotolia.de

Wie Jost Henner Wirtz vom Bundesverband niedergelassener Kardiologen berichtet, gibt es gerade bei dem Thema "Salz" unterschiedliche Meinungen. So zeigte eine aktuelle Studie aus Belgien, dass eine salzarme Kost sogar Herz und Kreislauf schaden kann, so dass dadurch auch das Risiko der Sterblichkeit erhöht wird. Andererseits sollte man bei einer normalen Ernährung deshalb nicht gleich immer Nachsalzen, wie der Experte empfiehlt.

Wie viel Salz sollte man täglich maximal zu sich nehmen?

Die tägliche Höchstmenge von sechs Gramm sollte eigentlich nicht überschreiten, doch im Durchschnitt sind es zehn Gramm, die täglich konsumiert werden. Das könnte daran liegen, dass es sehr schwierig ist, diese Grenzen einzuhalten, denn Salz ist beispielsweise in Wurst und Käse oftmals bereits in großen Mengen enthalten.

Versteckte Salzmassen vermeiden

Auch in Fertiggerichten findet man meist sehr viel Salz. Sie sind besonders stark gewürzt, so dass ein häufiger Verzehr im Endeffekt zu einem zu hohen Blutdruck führen kann.

Wie der Experte weiter empfiehlt, sollte man auch auf den Salzgehalt im Mineralwasser achten und gegebenenfalls sogar zu Leitungswasser wechseln. Wer also auf seinen Blutdruck achten muss, der kann nach der Beratung Beratung bei seinem Arzt zu einem Salzersatz greifen, doch noch besser und gesünder ist das Würzen mit frischen Kräutern.

Fertigprodukte fördern Verstopfung

Viele Menschen ab 50 leiden an Verstopfung und hartem Stuhl. Ulrich Fölsch, ein Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden, sagt, dass die Ursache oft eine falsche Ernährung sei. So würden viele Menschen vor allem Produkte verzehren, die dem Darm keine Arbeit geben und ihn träge werden lassen. Zum Beispiel würde Weißbrot kelinteilig und zerschreddert im Magen landen. Der Darm könne es dann lediglich weiter zusammenpressen. Das gleiche gelte mehr oder weniger für alle verarbeiteten Produkte.

Abhilfe könne man sich durch eine darmaktivierende Ernährung verschaffen, indem man etwa einen Esslöffel Leinsamen oder drei Backpflaumen am Tag isst. Außerdem sollte Gemüse und Obst zur täglichen Ernährung gehören. Auch Nüsse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte leisteten beachtliches. Fölsch warnt dringend vor Abführmitteln, weil sie den Teufelskreis nur verstärken würden. Wichtig sei die Flüssigkeitszufuhr, die bei Erwachsenen 1,5 Liter am Tag nicht unterschreiten sollte.

Gefährliche Nebenwirkungen durch Glutamat in Fertiggerichten

Japanische Wissenschaftler warnen vor den Glutamaten, die in vielen Fertignahrungsmitteln enthalten sind, so beispielsweise in Fertigsuppen und -soßen, sowie in Chips.

Wie die Forscher herausfanden, können die Glutamate schwerwiegende Nebenwirkungen haben, so können Herzrasen, Bluthochdruck sowie Depressionen, Migräne und Schlafstörungen auftreten und auch das Immunsystem könnte dauerhaft geschädigt werden. Bei Allergikern könnte es sogar zu tödlichen Atemlähmungen kommen.

Glutamate sind sogenannte Geschmacksverstärker, die oftmals ein künstliches Hungergefühl im Gehirn auslösen und teilweise auch süchtig machen. Eine Forschergruppe an der Universitätsklinik in Erlangen-Nürnberg hatte vor einiger Zeit berichtet, dass durch das Glutamat auch Ödeme bei malignen Gliomen entstehen können.

Fertiggerichte mit gesunden Zutaten aufpeppen

Es ist heutzutage natürlich nicht einfach, gänzlich auf Fertigprodukte zu verzichten. Wenn Sie sich regelmäßig von Fertigprodukten ernähren, sollten Sie aber zumindest bei den anderen Mahlzeiten auf frische, gesunde Zutaten achten.

Aber auch die Fertigprodukte selber kann man mit frischen Zutaten aufpeppen und so etwas gesünder machen. In die Fertigsuppe können zum Beispiel frische Kräuter gegeben werden, oder man belegt seine Tiefkühlpizza mit frischem Brokkoli oder ähnlichem. So führen Sie ihrem Körper, trotz Fertiggerichten, einige wichtige Vitamine und Mineralien zu.

Als Fazit könnte man sagen: Es kommt darauf an, welche Fertiggerichte konsumiert werden und wie oft. Wenn man sie mit gesunder und vollwertiger Nahrung ausgleicht, auf die Inhaltsstoffe achtet und sie nicht allzu oft konsumiert, sind sie vertretbar.

Grundinformationen und Hinweise zu Fertiggerichten

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Pangasius Filet © arthurdent - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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