Ratanhia in der Natur

Merkmale und Standorte der Ratanhia

Für die Andenvölker bietet Ratanhia eine lukrative Einnahmequelle.

Acker-Schachtelhalm Pflanze auf steinigem Untergrund

Ratanhia heißt mit botanischem Namen Krameria lappacea, man nennt sie auch

  • Rote Ratanhia
  • Peru-Ratanhia oder
  • Ratanhiawurzel

und sie gehört zu der Familie der Krameriaceae.

Merkmale

Der Strauch kann eine Wuchshöhe bis zu einem Meter erreichen. Sie besitzt eine kräftige Hauptwurzel und lange, verzweigte Nebenwurzeln. Die langen Äste sind niederliegend; jüngere sind dunkelgrün, die älteren Äste werden schwarz.

Die ovalen und wechselständigen Blätter sind ganzrandig, haben eine stachelige Spitze und sind gräulich behaart. Die roten, gestielten Blüten wachsen in den Blattachseln, aus ihnen bildet sich die stachelige und behaarte Frucht, diese enthält nur einen Samen.

Standorte

Die Pflanze stammt aus den Anden Boliviens, Ecuador und Peru. Dort wächst der eher unscheinbare Strauch auf

  • trockenem und felsigem Boden

in Höhen ab 600 bis 3.600 Metern. Ihr kann das raue Klima nichts anhaben und sie dient auch dem Erosionsschutz durch ihr reich verzweigtes Wurzelwerk. Ratanhia ist eine hemiparasitische Pflanze, denn sie braucht eine bestimmte Wirtspflanze, der sie Wasser und Nährstoffe entzieht.

Die Andenvölker exportieren jährlich etliche Tonnen an Ratanhiawurzel, deshalb sind die Wildbestände teilweise schon ausgerottet oder aber akut bedroht. Der Versuch der Kultivierung von Ratanhia erwies sich als nicht durchführbar, deshalb versucht man nun Aussaaten an Wildstandorten durchzuführen.

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Grundinformationen zur Ratanhia

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Acker-Schachtelhalm © Martina Berg - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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