1. Juni 2010
Mikrobiologen beschäftigen sich mit Krankheitserregern, die nicht mit bloßem Auge zu sehen sind. Ein Mikrobiologe arbeitet meist in einem Labor.
Ein Mikrobiologe, die richtige Bezeichnung ist "Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie", arbeitet beruflich mit Mikroorganismen, die nur unter dem Mikroskop zu erkennen sind. Zu den Mikroorganismen gehören Bakterien, Protozoen (verschiedenartige Parasiten) und Pilze. Der Mikrobiologe kennt sich sowohl mit den Krankheitserregern aus, die den Menschen befallen können als auch mit den Erregern, die ausschließlich Tiere befallen können.
Da die Mikrobiologie immer nur zusammen mit den beiden anderen Bereichen Virologie und Infektionsepidemiologie studiert werden kann, kennt sich der Facharzt auch bestens im Bereich der Viren und Infektionskrankheiten aus.
Die Aufgabe des Mikrobiologen ist es, die verschiedenen Krankheitserreger in den entnommenen Körpermaterialien des Patienten zu erkennen und genau zu untersuchen. Dazu benötigt der Mikrobiologe – je nach Art der Krankheit - Körpermaterialien wie Blut, Stuhlgang, Urin, Gewebeproben von Organen, Knochenmark usw. Der behandelnde Arzt gewinnt diese Körpermaterialien z.B. durch eine Blutabnahme, durch einen Abstrich (z.B. aus dem Mund), durch einen kleinen chirurgischen Eingriff oder indem der Patient selbst eine Stuhlprobe in ein Röhrchen füllt. Das zu untersuchende Material wird dann an das Labor gesandt, in dem der Mikrobiologe arbeitet. Der Befund wird vom Mikrobiologen notiert und an den behandelnden Arzt per Fax oder Kurier weitergeleitet.
Ein Mikrobiologe erforscht den Bau der Mikroorganismen und wie bzw. ob sich diese vermehren. Der Facharzt untersucht auch, wie sich Mensch und Tier infizieren und ob eine Ansteckungsgefahr für andere Menschen oder Tiere besteht.
Der Mikrobiologe teilt dem behandelnden Arzt auch mit, welche Präparate zur Therapie eingesetzt werden können, um die Mikroorganismen zu zerstören. Durch sein Fachwissen trägt der Mikrobiologe somit auch dazu bei, Krankheiten durch Mikroorganismen vorzubeugen.
Ein Mikrobiologe hat in der Regel keinen Kontakt zu den Patienten, da er nur die Körpermaterialien zur Untersuchung erhält. Der behandelnde Arzt kann jedoch Rücksprache mit dem Mikrobiologen über die weitere Therapie halten.
Die meisten Mikrobiologen sind in großen Laboratorien als angestellte Fachärzte tätig. Diese Labore können sich auch in großen Krankenhäusern befinden oder als Laborgemeinschaft für niedergelassene Ärzte arbeiten.
Ein Mikrobiologe kann sich auch mit einem Labor selbstständig machen und dann weitere Fachärzte und Labormitarbeiter beschäftigen.
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