Transfusionsmediziner

Verantwortlich für die Herstellung und Qualitätssicherung von Blutprodukten

Transfusionsmediziner sind für die Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen verantwortlich. Des Weiteren führen sie eine Qualitätssicherung bei der Anwendung von Blutprodukten durch, zum Beispiel bei einer Bluttransfusion.

Blutkonserven in Kühlschrank
Untersuchung im Blutlabor © bilderbox - www.fotolia.de

Einteilung der Kategorie Transfusionsmediziner

Die Transfusionsmedizin beschäftigt sich im Wesentlichen mit der Bluttransfusion beim Menschen. Sie zählt zu den Fachgebieten der Humanmedizin. Aufgabe der Transfusionsmedizin ist jedoch nicht nur

  • die Verabreichung von Transfusionen,

sondern auch

  • deren Gewinnung in Form von Blutkonserven.

Diese werden in so genannten Blutbanken gelagert, deren Bestände fortlaufend geprüft, aktualisiert und aufgestockt werden müssen.

Behandlungsfelder

Blutkonserven werden für viele verschiedene Zwecke benötigt: nicht nur für

Sie werden auch

  • zur Forschung und Entwicklung benötigt und
  • zu großen Teilen in der Onkologie (Krebsbehandlung).

Hier werden Blutkonserven häufig für Leukämiepatienten, zum Blutaustausch oder zur Bluterneuerung benötigt. Blutkonserven werden durch Blutspenden gewonnen. Jeder gesunde und nicht zu alte Mensch kann hier seinen Teil zum Wohle der Allgemeinheit beitragen, indem er Blut spendet.

Mit dem Bekanntwerden und der Ausbreitung des HIV-Virus sind Blutbanken zwar kurzfristig in die negativen Schlagzeilen gerückt, mittlerweile ist aber längst ein funktionierendes Kontrollsystem entwickelt und etabliert.

Eine Aufgabe der Transfusionsmediziner ist es, dieses zu überwachen. Eigene Blutspendezentren werden zum Beispiel von etlichen transfusionsmedizinischen Instituten unterhalten.

Ausbildung

Die korrekte Berufsbezeichnung des Transfusionsmediziners lautet "Facharzt für Transfusionsmedizin". Nach einem

  • abgeschlossenen Medizinstudium

mit einer Regelstudienzeit von 12 Semestern und 3 Monaten kann dieser Titel in

erlangt werden. Diese umfasst 3 Jahre Tätigkeit in der Transfusionsmedizin oder den dazugehörigen Instituten, 12 Monate Laboratoriumsmedizin und 6 Monate in der Mikrobiologie. Verschiedene andere Tätigkeiten können auf die Weiterbildung angerechnet werden.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zu Transfusionsmedizinern

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