Pathologen

Untersuchen und analysieren Gewebsstücke auf krankhafte Veränderungen

Nach einer Gewebeentnahme, zum Beispiel einer Biopsie oder Zytologie, wird das Gewebe von Pathologen zunächst mit dem Auge beurteilt und dann mit Hilfe eines Mikroskops untersucht. Neben der Diagnostik sind sie auch in der Forschung und Lehre tätig.

Nahaufnahme Chirurg und Assistenzärztin mit Brille bei einer Operation
chirurgen © Falk - www.fotolia.de

Einteilung der Kategorie Pathologen

Die Pathologie ist ein medizinisches Fachgebiet und beschäftigt sich mit der Erforschung von Ursachen sowie mit der Entstehungsweise, Verlaufsform und den Folgen von krankhaften Phänomenen oder Symptomen. Damit stellt sie eine medizinisch-diagnostische Fachrichtung dar.

Mit Hilfe der Pathologie werden wesentliche Erkenntnisse über Krankheitsverläufe und -symptomatiken gewonnen, die in die Forschung und Entwicklung neuer Medizin und Therapien einfließen.

Ausbildung

Der Pathologe ist ein Facharzt, sein voller Titel lautet "Facharzt für Pathologie". Zur Qualifikation wird

  • ein abgeschlossenes Medizinstudium

mit einer Regelstudienzeit von 12 Semestern und 3 Monaten benötigt. Daran schließen sich

an, die mit der Facharztprüfung enden.

Arbeitsweise

Die meisten Forschungen und Messungen finden nicht am lebenden Menschen, sondern am Verstorbenen statt. Dabei ist die Pathologie eine Wissenschaft, die nicht mehr dem aktuellen, bereits verstorbenen Patienten dient, sondern den in Zukunft am selben Leiden Erkrankenden. Zu den Bereichen, in denen Pathologen arbeiten, gehören:

  • molekulare Untersuchung von Gewebe und Einzelzellen (Molekularpathologie)
  • Untersuchungen von krankhaften Gewebsveränderungen (Pathologische Anatomie)
  • mikroskopische Krebsdiagnose an Einzelzellen (Zytopathologie) sowie die
  • mikroskopische Diagnostik an gefärbten Gewebeschnitten (Histopathologie).

Der Pathologe gewinnt einen Großteil seiner Erkenntnisse aus der Sektion, also der Obduktion des verstorbenen Patienten. Hier werden auch Proben entnommen, die dann im Labor analysiert werden. So gelingt es oftmals, eine Todesursache zu erfahren. Sehr bekannt aus den Medien sind die so genannten Kriminal- oder Gerichtspathologen.

In oft spektakulär aufbereiteten Fällen finden sie die Todesursache von Mord- oder Unfallopfern. Diese Fälle sind in der Praxis jedoch natürlich eher selten vertreten.

Sehr häufig jedoch kommt es vor, dass ein vermeintlich gesunder Mensch im jüngeren Alter plötzlich ohne Unfall oder Fremdverschulden verstirbt. In diesen Fällen gibt die gesetzlich vorgeschriebene Obduktion Auskunft über die Todesursache.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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