25. Mai 2010
Kieferorthopäden behandeln Fehlstellungen der Zähne. Meist sind die Kieferorthopäden in einer Praxis tätig.
Ein Kieferorthopäde wird in der Regel aufgrund einer Überweisung durch den Zahnarzt tätig. Der Kieferorthopäde korrigiert Zahn- und Kieferfehlstellungen oder beugt diesen vor.
Im Rahmen seiner Diagnostik untersucht der Kieferorthopäde den Sitz der Zähne und den Ober- und Unterkiefer des Patienten. Häufig ist dazu auch eine Röntgenaufnahme notwendig, sofern diese nicht bereits vom vorher behandelnden Zahnarzt angefertigt wurde. Anschließend wird ein Abdruck der Zähne gefertigt. Aus dem Abdruck wird ein individuelles Kiefermodell erstellt, das der Kieferorthopäde zur weiteren kieferorthopädischen Behandlung benötigt. Durch das Modell kann der Arzt erkennen, welche Zähne durch die Zahnspange in ihrer Lage verändert werden müssen.
Um Fehlbildungen im Bereich der Zähne und/oder des Kiefers zu regulieren oder vorzubeugen, verwendet der Kieferorthopäde verschiedene Arten von Zahnspangen. Diese Zahnspangen können entweder fest auf den Zähnen sitzen oder herausnehmbar sein.
Eine festsitzende Zahnspange wird vom Kieferorthopäden auf die Zähne aufgeklebt. Eine herausnehmbare Zahnspange wird nur für bestimmte Zeit im Mund getragen. Der Kieferorthopäde erklärt den Patienten in beiden Fällen, wie Zähne und Zahnspange in der nächsten Zeit gereinigt werden müssen. Regelmäßig müssen die Patienten nun zum Kieferorthopäden und die Zahnspange nachstellen lassen, so dass nach einiger Zeit (meist mehrere Jahre) die Zähne in der richtigen Position sind.
Je nachdem, ob der Kieferorthopäde einen Jugendlichen oder einen Erwachsenen behandelt, erfolgt eine unterschiedliche Therapie mit verschiedenen Zahnspangen. Bei Erwachsenen müssen häufig andere Spangen verwendet werden, da das Gebiss des Erwachsenen nicht mehr wächst – im Gegensatz zum Gebiss eines Jugendlichen.
Die meisten Kieferorthopäden sind in ihrer kieferorthopädischen Praxis als selbstständiger Fachzahnarzt tätig. Da die Apparate, die ein Kieferorthopäde benötigt, häufig sehr teuer sind, gibt es auch viele Gemeinschaftspraxen mehrerer Kieferorthopäden. Einige Kieferorthopäden sind jedoch auch in speziellen Zahnkliniken tätig. In der Forschung (z.B. für kiefergerechte Schnuller) sind jedoch ebenfalls Kieferorthopäden tätig.
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23.01.12 | |
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