Das Brötchen in Deutschland - von Semmel, Schrippe, Kipf und Rundstück

Das Brötchen ist der Deutschen liebstes Nahrungsmittel zum Frühstück. Ob delikat oder süß belegt, trifft es immer den Frühstücksgeschmack. Die Auswahl der verschiedenen Sorten ist groß und die Deutschen kennen unterschiedliche Namen für das Brötchen.

Das Weizenbrötchen gilt hierzulande als klassisches Brötchen, doch durch unterschiedliche Zutaten und Backverfahren lassen sich viele weitere Sorten kreieren

So nennt man es je nach Region auch Semmel, Schrippe, Kipf, Rundstück oder Weck.

Merkmale des klassischen Brötchens

Das klassische Brötchen ist aus Weißmehl, hat eine oval Form und eine längliche Einkerbung, es ist nicht so lange haltbar und sollte frisch gegessen werden. Man kann Brötchen aber auch noch einmal aufbacken, um sie kross und knusprig zu genießen. Dabei verlieren sie allerdings an Geschmack.

Brötchen unterscheiden sich regional durch

  • die Form
  • die Einkerbungen
  • unter Umständen auch durch das Backverfahren
  • die Mehlsorten und
  • die Zutaten.

So ist das Kaiserbrötchen beispielsweise rund und hat eine spiralförmige Einkerbung. Brötchen gelten auch als Kleingebäck, so kennt man etwa auch das Laugengebäck, die Laugenbrötchen. Diese werden vor dem Backen mit Natronlauge eingepinselt und das verleiht dem Gebäck den speziellen Geschmack. Sie glänzen, sind eher dunkelbraun, haben eine kreuzförmige Einkerbung und werden mit grobem Salz bestreut.

Brötchen unterscheiden sich stark in Form und Geschmack
Brötchen unterscheiden sich stark in Form und Geschmack

Heutiges Angebot

Mittlerweile findet man

  • Vollkornbrötchen
  • Roggenbrötchen
  • Dinkelbrötchen
  • Sesambrötchen
  • Mohnbrötchen
  • Kümmelbrötchen oder
  • Brötchen die mit Sonnenblumenkernen bestreut sind

und eine Vielzahl an unterschiedlichen Varianten. Manche Brötchenarten drohen auszusterben, weil sie einen hohen Aufwand an Handarbeit fordern. Brötchen können aus Wasser- oder Milchteig bestehen.

Fast jedes Bundesland oder fast jede Region hat ihre eigene Brötchenspezialität und kennt einen eigenen Namen. Es gibt auch süße Varianten, wie das Milchbrötchen oder das Rosinenbrötchen. Der Eierweck ist ein gebackenes, süßes Milchbrötchen, aber ohne Rosinen. Pizzabrötchen wiederum werden aus dem herkömmlichen Pizzateig gemacht und oft mit Käse überbacken.

Früher trugen die Brötchen in Aussehen und Geschmack die jeweilige Handschrift des Bäckers. Heute werden die meisten Brötchen in so genannten Großbäckereien hergestellt und haben ihren individuellen Wohlgeschmack und ihr einzigartiges Aussehen verloren.

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Quellenangaben
  • pastery - gebäck © Franz Pfluegl - www.fotolia.de
  • Collage Brötchen © Barbara Pheby - www.fotolia.de

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